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Die Radsportler des THC Westerkappeln haben mit dem letzten offiziellen Training die Saison abgeschlossen. Trotz widriger Witterung nahmen 20 Radler an der Herbstausfahrt teil. Übungsleiter Friedel Meyer schickte zwei Gruppen auf die Reise, die sich dann nach 90 Min. bei „Duni“ in Achmer trafen. Von dort aus nahm die Gruppe die letzten Kilometer gemeinsam unter die Laufräder.

Im „Alten Gasthaus Schröer“ klang dann die Saison mit einem gemütlichen Abend aus. Spartenleiter Axel Münch war sichtlich erfreut über die gute Resonanz, hatten doch rd. 40 Sportler sowie Ehepartner den Weg in das Vereinslokal gefunden.

Bei Gründung der neuen Sparte dachten sicherlich einige Mitbürger an eine „Eintagsfliege“ in der Westerkappelner Sportlandschaft. Das diese Skepsis nicht angebracht war belegt die Entwicklung, auf die Münch in seiner Begrüßung kurz einging. 2006 haben sich weitere neun Radler der Gruppe angeschlossen, die jetzt bereits siebzig Mitglieder zählt. Besonders stolz kann die Sparte auf die Entwicklung im Jugendbereich sein. Sie hat jetzt bereits neun (Vj. 3) Jugendliche, für die aufgrund der großen Nachfrage ein separater Trainingstermin eingerichtet wurde.

Mit einer Auszeichnung der besonderen Art wollte Münch nicht lange warten. Der Verein hat mit Uwe Siekmeyer einen Finisher auf Hawaii und damit einen „echten“ Ironman in seinen Reihen. Unter dem Applaus seiner Radsportfreunde nahm Siekmeyer ein Präsent entgegen. Da die Familie großen Anteil am Erfolg hat, überreichte Werner Schröer als 1. Vorsitzender des THC Sylvia Siekmeyer einen schönen Blumenstrauß.

Nach dem Abendessen ging Meyer auf den sportlichen Bereich ein. Durch die Aufzählung der besonderen Ereignisse ließ er das Jahr 2006 Revue passieren. In Eigenregie wurden „Maitour“, „Frühjahrs- und Herbstroller“ sowie als Höhepunkt die „Etappenfahrt Berlin-Westerkappeln“ durchgeführt. Viele Radsportler haben auch an den Marathonveranstaltungen „Vätternseerundfahrt – Schweden“, „Elfstedentour – Niederlande“, „Alb-Extrem – Schwäbische Alb“ und „Maratona dles Dolomites – Italien“ teilgenommen.

Die Kurzkommentare einiger Sportler sprechen für sich:

Peter Ender
„Bei einer Regentour über 130 Kilometer muss man sich schon durchbeißen. Aber der „Frühjahrsroller“ hat trotzdem Spaß gemacht.“

Hans-Peter Schüro
„Die Tour in Holland war absolutes Neuland für mich. Die Begeisterung der Leute war einfach rattenscharf!“

Ralf-Gunther Schmidt
„Der „Dolomiti“ ist ein Naturerlebnis und unbeschreiblich schön. Eine Wiederholung ist Pflicht.“

Jürgen Hehemann
„Die Etappenfahrt war grandios. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in 3 Tagen so reibungslos durchzuführen ist.“

Christoph Schröder
„361 Kilometer in zwei Tagen zurückzulegen, daran hätte ich vor gut einem Jahr nicht gedacht. Der „Herbstroller“ war absolute Spitze.“

Die Leistungsstärke der Radler wurde von Meyer mit Zahlen belegt, die für so manche Überraschung sorgte. Bei 74 Ausfahrten haben die Radsportler insgesamt 2.497 Stunden im Sattel gesessen und 68.810,85 Kilometer (Vj. 46.238) zurückgelegt. Kein Wunder das bei diesen Zahlen ein Raunen durch den Saal ging.

Die trainingsfleißigsten Radsportler im THC sind Wolfgang Koch (3.207 Kilometer), Friedel Meyer (2.493) und Peter Ender (2.389). Als Anerkennung für die erbrachte Leistung erhielten sie von Münch ein kleines Präsent.

Nachstehend die fünfzehn trainingsfleißigsten Radsportler:

     

 

 

Teilnahmen

 

 

Leistungen

 

Platz

Name

Vorname

m/w/j

E/J

Anzahl

Quote

Strecke

Zeit/Min.

Zeit/Std.

