"Herbstroller" führte die THC-Radsportler an die Weser.

Gegenwind machte die Rückfahrt zur Bergetappe.

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Der "Herbstroller" gehört schon zum festen Jahresprogramm des THC. Diese schon als Traditionsveranstaltung zu bezeichnende Tour führte Hans-Hermann Koch, Friedel Meyer, Uwe Moldenhauer, Ralf-Gunther Schmidt und Betreuerin Angelika Meyer an die Weser. Ziel war die Stadt Nienburg nördlich des Naturparks ?Steinhuder Meer?.

15.09.

Stationen

KM

HM

Fahrzeit

Westerkappeln, Achmer, Pente, Engter, Lappenstuhl, Barenaue, Damme, Rüschendorf, Dümmerlohhausen, Dümmer (Olgahafen)

54

108

1:56:07

Dümmer, Lehmden, Südlohne, Lohne, Vechta, Goldenstedt, Colnrade, Altenmark-Horst, Twistringen

59

152

2:01:50

Twistringen, Ehrenburg, Anstedt, Schwaförden, Mellinghausen, Siedenburg, Borstel, Lemke, Nienburg

56

119

1:50:57

 

Noch am Freitag sah es nicht nach einem sonnigen Wochenende aus. Aber pünktlich zum Start schlug das Wetter um und die THCler mussten sich keine großen Gedanken hinsichtlich der Bekleidung machen. ?Kurz? war angesagt.

Auf bekannten Wegen ging es bis nach Barenaue am Mittellandkanal, um dann das ?Dammer Moor? zu durchfahren. Ein wahres Naturparadies, in dem sich ?Hase und Fuchs noch gute Nacht sagen?.

In Borringhausen lohnte sich ein kurzer Stopp. Mit viel Liebe und Geschick wurde hier am Straßenrand das ?ländliche Familienleben in Stroh? dargestellt. Die erste Verpflegungsstation war in Olgahafen am nordwestlichen Ufer des Dümmers. Angelika hatte hier alles bestens vorbereitet. Nach einer Stärkung mit Blick auf den Dümmer ging es dann weiter.

 

Vorbei an Lohne und dem Geburtsort vom ?Lapp? aus der Tour (Brägel) ging es durch den Naturpark ?Wildeshauser Geest? nach Twistringen. Das Teilstück lag sehr gut in der Windrichtung Süd-West, so dass der Spruch ?Nur fliegen ist schöner? angesagt war.

Nach dem Routenplan von Friedel sollte es dann über ?Schwaförden? weiter nach Nienburg gehen. Keiner konnte ahnen, dass es in dem Gebiet entlang der Strecke auch ein ?Schmalförden? gibt. Natürlich eine gute Gelegenheit sich zu verfahren. Aber der kleine Umweg von 4 Kilometern wurde mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen.

Ohne Panne erreichte man die Kreisstadt Nienburg, deren Name aus dem Jahre 1025 überliefert ist. Die ?Neue Burg? galt bereits in der Zeit als wichtige Festung zur Bewachung des bedeutendsten Weserübergangs zwischen Porta Westfalica und Bremen. Die Historie ist noch sehr gut an der schönen Altstadt zu erkennen.

Nach einer kurzen Pause im Hotel machten die THCler einen Spaziergang in die Altstadt und wählten als Gastronomie das ?Kartoffelhaus?. Da man in Niedersachsen war, konnte man das leckere Abendessen ?rauchfrei? genießen. Ein guter Abschluss eines schönen Tages.

 

16.09.

Stationen

KM

HM

Fahrzeit

Nienburg, Husum, Landesbergen, Steyerberg, Siedenberg, Kirchdorf, Bahrenborstel, Ströhen

64

104

2:22:50

Ströhen, Moorort, Oppenwehe, Wehdem, Dielingen, Hunteburg

35

47

1:20:03

Hunteburg, Vennermoor, Venne, Icker, Wallenhorst, Hollage, Halen, Westerkappeln

42

232

1:42:35

Nach einem sehr guten Frühstück wurde die Rückfahrt in Angriff genommen. Wie befürchtet hatte der Wind nicht abgenommen und kam noch aus der gleichen Richtung. Eine stürmische Fahrt stand den THClern bevor.

In südliche Richtung ging es durch den Naturpark ?Steinhuder Meer?, um dann bei Landesbergen die Weser zu überqueren. Ab Steyerberg ging es dann über die ?Niedersächsische Spargelstraße? bis zum ersten Zwischenstopp nach Ströhen. Obwohl kaum Höhenmeter gemacht wurden, war es bei dem Gegenwind ein hartes Stück Arbeit für die Radsportler.

Um die Kräfte bei den Windverhältnissen gut einzuteilen, gab Friedel die Devise ?maximal 3 Kilometer Führungsarbeit? aus. Außerdem wurde die Route leicht abgeändert. Den geplanten Anstiegen des Wiehengebirges bei Bad Essen ging man aus dem Weg. Südlich der ?Stemweder Berge? fahrend erreichte man mit einem kurzen Teilstück Hunteburg. Der Ort hat nicht viel zu bieten, außer dem Ortsteil ?Schwege?. Hier steht das Geburtshaus von FriedelJ.

Die Schlussetappe ging durch das ?Venner Moor?. Vorbei an dem Golfplatz ?Varusschlacht? erreichte man Venne. Da die Beine nach rd. 300 Kilometern schon ?etwas dick? waren, verzichteten die Fahrer auf den Anstieg ?Kalkrieser Berg ? Venner Turm? und fuhren über Icker und Wallenhorst zurück.

Abschluss war traditionell im ?Eiscafé Dolomiti?. Hier bedankte sich Friedel für die gute Gemeinschaft und Disziplin auf der Straße. Nur so kann eine Fahrt in der Form problemlos ablaufen. Und abschließend bescheinigte er den Radlern, dass sie nach der Rückfahrt absolut fit sind im ?Windschatten- bzw. Staffelfahren?.

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