Wolfgang Koch als „Radler des Jahres“ geehrt
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40 Radsportler des THC nahmen am 29.10. am letzten offiziellen Training teil. Bei der Masse schickte Übungsleiter Friedel Meyer die Radler in vier Gruppen auf die Reise. Das Wetter meinte es besonders gut mit den Teilnehmern. Bei sonnigem Herbstwetter mit 20 Grad machten sie sich auf denWeg, um nach rd. 50 Kilometer das Zwischenziel „Lopergolo“ im Mettinger Bruch anzusteuern. Von dort aus wurden die letzten Kilometer bis Westerkappeln in einer Gruppe zurückgelegt. Entsprechend eindrucksvoll war dann die Fahrt durch den Ort und den „Solarkreisel“. Bei dem außergewöhnlichen Bild verzichteten sogar einige Autofahrer auf ihr Vorfahrtsrecht.

Die Saison klang dann im „Alten Gasthaus Schröer“ mit einem gemütlichen Abend aus. Spartenleiter Axel Münch begrüßte besonders herzlich einige Ehepartner der Sportler. Sie konnten sich im Laufe des Abends einen Eindruck über das „menschliche Umfeld“ machen, in dem ihre Partner den Sport ausüben.

Axel ging in seiner Begrüßung auch kurz auf die expansive Entwicklung der Sparte ein. Sein Ziel, im Laufe des Jahres mit evtl. fünf bis zehn Sportlern sein Hobby organisiert auszuüben, war bereits bei der ersten Ausfahrt mit 30 Teilnehmern erreicht. Die anfängliche Skepsis war im Nu verflogen. Jetzt konnte er mit Ralf-Gunther Schmidt aus Wersen schon den 60. Radsportler im THC begrüßen.
Nicht unerwähnt lies er die Tatsache, dass er bei seinem Vorhaben der Gründung einer Radsportgruppe Friedel als Partner gewinnen konnte. Das war für ihn die Voraussetzung, die anfängliche Idee mit Hilfe des THC in die Tat umzusetzen.

Gespannt waren die Radsportler auf das Ergebnis des Kreativteams. Es hatte sich zur Aufgabe gemacht, für die Radsportler ein Trikot zu entwerfen. Dirk Conrad schilderte als „Pressesprecher des Teams“ humorvoll den Entwicklungsprozess und die damit verbundene Arbeit. Das Team hat einige Abende mit der gestalterischen Arbeit verbracht. Dabei wurden weder Mühe noch Kosten (u.a. 3 Kisten Bier, 11 Flaschen „Bordeaux Baron Philippe de Rothschild“, 4 kg Fleisch, 8,2 kg Salate usw.) gescheut.

Dirk lüftete dann unter dem Beifall der Gäste das Geheimnis. Schon jetzt steht fest, dass Westerkappeln mit der Saisoneröffnung am 04.03.06 etwas bunter wird.

Axel bedankte sich beim Kreativteam für die gute Arbeit um dann zum sportlichen Teil überzuleiten.

Diesen Part übernahm Friedel. Als Übungsleiter ging er auf das Training und einige radsportliche Höhepunkte der ersten Saison (01.06-29.10.) ein. Die von ihm vorgetragenen Zahlen überraschten alle Teilnehmer. So haben an 42 Trainingsterminen 893 Teilnehmer insgesamt 1.702 Stunden im Sattel gesessen und 46.238,98 Kilometer zurückgelegt. Aneinander gereiht ergibt das in der kurzen Zeit mehr als eine Erdumrundung. Das Ergebis ist bei der „jungen“ Sparte laut Friedel gar nicht hoch genug zu bewerten.

Nachstehend die fünfzehn trainingsfleißigsten Radsportler:

        Teilnahmen   Leistungen

Platz

Name

Vorname

m/w

Anzahl

Quote Strecke Zeit/Min. Zeit/Std.