1

Koch

Wolfgang

m

E

53

75,7

3.207,07

6.901

115,02

2

Meyer

Friedel

m

E

40

57,1

2.493,31

5.361

89,35

3

Ender

Peter

m

E

38

54,3

2.389,02

5.122

85,37

4

Marin

Achim

m

E

38

54,3

2.263,90

4.911

81,85

5

Strotebeck

Uwe

m

E

29

41,4

1.995,43

4.289

71,48

6

Ender

Reinhard

m

E

34

48,6

1.972,58

4.382

73,03

7

Melzer

Werner

m

E

33

47,1

1.965,19

4.266

71,10

8

Jansson

Reinhard

m

E

30

42,9

1.907,86

3.992

66,53

9

Mellies

Susanne

w

E

26

37,1

1.893,55

4.076

67,93

10

Hübner

Tim

J

J

33

47,1

1.880,57

4.080

68,00

11

Ender

Rolf

m

E

27

38,6

1.867,61

3.980

66,33

12

Igelbrink

Jürgen

m

E

27

38,6

1.772,45

3.783

63,05

13

Conrad

Helga

w

E

25

35,7

1.743,42

3.755

62,58

14

Meyer

Angelika

w

E

33

47,1

1.735,65

3.997

66,62

15

Conrad

Dirk

m

E

25

35,7

1.728,10

3.754

62,57



Die Jugendlichen legten eine Gesamtstrecke von 8.788 Kilometern zurück. Münch zeichnete auch hier die drei Erstplatzierten Tobias Kesebom (2.331 Kilometer), Tim Hübner (2.330) und Arne Grothaus (990) aus.

Die Diskrepanz zwischen den ersten und dem dritten Platz ergibt sich aus der Tatsache, dass Grothaus auch dem TUS Bramsche angehört. Er verfügt bereits über eine Leistungsstärke, die durch den 39. Platz (1.700 Starter) beim „Münsterlandgiro“ mit einem Stundenmittel von 40,3 km/h zum Ausdruck kommt.



Nachstehend die Leistung der Jugendlichen in zusammengafassten Zahlen:

   

Training

Training

   
   

Jugend

mit Erwachs.

gesamt

Platzierung

1

Bünemann, Hendrik

376,37

468,35

844,72

6.

2

Grothaus, Arne

83,46

906,88

990,34

3.

3

Hübner, Tim

450,21

1.880,57

2.330,78

2.

4

Jarmolowitsch, Atur

174,43

45,00

219,43

8.

5

Kesebom, Tobias

634,61

1.697,28

2.331,89

1.

6

Klingbeil, Nikolai

415,04

438,61

853,65

4.

7

Voßgröne, Sören

155,94

694,60

850,54

5.

8

Walter, Jannik

256,31

52,38

308,69

7.

9

Tüpker, Patrik

0,00

58,00

58,00

9.

   

2.546,37

6.241,67

8.788,04

 


Der Radsport im THC ist keine reine Männersache. Mit zwölf Frauen liegt die Quote bei 17 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Ihre Leistung kommt durch die Gesamtkilometer von 9.289 und die Platzierung zum Ausdruck. Susanne Mellies (1.894 Kilometer), Helga Conrad (1.743) und Angelika Meyer (1.736) sind in der Rangliste unter den ersten Fünfzehn.

Bei dieser Entwicklung macht sich die Spartenleitung mit Meyer, Münch und Hans-Peter Schüro keine Sorgen um den Fortbestand der Radsportgruppe. Schon jetzt steht fest, dass viele THCler auf der internationalen Radsportbühne vertreten sein werden. Zur Vorbereitung auf die Saison 2007 wird auch an ein Trainingslager gedacht.

Der Abend wurde mit einer Fotoshow abgerundet, mit der die Teilnehmer an die schönen Stunden in der Gruppe erinnert wurden.

 

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THC-Radsportler beenden ereignisreiche Saison
Wolfgang Koch mit 3.207 Kilometern wieder der „Kilometerbolzer“

THC-Radsportler mit dem „Herbstroller“ auf Bädertour


imgp2406klein.jpgFür acht THCler wurde der „Herbstroller“ zum letzten sportlichen Event des Jahres 2006. Die Wochenendfahrt nach Reelsen/Bad Driburg kann aufgrund der von Friedel Meyer ausgearbeiteten Strecke als Bergetappe gewertet werden.


Teilnehmer:
Rolf Ender, Friedel Meyer, Axel Münch, Gerald Philipp, Ralf-Gunther Schmidt, Christoph Schröder, Detlef Winter

Betreuerin:
Angelika Meyer

16.09.

