Die Mühle von GildehausWenn in der näheren Umgebung am Wochenende keine Radtourenfahrt (RTF) angeboten wird, muss man auf seinen geliebten Sport nicht verzichten. So dachte auch Frank Denzol, der schon lange einmal wissen wollte, wie es sich auf niederländischen Radwegen fährt.
Für ihn war das der Anlass, eine Einladung zu einer Radtour in die benachbarten Niederlande auszusprechen. Mit Friedel Meyer und Michael Hamer fanden sich zwei Mitstreiter, die sich dem Plan für eine Trainingsfahrt anschlossen.

Kurzentschlossen ging es 08:26 Uhr ab Laggenbeck mit dem Zug nach Bad Bentheim und von dort mit den Rennrädern über die niederländische Grenze.
Zwar gelten die Niederlande als „flach wie Holland“, doch zehrte der starke Westwind immer wieder an den doch vorhandenen leichten Anstiegen. Entlang der Grenze ging es durch die Parklandschaft um Denekamp und Ootmarsum, wo Friedel einige Streckenabschnitte wiedererkannte. De Lutte bei Oldenzaal war 2014 das Ziel des „Frühjahrsrollers“.Frank Denzol, Michael Hamer u. Friedel Meyer (v.l.) beim kurzen Stopp im „Dinkelland“

Nach 77 Kilometern war Bad Bentheim als Zwischenziel wieder erreicht. Bei der obligatorischen Pause zogen die Drei ein eindrückliches Fazit: im Vergleich zu den Niederlanden ist Deutschland ein Radwege-Entwicklungsland. Sowohl an den Zustand als auch die Sicherheit der dortigen Radwege und Fahrspuren kommen in Deutschland nur wenige Radwege heran. „Kein Wunder, dass Rennradfahrer in Deutschland einen großen Bogen um viele Radwege machen“, so Frank.

Die Rückfahrt nach Westerkappeln war dank des permanenten Rückenwindes sehr kurzweilig. Aufgrund der ausgezeichneten Führungsarbeit von Frank fiel die Tachonadel nur selten unter 35 km/h. Michael und Friedel nutzen diesen Streckenteil, um an der Fahrtechnik (Windschattenfahren) zu feilen.
Trotz Panne haben Frank Denzol (l) und Michael Hamer Spaß an der TourAbwechslung gab es bei der Rückfahrt auch durch zwei „Plattfüße“ bei Frank. Ein ganz kleiner Glassplitter hatte sich durch den Mantel gebohrt und sorgte für einen unangenehmen „Schleicher“. Bei der Schadensbehebung in Haddorf zeigte Michael sein großes Geschick bei der Defektsuche. Mit besonderer Technik fand er das „Löchlein“.

In Riesenbeck wurde dann eine letzte Pause eingelegt und nach 165 Kilometern bzw. einer Fahrzeit von 5:35 Std. war man zurück in Westerkappeln. Bei der erbrachten Leistung hatten sich die Drei eine Bratwurst beim Handballturnier des THC mehr als verdient.