1

Koch

Wolfgang

m

35

79,5

1.897,81

4.144

69,07

2

Grothaus

Gerd

m

26

59,1

1.380,56

3.002

50,03

3

Ender

Rolf

m

25

56,8

1.369,36

2.851

47,52

4

Hehemann

Jürgen

m

25

56,8

1.332,80

2.807

46,78

5

Schüro

Hans-Peter

m

28

63,6

1.312,59

3.075

51,25

6

Schröder

Christoph

m

25

56,8

1.306,38

2.934

48,90

7

Meyer

Friedel

m

27

61,4

1.303,44

2.934

48,90

8

Münch

Axel

m

24

54,5

1.266,10

2.702

45,03

9

Meyer

Angelika

w

26

59,1

1.218,91

2.920

48,67

10

Meiswinkel

Gerhard

m

21

47,7

1.202,52

2.591

43,18

11

Mellies

Susanne

w

20

45,5

1.150,65

2.413

40,22

12

Philipp

Gerald

m

23

52,3

1.149,20

2.470

41,17

13

Strotebeck

Uwe

m

21

47,7

1.137,66

2.496

41,60

14

Grothaus

Edda

w

24

54,5

1.125,86

2.688

44,80

15

Budke

Alexander

m

21

47,7

1.067,64

2.361

39,35


Wolfgang Koch, Gerhard Grothaus und Rolf Ender erhielten als Anerkennung für die gute Leistung von Axel ein kleines Präsent.

Das der Radsport im THC kein Problem mit der Frauenquote hat erläuterte Friedel anhand der Mitgliederstruktur. Mit 11 Frauen liegt die Quote bei rd. 20% und damit deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Ihre Leistung kommt durch die 7.454 Gesamtkilometer und die Platzierung zum Ausdruck. Angelika Meyer, Susanne Mellies und Edda Grothaus sind in der Rangliste unter den ersten Fünfzehn.

Interessant ist laut Friedel auch die Zusammensetzung der Sportgruppe. 24 Radsportler (40% !) kommen aus den benachbarten Städten und Gemeinden Lotte, Osnabrück und Bramsche.

Radsportler sind in der Regel in ihrem Sport Individualisten. Daher war in diesem Jahr laut Friedel das vorrangige Ziel, sie an die Gruppenfahrt mit ihren besonderen Regeln heranzuführen. Das ist in allen Leistungsgruppen hervorragend gelungen. Daher steht schon jetzt fest, dass viele Sportler 2006 an überörtlichen Veranstaltungen (RTFs, Vätternseerundfahrt, Alb-Extrem, Maratona dles Dolomites) teilnehmen werden.

Zum Abschluss seiner aufschlussreichen Ausführungen ließ Friedel das Sportjahr mit der Präsentation „Bilder 2005“ Revue passieren. Dabei wurde so mancher Sportler an die schönen Stunden in der Gruppe erinnert.

 

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„Laktatkinetik“ und „Spiroergometrie“ sind für die Radsportler keine Fremdwörter mehr

Die Radrennfahrer nehmen unter den Ausdauersportlern eine Sonderstellung ein. Studien belegen, dass sie allen anderen Sportlern in der Ausdauerleistungsfähigkeit überlegen sind.

imgp1181.jpgZiel der erst seit Mitte des Jahres aktiven Radsportgruppe ist es unter anderem auch, die Leistungsfähigkeit des einzelnen Sportlers durch gezieltes Training zu steigern. Grundlage dafür ist aber das Wissen um die individuelle Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit.

Aufgrund langjähriger Kontakte zum Institut für Sportmedizin und Prävention (ISP), Bad Rothenfelde, konnte Friedel Meyer den Sportmediziner Dr. Stefan Ueing und die Diplom-Sportwissenschaftlerin Stephanie Mommertz für eine Vortragsveranstaltung gewinnen.

Stephanie ging im ersten Teil auf die Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung ein.
Durch die Leistungsdiagnostik wird der Ist-Zustand der maximalen Leistungsfähigkeit und die anaerobe Schwelle (IANS) (Dauerleistungsgrenze), ausgedrückt durch die Herzfrequenz (HF), bestimmt. Der Sportler unterzieht sich dabei einem Stufentest auf „seinem“ Rennrad. Alle 3 Minuten wird die Belastung um 30 Watt erhöht und die Laktatwerte, Atemgase und Herzfrequenz werden gemessen.