Stationen

KM

HM

Fahrzeit

Km/h

Westerkappeln, Achmer, Evinghausen, Schwagstorf, Ostercappeln, Bad Essen, Rödinghausen, Rüschen

 

69

 

498

 

2:26:57


28,2

Oberbauerschaft, Hüllhorst, Halstern, Löhne, Bischofshagen, Exter, Wüsten, Bad Salzuflen-Hollenstein

 

49


535


1:48:31


27,2

Kirchheide, Entrup, Lemgo, Dörentrup, Donop, Cappel, Horn-Bad Meinberg, Ottenhausen, Vinsebeck, Bergheim, Merlsheim, Reelsen/Bad Driburg

 

63


532


2:18:39


27,4

 

181

1.665

6:34:07

27,6



imgp2425klein.jpgPünktlich um 08:30 Uhr trafen sich die Radsportler zum Start in der Bodelschwinghstraße. Bei leicht auszumachender Nervosität gab es zuerst nur ein Thema, das Wetter. Noch zu gut konnten sich einige an den verregneten „Frühjahrsroller“ erinnern. Aber beim bevorstehenden Wochenende war die Regenwahrscheinlichkeit gleich null. Bei angenehmen Temperaturen konnte der Start im Sommerdress erfolgen.

Die Teamfähigkeit wurde gleich beim Anstieg nach Evinghausen auf die Probe gestellt. Obwohl die Fahrt kein Rennen werden sollte, zog sich die Gruppe gleich auseinander. Bei einem kurzen Stopp ging Meyer noch einmal kurz auf die Fahrweise ein. Von da ab lief es fast wie am Schnürchen!

imgp24111klein.jpgIn Bad Essen kam es dann leider zu einem unvorhergesehenen Stopp. Rolf Ender musste aus familiären Gründen die Fahrt abbrechen.

Nach dieser Nachricht fanden die Radler erst schwer wieder den Rhythmus. Aber bei den folgenden Anstiegen galt dann wieder schnell die Konzentration dem „runden Tritt“.

In Rödinghausen-Rüschen war die erste Verpflegungsstelle. Angelika Meyer hatte wie gewohnt alles gut vorbereitet. Beim Anblick des geöffneten Kofferraums wurde die Stimmung noch besser. Die Radler konnten aus dem Vollen schöpfen und die geleerten Speicher auffüllen.

Bis Hüllhorst ging es über einen schönen Höhenweg, um dann durch das Ravensberger Land die Fahrt in Richtung Bad Salzuflen fortzuführen. Nach einem knackigen Anstieg in Rüschen kam die zweite Verpflegungsstelle und zugleich eine Überraschung für die Radler. Friedel Meyer hatte im Vorfeld den Kontakt
zu Stephanie Mommertz aufgenommen, die dort in der Nähe wohnt und einigen Radsportlern als Sportwissenschaftlerin beim Institut für Sportmedizin und Prävention (ISP), Bad Rothenfelde bekannt ist.
Somit konnten neben der Verpflegung auch noch interessante Fachgespräche geführt werden.

imgp2434klein.jpgGestärkt ging es dann auf das letzte Teilstück durch das Lipper Bergland mit seinen doch recht heftigen Anstiegen. Entlang des östlichen Eggegebirges erreichte die Gruppe um 16:40 Uhr das Ziel in Reelsen.

Der wunderbare Garten mit ausladender Terasse machte die Entscheidung der Radler nicht schwer. Noch vor dem Bezug der Zimmer wurden die bekannten isotonischen Getränke konsumiert.

Nach dem Abendessen setzte dann doch recht schnell die Müdigkeit ein und jeder freute sich schon auf den Heimweg mit dem laut Wetterbericht prognostizierten Rückenwind.






17.09.

Stationen

KM

HM

Fahrzeit

Km/h

Reelsen/Bad Driburg, Neuenheerse, Herbram, Eggeringhausen, Kirchborchen, Alfen, Salzkotten, Thüle, Delbrück, Westenholz

65

485

2:16:19

28,7

Mastholte, Langenberg, Lippentrup, Sankt Vit, Möhler, Lette, Herzebrock-Clarholz, Harsewinkel, Hesselteich, Oesterweg, Bockhorst

69

125

2:19:50

29,6

Bad Rothenfelde, Hilter, „Freden“, Bad Iburg, Hagen, Osterberg, Lotte, Westerkapeln

46

301

1:43:53

26,5

 

180

911

6:20:02

28,4



imgp24191klein.jpgAls Grundlage für den Tag gab es ein ausgezeichnetes Frühstück. Doch danach kam bei strahlend blauem Himmel die große Enttäuschung. Anhand der Windkraftanlagen war unschwer auszumachen, dass der Wind auf Nordwest gedreht hatte. Nichts war es mehr mit einer lockeren Fahrt mit Rückenwind.

Die Überquerung des Eggegebirges war der richtige Einstieg in den Tag. Die Radler wurden sofort warm und waren somit gut gerüstet für die stetigen Anstiege auf der „Paderborner Hochfläche“. Erst ab Salzkotten wurde das Streckenprofil etwas flacher. In Westenholz gab es dann die erste Stärkung.

Vorbei an Rheda-Wiedenbrück ging es mit ständigem Gegenwind in nördliche Richtung. In Herzebrock-Clarholz besteht eindeutig noch Optimierungspotential hinsichtlich der Ausschilderung. Das spürten die Radler bald, denn auf einmal hatten sie Rückenwind. Ein eindeutiges Zeichen für die falsche Fahrtrichtung. Zum Glück gab es einen netten Radler, der die Truppe wieder auf den richtigen Weg führte. Das dürfte die einzige Phase der Etappe gewesen sein, in der alle im Kompensationsbereich fuhren.

imgp2438klein.jpgAb Harsewinkel hatte man dann schon wieder den „Teutoburger Wald“ im Blick. Bei der letzten Rast in Bockhorst wurden die Energiespeicher noch einmal aufgefüllt, um die letzten 46 Kilometer ohne „Hungerast“ zu überstehen. Auf die Frage „Wann sind wir in Westerkappeln?“ antwortete Friedel Meyer mit 16:30 Uhr. Um einen angemessenen Empfang zu organisieren informierten die Teilnehmer per Handy die Familienangehörigen.

imgp2423klein.jpgNach Hankenberge kam dann wohl für alle das schönste Teilstück der Tour. Man fuhr 7 Kilometer durch den „Freden“ nach Bad Iburg. Den letzten Anstieg nach Hagen nahmen die Radler ohne Schwierigkeiten. Ab da war „ausrollen“ angesagt.

imgp2443klein.jpgUm 16:29 Uhr endete die Wochenendtour traditionell vor dem „Eiscafe Dolomiti“, um den „Herbstroller“ würdig bei Cappuccino und Spaghettieis zu beenden. Meyer bedankte sich bei den Radsportlern für die disziplinierte Fahrweise und den guten Zusammenhalt der Truppe. Ferner bescheinigte er Philipp, Schröder und Winter aufgrund der erbrachten Leistung die „Alb-Extrem-Tauglichkeit“.

„Etappenfahrt 2006
Von der Schaltzentrale der Nation ins Herz Europas
6.647Kilometer durch fünf Bundesländer mit nur drei kleineren Defekten


imgp2170klein.jpgNur kurz nach der Gründung der Radsportabteilung im Juni 2005 hatten die Sportler schon prominenten Besuch. Reinhold Hemker (MdB) nahm an einer Trainingsausfahrt teil und war als „Ironman“ angetan von der Entwicklung der noch jungen Sparte. Spontan sprach er eine Einladung nach Berlin zwecks Besichtigung des Reichstagsgebäudes aus.

Was liegt für Radsportler näher, als solch eine Aktion mit dem Sport zu verbinden? Die Idee der ersten Etappenfahrt war geboren!


imgp2206klein.jpgDonnerstag, den 10.08. um 03:00 Uhr traten 19 THClerInnen per PKW die Reise an. Nachdem das Quartier „Bildungsstätte der Sportjugend Berlin“ in unmittelbarer Nähe des Olympiastadions bezogen war ging es zum Reichstag. Hier erfolgte eine individuelle Führung durch die Mitarbeiterin von Hemker, Anke Ehlers. In sehr lockerer Art führte sie die Teilnehmer durch das riesige Gebäude. Einhellige Meinung der THClerInnen: Beeindruckend!

Im Fraktionssaal der SPD bestand dann die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Rundblick auf Berlin von der Aussichtsplattform des Reichstagsgebäudes.

Der Nachmittag wurde zur Besichtigung von Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Lehrter Bahnhof, Kanzleramt u.a. genutzt. Aber die Kultur kam auch nicht zu kurz. Abends ging es zur „Blue Man Group“ ins Theater am Potsdamer Platz. Ein Spektakel aus Trommelwirbel und Lichteffekten.
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An den folgenden drei Tagen stand aber wie geplant der Sport im Vordergrund.