Die festgestellte IANS ist die Grundlage zur Bestimmung der nachstehenden Trainingsbereiche:

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Trainingsbereich

% der IANS

Intensität

KB =Kompensationsbereich

< 70%

sehr gering

aerob

GA 1 =Grundlagenausdauer 1

70 – 85%

niedrig

aerob

GA 2 =Grundlagenausdauer 2

85 – 95%

mittel

aerob

EB =Entwicklungsbereich

95 – 105%

hohe

aerob-anaerob

SB =Spitzenbereich

> 105%

sehr hoch

anaerob

Die Ausführungen von Stephanie zeigten, wie wichtig für die Sportler ein Herzfrequenzmesser (Pulsuhr) zur Kontrolle der Trainingsleistung ist.
Abschließend ging sie noch auf die Trainingsplanung und –Steuerung ein.
Devise: „Viel ist nicht gleich gut“!
Durch Überbelastungen geht die Leistungsfähigkeit „in den Keller“. Das ISP geht mit einer Trainingsplanung gezielt auf die „sportlichen Highlights“ der Sportler ein.
Stephanie schloss ihren Vortrag mit einem guten Spruch ab:

Wer aufhört besser zu werden, der hat aufgehört gut zu sein.“

imgp1185.jpgStefan ist neben seiner Tätigkeit als Sportmediziner auch als Ernährungsexperte an vielen Projekten beteiligt. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, die Teilnehmer für eine gesunde und sportgerechte Ernährung zu sensibilisieren. Das ist ihm unter anderem durch anschauliche Bilder gelungen.
Falsche Ernährung und Bewegungsmangel führen unweigerlich zu den bekannten Zivilisationskrankheiten. Bei den Erwachsenen mit Diabetes beträgt der Anteil übergewichtiger Menschen rd. 80%. Ferner gibt es bereits Kinder mit Altersdiabetes. Die daraus entstehenden Nachteile im Alter sind erschreckend. Mit dem einfachen Mittel der „Bewegung“ wäre dieser Gruppe schon zu helfen.

Eine angemessene Ernährung kann zur Leistungssteigerung und Krankheitsvorbeugung dienen. Sie hat auch neben der Bewegung eine zentrale Rolle bei der Gewichtsnormalisierung und –Stabilisierung. In dem Zusammenhang ging Stefan auf die Energiegewinnung durch die Fettverbrennung ein. Fette stehen dem Sportler fast unbegrenzt zur Verfügung.

Die Fettverbrennung spielt sich vornehmlich beim Training im KB / GA 1-Bereich ab. Sportler, die in den Bereichen den Fettstoffwechsel trainieren, schaffen eine gute Grundlage für höhere Intensitäten. Sie müssen erst recht spät auf die Kohlehydrate als Energielieferanten zugreifen. Kein Wunder das selbst die Profis zu 70-80% im Grundlagenbereich trainieren.

Auch Stefan hatte für die Sportler einen guten Spruch:

„Jeder bekommt sein Fett weg. Aber nicht durch Sport vor dem Fernseher.“

Die angeregten Diskussionen während und nach den Vorträgen waren ein Beleg für das große Interesse der rd. 50 Radsportler.

Abschließend bedankte sich Friedel bei Stephanie und Stefan mit einer Flasche „Westerkappelner Sekt“. In Anspielung auf das Etikett sagte er: „Westerkappeln hat nicht nur Natur, Tradition und Zukunft, sondern auch Radsport“.

„Herbstroller“ führte Radsportler ins Sauerland

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13 Radsportler mit 4.225 Kilometer und nur einer Panne

2klein.jpgNachdem die Frühjahrsausfahrt nach Hameln so gut angekommen war, unternahm der THC jetzt eine zweitägige Fahrt ins Sauerland.