Daten zur Tour:

Teilnehmende SportlerIn:

Helga und Dirk Conrad, Peter Ender, Rolf Ender, Jürgen Hehemann, Jürgen Igelbrink, Hans-Hermann Koch, Friedel Meyer, Uli Meyer, Uwe Moldenhauer, Axel Münch, Hans-Peter Schüro (3. Etappe) und Detlef Winter

Betreuerinnen:

Angelika Meyer, Martina Münch und Rita Schüro (3. Etappe)

Begleitung:

Susanne Moldenhauer, Andrea und Werner Schröer

Etappen

KM

HM

Fahrzeit

Gesamt

km/h

Berlin - Haldensleben

198,8

355

7:07

9:16

27,9

Haldensleben - Garbsen-Stelingen

173,4

535

6:20

8:25

27,4

Garbsen-Stelingen - Westerkappeln

167,4

520

6:15

8:15

26,8

 

539,6

1.410

19:42

25:45

27,4



Freitag, 11.08.

Berlin – Spandau – Falkensee – Brieselang – Bredow – Wernitz – Tremmen- Gohlitz – Fawesin - Gortz – Barnewitz – Mützlitz – Bamme – Rathenow – Böhne – Klitsche – Genthin – Nielebock – Ferchland – Ringfurth – Cobbel – Mahlwinkel – Rogätz – Zielitz – Wolmirstedt – Samswegen – Haldensleben

imgp2314klein.jpgAlle Teilnehmer hatten den erlebnisreichen, aber auch anstrengenden Vortag gut verdaut. Nach einem ausgiebigen Frühstück galt die Konzentration dann dem Radsport. Friedel Meyer, der die Tour ausgearbeitet hat und für die Durchführung verantwortlich zeichnete, gab vor dem Start zur ersten Etappe kurze Erläuterungen zur Abwicklung. Er teilte die Fahrer ein und appellierte vor allem an eine disziplinierte Fahrweise in einer Einerreihe.

Dann machten sich die Radsportler unter dem Beifall der img_0847klein.jpgBegleiter auf den Weg zum ersten Ziel in Haldensleben. Die Großstadt schnell hinter sich gelassen ging es über wenig befahrene Straßen durch den „Naturpark Havelland“. Begeistert von der Natur aber erschrocken über die wie ausgestorben wirkenden Orte erreichte man nach 65 Kilometern die erste Verpflegungsstation in Barnewitz. Angelika und Martina berichteten von den Schwierigkeiten, mit denen sie bei der Besorgung der Verpflegung zu kämpfen imgp2309klein.jpghatten. Kommentar: „Hier gibt es nischt. Alles oofgekooft“.

Nach der Schilderung stand fest, dass für die folgenden Pausen größere Orte angefahren werden mussten.

In Ferchland konnten die Radsportler für einen Teil der Strecke auf ihr Rad verzichten. Es galt die Elbe zu überqueren. Friedel hatte eine Fährverbindung ausgemacht. Während der Fahrt zeigte sich die Flexibilität der neuen Bundesbürger. Die Teilnehmer werden noch lange an die img_0854klein.jpgKassiererin denken.

Begleitet von leichten Regenschauern erreichte man nach 199 Kilometern das am Mittellandkanal gelegene Ziel.

Samstag, 12.08.

Haldensleben – Süplingen – Ivenrode – Hörsingen – Weferlingen – Grasleben – Rottorf – Neindorf – Hattorf – Mörse – Ehmen – Groß Brunsrode – Flechtorf – Groß cimg0358klein.jpgBrunsrode – Essenrode – Grassel – Meine – Rethen – Adenbüttel – Didderse – Wipshausen – Edemissen – Sievershausen – Immensen – Burgdorf – Kirchhorst – Isernhagen – Langenhagen – Garbsen-Stelingen

Die Strecke von Haldensleben nach Garbsen-Stelingen östlich des Steinhuder Meeres war für die Sportler durch diverse Höhenzüge schon anspruchsvoller. Nach dem „Flechtinger Höhenzug“ wurde am ehemaligen Grenzübergang Weferlingen/Grasleben im Hinblick auf die historische Bedeutung der Stätte eine Pause eingelegt. Die Inschrift des Mahnmals „An dieser Stelle war Deutschland 40 Jahre geteilt bedingt durch ein diktatorisches System. Die Gemeinden Weferlingen und Grasleben. 3. Oktober 1990“ blieb nicht ohne Eindruck auf die SportlerIn.

Nun galt es den Weg zwischen den Städten Wolfsburg und Braunschweig zu finden. Hier versagte ganz eindeutig das img345klein.jpgNavigationssystem „Friedel“. In Hattorf verpasste er aufgrund fehlender Ausschilderung eine Abfahrt. In Ehmen rehabilitierte ihn der Ausspruch eines Bauarbeiters: „ Die Schilder sind hier absolut beschi….. angebracht . Jürgen Igelbrink übersetzte die Aussage mit dem Spruch: „Bei der Ausschilderung ist in dieser Gegend noch Optimierungspotential vorhanden.“ Damit war der zu fahrende Umweg von 13 Kilometern vergessen. Wie am Vortag erreichte man das Ziel nach 173 Kilometern ohne Pannen und sonstigen Problemen.

Beim Anblick des Hotels „Stelinger Hof“ kamen die Teilnehmer aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das änderte sich auch nicht nach dem Bezug der Zimmer. Einhellige Meinung: „Das ist ja der helle Wahnsinn.“

Der Abend klang im angegliederten „Restaurant Halbmeyerstube“ (besser ein halber als ein ganzer Meyer) aus. Hier wurden die angegriffenen Speicher aufgefüllt.

Friedel nutzte die ausgesprochen gute Atmosphäre zu einem kurzen Rückblick. Er bedankte sich bei den Teilnehmern schon jetzt für die sehr disziplinierte Fahrweise. Im Vorfeld hatte er mit einer doch etwas stressigeren Fahrt gerechnet, da es für einige Radsportler die erste größere Ausfahrt war. Da alles reibungslos lief, bezeichnete auch er die Tage als Urlaub.

Sonntag, 13.08.

Garbsen-Stelingen – Schloss Ricklingen – Wunstorf – Hagenburg – Rehburg-Loccum – Seelenfeld – Neuenknick – Petershagen – Südfelde – Friedewalde – Holzhausen – Hille – Frotheim – Gestringen – Fiesel – Getmold – Schrötinghausen – Lintorf – Bad Essen – Mönkehöfen – Hitzhausen – Nordhausen – Haaren – Vehrte – Icker – Rulle – Wallenhorst – Hollage – Halen – Seeste - Westerkappeln

Um pünktlich in Westerkappeln anzukommen schickte Friedel die Sportler schon etwas früher auf die letzte Etappe, die auch Hans-Peter Schüro mitfuhr. Über die Rehburger Berge ging es durch den Schaumburger Wald immer nördlich des Wiehengebirges zum Zwischenziel nach Bad Essen.

Aber auf dieser Etappe musste es ja mal kommen. Der Pannenteufel schlug zu. Nachdem Peter einen „Platten“ hatte, erwischte es auch Dirk fünf Kilometer vor Bad Essen mit einem Speichenbruch. Aber Axel hat ja überall seine Bekannten. Er besorgte ein Ersatzlaufrad und Dirk konnte auch die letzten Kilometer mitradeln.

In Bad Essen wurden bei einer letzten Rast noch einmal die angegriffenen Speicher aufgefüllt, um ohne „Hungerast“ die letzten 40 Kilometer zu überstehen. Es galt das Wiehengebirge zu überqueren. Den Anstieg nach Mönkehöfen nutzte Friedel zu einer anderen Fahrweise. Für die stärkeren Fahrer lockerte er „die Zügel“. Die Gruppe schloss sich wie verabredet in Haaren wieder zusammen, um gemeinsam die Rückfahrt zu genießen. Hier stieß auch Uwe Siekmeyer zur Truppe.

Hemker ließ es sich als Mitinitiator nicht nehmen, die Radsportler ab Halen auf den letzten Kilometern zu begleiten. Nach insgesamt in 19:42 Stunden absolvierten 540 Kilometern wurden die THCler vom 1. Vorsitzenden Schröer und den Begleiterinnen der Tour sowie vielen Passanten begeistert empfangen.

Spartenleiter Axel bedankte sich bei Meyer für die hervorragend ausgearbeitete Tour und bei Angelika und Martina mit einem Blumenstrauß für die hervorragende Betreuung. Er ist sich sicher, dass auch im nächsten Jahr wieder eine Etappenfahrt stattfindet.

„20. Maratona dles Dolomites (02.07.06)“
Berühmtester Radmarathon Europas vor traumhafter Hochgebirgskulisse


Die Mannschaft des THC WesterkappelnDie Dimension dieser Veranstaltung kommt unter anderem schon dadurch zum Ausdruck, dass die Organisation mit 1.070 freiwilligen Helfern und 14.500 geleisteten Arbeitsstunden fast professionellen Charakter hat. Außerdem sind alle Straßen für den Autoverkehr gesperrt und die Veranstaltung wird live im Fernsehen gezeigt.