Teilnehmer: Helga u. Dirk Conrad, Rolf Ender, Arne u. Gerhard Grothaus, Dirk Kolbert, Gerhard Meiswinkel, Angelika (Betreuerin) u. Friedel Meyer, Axel Münch, Gerald Philipp

Als Gastfahrer waren die „Südschweden“ Ralf Budde, Uwe Kattlun und Uli Meyer aus Glane bzw. Osnabrück dabei. Am Samstag startete der „Zug“ um 09:00 Uhr. Richtig Fahrt nahm er in Lengerich auf, nachdem die Gastfahrer zugestiegen waren.

Ziel war das schöne Städtchen Langscheid am Sorpesee. Für den Hinweg hatte Friedel Meyer eine Route geplant, die auf Nebenstraßen durch das schöne Münsterland und die Soester Börde führte. Die erste und auch einzige Zwangspause musste in Ostbevern eingelegt werden. Helga hatte einen Reifenschaden, der aber von den Männern schnell (!!!)3klein.jpg behoben wurde.

Die erste Verpflegungsstelle hatte Angelika in Everswinkel eingerichtet. Beim Öffnen des Kofferraums kamen die Teilnehmer aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bei der Auswahl konnten sich die Radler kaum entscheiden. Nach der Stärkung ging es dann über Hoetmar, Ahlen und Hamm-Uentrop weiter zum zweiten Rastplatz in Welver. Hier waren schon die Hügel des Sauerlandes zu sehen, was die Teilnehmer zu einer ausgiebigen Stärkung animierte.

4klein.jpgIn Sieveringen war es dann vorbei mit dem flachen Streckenprofil. Für die letzten hügeligen 30 Kilometer wurden zwei Gruppen gebildet. Nach 148 Kilometern konnten die Radsportler von der „Krähenbrinke“ (418 m) aus den Blick auf den Sorpesee genießen. Das Ziel war erreicht.
Mit der Unterkunft „Bildungszentrum Sorpesee“ hatte man eine gute Wahl getroffen. Neben den schönen Zimmern stand den Radsportlern ein separater Seminarraum zur Verfügung. Damit bestand Gelegenheit, den Tag in gemütlicher Runde Revue passieren zu lassen und den Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Dirk nutzte die Gelegenheit und gab eine Runde „Veltins“ aus. Damit schaffte er als Servicemann (siehe Panne) von Helga für die anstehende Vertragsverlängerung die besten Voraussetzungen.

Am Sonntag dann die Überraschung. Vor lauter Nebel war der Sorpesee nicht zu sehen. Das änderte sich aber5klein.jpg schnell. Nach einem kräftigenden Frühstück strahlte die Sonne und die Radler machten sich auf den Rückweg. Er führte durch den Arnsberger Wald mit ansprechenden Steigungen bis zu 10 Prozent. Für einige Radler (Neueinsteiger) war es der erste Anstieg über eine Länge von rd. 4 Kilometer. Friedel ließ hier die Jungs „von der Leine“ und sorgte damit bewusst für eine Sprengung der Gruppe. Nach der rauschenden Abfahrt traf man sich in Hirschberg zur geschlossenen Weiterfahrt.

Vorbei am Möhnesee ging es dann zur ersten Verpflegungsstelle in das verschlafene aber schöne Altenmellrich.

6klein.jpgDurch das Lipperland führte dann die Route über Wadersloh, Stromberg und Oelde nach Beelen. Hier ging es den Beständen von Angelika an den Kragen. Ausspruch eines Teilnehmers: „Die Stärkung ist erforderlich. Ich würde die Sache sonst nicht mehr schaffen“. Gut gestärkt nahm die Gruppe dann die letzten 65 Kilometer in Angriff.

Nach insgesamt 325 Kilometern (1.945 HM) in Westerkappeln angekommen bedankte sich Spartenleiter Axel bei Angelika und Friedel für die gelungene Veranstaltung mit der Bitte, schon jetzt an die Frühjahrsausfahrt zu denken. Die Tour bei herrlichem Herbstwetter brachte ein Teilnehmer mit den Worten „Das Schöne und Gute ist so einfach und günstig“ auf den Punkt.7klein.jpg

8klein.jpgDetails zur Tour:
Samstag:
Westerkappeln, Lotte, Natrup-Hagen, Lengerich-Hohne, Kattenvenne, Ostbevern, Telgte, Everswinkel, Hoetmar, Enniger, Ahlen, Hamm-Uentrop, Norddinker, Welver, Ostönnen, Niederense, Neheim, Herdringen, Hövel, Langscheid

Sonntag:
Langscheid, Sundern, Hellefeld, Olpe, Oeventrop, Hirschberg, Sichtigvor, Altenmellrich, Schmerlecke, Hausen, Liesborn, Stromberg, Oelde, Lette, Beelen, Greffen, Versmold, Bad Laer (Westerwieder Bauernstube- Hmmmmm), Bad Iburg, Hagen, Lotte, Westerkappeln

 

Dolomiti-Radmarathon - Radsport vor traumhafter Hochgebirgskulisse



dolomiti2.jpgNur eine Woche nach dem „Alb-Extrem“ stand für die THCler Reinhard Jansson und Friedel Meyer mit dem „Dolomiti-Radmarathon“ ein weiteres radsportliches Ereignis auf dem Programm. Begleitet wurden sie dabei von Angelika Meyer und den „Südschweden“ Stephanie Mommertz, Martin Hansjürgens, Uli Meyer und Maik Wolf. Sie hatten sich den Radsportfreunden Bartholomä angeschlossen, um gemeinsam mit weiteren 25 Sportlern von der Schwäbischen Alb die Herausforderung „Dolomiti“ in Angriff zu nehmen.

dolomit1.jpgDer „Dolomiti“ gehört aufgrund der beeindruckenden Hochgebirgskulisse und der Tatsache, dass die Straßen für den Autoverkehr gesperrt sind, zu den attraktivsten Rundfahrten in Europa. Der Schwierigkeitsgrad kommt durch das Streckenprofil zum Ausdruck. Die Teilnehmer konnten zwischen der „Sella-Ronda“ (57 KM - 1.747 HM), der „Mittleren Strecke“ (110 KM – 3.030 HM) und der „Maratona-Strecke“ (147 KM – 4.345 HM) wählen. Dank der guten Organisation mit über 1.000 Helfern hatten die Teilnehmer pünktlich um 06:15 Uhr ihre Startzonen eingenommen. 8.691 Radsportler mussten bei 6 Grad (plus) nicht lange auf den Startschuss warten. Unter Begleitung von zwei Hubschraubern nahm die riesige Radfahrerschlange den ersten Pass, den Passo di Campolongo (1.875 m) fast noch in geschlossener Formation. Auch am Anstieg zum Passo Pordoi, mit 2.249 m das Dach der Strecke, war das Feld noch dicht gedrängt. Bereits bei der Einfahrt in den Pass zeigte sich den Teilnehmern mit den 34 Serpentinen ein beeindruckendes Bild. Auf dem Pass angekommen war der Blick zurück ins Tal nach Arabba ein Genuss. Während man die Hürde genommen hatte waren auf den einsehbaren Teilstücken noch hunderte von Radlern zu sehen. Die Teilnehmer der „Sella-Ronda“ hatten jetzt die Hälfte der Strecke zurückgelegt und vor dem Ziel in Corvara nur noch Sellajoch (2.244 m) und Grödnerjoch (2.121 m) zu bewältigen. Zu ihnen gehörte auch Angelika Meyer, die vom Zieleinlauf unter dem Beifall der Zuschauer begeistert war.

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Die Teilnehmer der „Mittleren Strecke“ und der „Maratona-Strecke“ mussten noch einmal über den Passo di Campolongo, um dann durch das schöne Buchensteintal bis zur Streckenteilung nach Cernadoi zu fahren. Hier entschied sich Stephanie Mommertz für den direkten Weg auf den Passo Falzarego (2.105 m). Die anderen „Südschweden“ wählten die Fahrt über Colle Santa Lucia zum schwierigsten Anstieg der Tour, dem Passo Giau (2.238 m). Der Anstieg verlangte mit einer Länge von gut 10 Kilometer und wenig Kehren von den Teilnehmern viel Stehvermögen. Oben angekommen wurden sie mit einem Blick auf die umliegenden teils schneebedeckten Berge belohnt.