Die gewonnenen Eindrücke werden die 8.337 Teilnehmer aus 33 Nationen sicherlich nicht so schnell vergessen. Es beginnt bereits mit dem Start. Die Radsportler stehen in einer von vier nach den Hauptsponsoren (Nutella, Ramazzotti, Pinarello, Warsteiner) benannten Startzonen und warten auf den Startschuss, der pünktlich um 06:15 Uhr erfolgt. Zu dem Zeitpunkt hat die Sonne schon die Bergspitzen erfasst, taucht sie in ein warmes Licht und spätestens dann ist auch die morgendliche Frische von ca. 8 Grad verflogen.
Reinhard, Uli u. Friedel (v.l.) bei der letzten Stärkung vor dem
Gastfahrer Uli Meyer u. Ralf Kretschmar (v.l.)Begleitet von drei Hubschraubern mit Kamerateams des italienischen Fernsehens nahm die riesige Radfahrerschlange den ersten Pass, den „Passo die Campolongo“ (1.875 m) fast noch in geschlossener Formation. Nach einer kurzen Abfahrt erfolgte in Arabba dann der Einstieg in den 9,2 km langen Anstieg zum „Passo Pordoi“, mit 2.249 m das Dach der Tour. Beeindruckend der Blick auf die 34 Serpentinen mit dem hoch oben gelegenen Ziel.


Reinhard Jansson, Ralf-Gunther Schmidt u. Friedel Meyer (v.r.) vor dem StartAuf dem Pass angekommen hatten Angelika und Erna als Teilnehmer der „Sella-Ronda“ bereits die Hälfte der Strecke bewältigt. Sie mussten nur noch den „Passo di Sella“ (2.244 m) und das „Grödnerjoch“ (2.121 m) bewältigen, um dann nach 55 Kilometern unter dem Beifall der vielen Zuschauer den Zieleinlauf zu genießen.

Die Teilnehmer der „Mittleren Strecke“ (106 km) und der „Maratona Strecke“ (138 km) fuhren noch einmal über den „Passo di Campolongo“, um dann durch das schöne Buchensteintal bis zur Streckenteilung nach Cernadoi zu fahren. Hier entschied sich Ralf-Gunther für den direkten Weg zum „Passo Falzarego“ (2.117 m). Friedel, Ralf, Reinhard und Uli wählten die lange Strecke mit der Fahrt über den „Colle Santa Lucia“ zum schwierigsten Teil der Tour, dem Anstieg zum „Passo Giau“ (2.236 m). Bei einer Länge von 10,6 Kilometern und einer Durchschnittssteigung von rd. 9 Prozent war entsprechendes Stehvermögen erforderlich. Auf der Passhöhe angekommen wurden die Teilnehmer mit einem hervorragenden Ausblick auf die umliegenden teils noch mit Schnee bedeckten Berge belohnt.Anstieg zum Passo Pordoi

Über eine lange Abfahrt in Richtung Cortina d´Ampezzo ging es dann zum „Passo Falzarego“, um dann als kleine Beigabe noch den „Passo di Valparola“ (2.192 m) zu nehmen. Dieser Anstieg hat nur eine Länge von 1,2 Kilometer, wird aber von den meisten Teilnehmern unterschätzt. Auf diesem Teilstück sieht man daher auch entsprechend viele „Spaziergänger mit Rad“.

Teamwork: Schulterklopfen als Anerkennung für die erbrachte LeistungDie THCler gehörten nicht dazu. Sie nahmen als Belohnung für die erbrachte Leistung mit Genuss die lange Abfahrt durch das „Valle di S. Cassiano“ zum Ziel in Corvara, das sie deutlich im Zeitlimit erreichten.

Für Ralf-Gunther stand schon beim Abendessen fest, dass es 2007 mit dem „Alb-Extrem“ und dem „Maratona dles Dolomites“ zwei sportliche Höhepunkte gibt. Dieser Meinung schlossen sich Angelika und Friedel spontan an.
Abfahrt vom Grödnerjoch in Richtung Ziel

„Alb-Extrem“ - Hitzeschlacht am Hexensattel


imgp1783klein.jpgDie Entwicklung der Radsportabteilung des THC Westerkappeln ist auch an den Teilnahmen der Radsportler an großen Events ablesbar. Waren im letzten Jahr noch 3 THCler im Kreis der „Südschweden“ auf der Schwäbischen Alb, so waren es jetzt bereits 8.