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Nach einer berauschenden Abfahrt in Richtung Cortina wurde dann der Passo Falzarego genommen. Der Passo di Valparola (2.192 m) war für die Radler dann nur noch eine Beigabe. Als Genuss und Belohnung für die erbrachte Leistung kam dann die rd. 15 Kilometer lange Abfahrt durch das Valle die S. Cassiano.


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Alle „Südschweden“ erreichten das Ziel deutlich im Zeitlimit. Es war für alle ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. Kein Wunder das beim Abendessen im Hotel Mezdi die Frage aufkam „Und was machen wir im nächsten Jahr?“.

 

Alb-Extrem wieder eine Herausforderung für 48 "Südschweden

 

albextrem1.jpgAuch in diesem Jahr war Ottenbach auf der Schwäbischen Alb wieder das Mekka für viele albextrem6.jpgRadsportler. Insgesamt bewältigten 3.373 Radlerinnen und Radler die vier angebotenen Strecken. Darunter waren auch wieder viele Sportler aus der hiesigen Region, unter anderem mit Willi Eversmeyer, Reinhard Jansson und Friedel Meyer drei Mitglieder des THC.

 

Die Sparte "Radsport" des THC gibt es erst seit dem 01.06.05 und daher hört man noch albextrem2.jpghäufig die Frage "Was verbirgt sich hinter dem

Begriff Die Südschweden?". Daher eine kurze Erläuterung: 1997 nahm Friedel Meyer erstmals am Alb-Extrem teil und fuhr für die Radsportfreunde Bartholomä, die ihn aufgrund seiner Herkunft als "Der Südschwede" bezeichneten. Er war von der Veranstaltung mit dem familiären Flair so beeindruckt, dass er durch seine Schilderungen weitere Radsportler aus dem Tecklenburger Land zur Teilnahme motivierte. Bereits im Jahr 2000 hatte man mit 16 Sportlern eine Gruppenstärke erreicht. Nach einem Gruppennamen musste nicht lange gesucht werden.

 

albextrem3.jpgDie Gruppe "Die Südschweden" war geboren und ist inzwischen mit ihren Mitgliedern aus ganz Deutschland auf der Alb eine feste Größe. Der Bürgermeister von Ottenbach bezeichnete als Schirmherr der Veranstaltung die Südschweden in diesem Jahr als die "Sympathieträger aus dem hohen Norden". Inzwischen haben bereits 321 "Südschweden" am Radmarathon teilgenommen und dabei rd. 67.580 Kilometer zurückgelegt.albextrem4.jpg

 

Beim 22. Alb-Extrem-Radmarathon waren die Bedingungen wieder einmal nahezu optimal. Ca. 300 Helferinnen und Helfer kümmerten sich um die Sportler und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die Verpflegungsstellen ließen keine Wünsche offen. Bei dem Angebot kann ohne Übertreibung von einem "Gourmetradeln" gesprochen werden. Das belegt der Verbrauch an Lebensmitteln (10.700 Bananen, 4.900 Brötchen, 3.900 Brezel, 13.500 Energieriegel, 3.000 Becher Joghurt, 170 kg Wurst und Käse, 4.900 albextrem5.jpgLtr. Mineralwasser 3.024 Fl. Apfelschorle u.v.m.). Da die Strecke gut ausgeschildert war und sich auch das Wetter von seiner besten Seite zeigte, waren jetzt nur noch die Radler gefordert. Sie konnten sich während der Fahrt nach Laune und Trainingszustand für eine der vier Strecken (190 km - 2.800 HM; 210 km - 3.300 HM; 250 km - 4.000 HM; 280 km - 4.400 HM) entscheiden. Insgesamt wurden 701.380 Kilometer albextrem7.jpgzurückgelegt.