Helga und Dirk Conrad, Arne und Gerhard Grothaus, Reinhard Jansson, Jörg Lichtenberg, Friedel Meyer und Ralf-Gunther Schmidt reisten nach Ottenbach, um im „Mekka der Radsportler“ ihre ergeizigen Ziele in Angriff zu nehmen. Gut vorbereitet gingen sie am Sonntag (25.06.) um 05:00 Uhr an den Start. Je nach Vorliebe für einen steilen oder etwas gemächlicheren ersten Anstieg nach Hohenstaufen wählten sie den nördlichen bzw. südlichen Startplatz.
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Trotz der morgendlichen Frische war absehbar, dass die Radsportler bei der Bewältigung der Strecken (190 km – 2.800 HM; 210 km – 3.300 HM; 250 km – 4.000 HM; 280 km – 4.400 HM) mit der Hitze zu kämpfen hatten. Laut dem Cheforganisator Stefan Nussbaumer war es der heißeste „Alb-Extrem“ in der 23-jährigen Geschichte. So war es auch kein Wunder, dass es bei rd. 3.500 Startern nur 3.081 Finisher gab. Eine so hohe Ausfallquote ist für den „Alb-Extrem“ ungewöhnlich.

imgp1794klein.jpgDie THCler kamen aber zu 100 Prozent ins Ziel. Beeindruckend war dabei sicherlich die Leistung von Helga Conrad. Zusammen mit ihrem Dirk bewältigte sie die 190er Schleife ohne absteigen zu müssen. Schon jetzt steht für die beiden „Langstreckler“ fest, dass beim nächsten „Alb-Extrem“ der „Hexensattel“ das Ziel ist.

Mit Arne Grothaus und Friedel Meyer bildete sich am Start ein zweites Paar, das einen interessanten Tag erleben sollte. Sie schlossen sich als jüngster und ältester „Südschwede“ den Radsportfreunden Bartholomä an, zu denen Friedel einen jahrelangen Kontakt hat. An der Verpflegungsstation Gosbach trafen sie mit den RSFlern bei „nur“ 35 Grad die wohl einzig richtige Entscheidung. Sie ließen ihr Ziel „280 km“ fallen und gingen auf die 250er Schleife. Die so gewonnene Zeit nutzte Friedel in Bad Boll zu einer Massage. Danach gab es am Erreichen des Ziels keine Zweifel mehr.

Gerhard Grothaus (210 km), Reinhard Jansson (250 km), Jörg Lichtenberg (210 km) und Ralf-Gunther Schmidt (210 km) ließen sich die Bezwingung des „Hexensattel“ nicht nehmen. Der Anstieg mit seinen 16 Prozent ist nach bereits absolvierten 162 bzw. 202 Kilometern für die Radler so etwas wie das „L´Alpe d´Huez“ bei der Tour de France. Wohl jeder genießt auf der Höhe das Verpflegungsangebot und den Blick in das Tal nach Unterböhringen, um dann gestärkt den langen Anstieg nach Oberböhringen und somit die letzten Kilometer zu meistern.
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Im Ziel angekommen hatten alle Radsportler nur noch einen Gedanken; ab in den Schatten und die Flüssigkeitsspeicher auffüllen.

Der für jeden Radler anstrengende aber sicherlich erlebnisreiche Tag fand seinen Höhepunkt in der Siegerehrung. Dank einer gegenüber den Vorjahren objektiveren Bewertungsmethode erreichten die „Südschweden“ mit zurückgelegten 13.980 Gesamtkilometern den ausgezeichneten 3. Platz. Hierfür konnte Friedel einen schönen Pokal in Empfang nehmen.

Der Moderator des Südwestrundfunks konnte sich bei der Leistung der „Südschweden“ einen kleinen Hinweis nicht verkneifen. „Wenn das so weitergeht müssen sich die Schwaben bald vor den guten Sportlern aus dem hohen Norden fürchten“. imgp2064klein.jpg

imgp1803klein.jpgWomit er wohl Recht haben dürfte. Schon jetzt liegen Friedel wieder 16 Anmeldungen vor. Viele haben sich ihr Quartier in Ottenbach aufgrund der großen Nachfrage schon gesichert. Zu ihnen gehört auch Ralf-Gunther, für den „Alb-Extrem“und „Maratona dles Dolomites“ im nächsten Jahr Pflicht ist.