THC-Radler bezwingen „Königin der Alpenstraßen“

Der Weg ist das Ziel. Die kehrenreiche Anfahrt zum „Stilfser Joch“.

Die THCler mit Gastfahrer warten auf den Startschuss. Ralf-Gunther Schmidt, Ralf Kretzschmar, Friedel und Ulrich Meyer (v.r.) sind in Gedanken schon auf dem „Dach der Tour“.

 

 

Der kleine Skiort Nauders (A) am Reschenpass war für Radsportler am 22.06. wieder einmal der Nabel der Welt. Dort fand der 15. „Dreiländergiro“ statt. Eine Veranstaltung, die die Radsportler durch Österreich, Italien und die Schweiz führt.



Vom THC gingen Angelika Meyer, Friedel Meyer, Ulrich Meyer, Ralf-Gunther Schmidt und Hans-Peter Schüro an den Start.

 

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8.016 Gesamtkilometer ohne Panne und Unfall

Verwandtenbesuch in Beringhausen  Start im Alb-Extrem-Outfit  Seit Jahren pflegen Friedel Meyer und Axel Münch einen intensiven Kontakt zu den Radsportlern aus Bartholomä, einem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb. Für beide war es so etwas wie ein Traum, diese einmal mit dem Rad zu besuchen. Die Bartholomäer wählten 2003 Westerkappeln als Zielort, mit einem Abstecher zur Nordsee.

Beim Wunsch der Radsportler des THC nach einer Etappenfahrt wie 2006 (Berlin) war für Friedel das Ziel schnell klar; es sollte in den Süden gehen.

Die Ausschreibung im April blieb nicht ohne Resonanz. Nachstehend die Mitglieder des Teams:

Peter u. Rolf Ender, Andreas Fischer, Jürgen (I) Hehemann, Jürgen (II) Igelbrink, Reinhard Jansson, Hans-Hermann Koch, Friedel Meyer, Ulrich Meyer, Axel Münch, Ralf-Gunther Schmidt und Detlef Winter

Betreuerinnen: Angelika Meyer und Martina Münch

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92 RadsportlerInnen radeln 22.010 Kilometer und verweisen die Schwaben in die Schranken

 

„Morgenstund hat Gold im Mund“. Axel Münch, Elmar Voltz, Angelika und Friedel Meyer (v.r.) um 04:55 Uhr auf dem Weg zum Start.„3, 2, 1 – meins“, so lautet ein Werbespruch eines bekannten Internet-Auktionshauses. Für die „Südschweden“ hat die Zahlenfolge eine ganz andere Bedeutung. Sie ist die Entwicklung der Teamplatzierung beim wohl bekanntesten und härtesten Radmarathon in Deutschland.

Für 102 Radsportler, darunter 9 Radlerinnen, aus dem Tecklenburger und Osnabrücker Land war der „Alb-Extrem“ im kleinen Ort Ottenbach auf der Schwäbischen Alb wieder eine große sportliche Herausforderung. Sie nahmen am Jubiläumsmarathon (25.) teil und hatten sich ein großes Ziel gesetzt. Reinhard Jansson vom THC hatte mit „In diesem Jahr knacken wir die Schwaben“ die Parole ausgegeben.

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321 Kilometer durch das „Oldenburger Münsterland“

Der THC im maritimen Umfeld

Den Begriff „Ahlhorner Heide“ verbinden viele Menschen mit dem Verkehrsknotenpunkt der A1/A29 und nicht mit der Natur. Bei den Radsportlern des THC Westerkappeln ist das seit dem Wochenende anders. Für sie war die „Ahlhorner Heide“ der geographische Mittelpunkt des „Frühjahrsrollers“. Ziel der Tour war die an der Weser gelegene „Freie Hansestadt Bremen“.

Teilnehmer:

Rolf Ender, Stefan Hübner, Manfred Merrath, Christian Meyer, Friedel Meyer, Uwe Moldenhauer, Axel Münch, Gerald Philipp, Christoph Schröder

Begleitung:

Angelika Meyer und Martina Münch

12.04.

Stationen

KM

HM

Fahrzeit

Achmer, Pente, Engter, Evinghausener Berg, Venne, Hunteburg, Hüde, Lembruch, Diepholzer Bruch, Sankt Hülfer, Wetschen, Rehden, Dickel, Eickbusch, Düste, Eydelstedt, Barnstorf, Aldorf, Bockstedt, Heiligenloh, Holtorf, Beckstedt, Höllingen, Reckum, Winkelsett, Harpstedt, Dünsen, Kirchseelte, Groß Mackenstedt, Moordeich, Kirchhuchting, Bremen, Jippen 1

153

420

5:28:08

 

Mit zwei (!) Minuten Verspätung ging der Zug von der Bodelschwinghstraße aus auf die Reise.

Die von Übungsleiter Friedel Meyer ausgearbeitete Strecke führte bis zur ersten Station am „Dümmer“ noch durch bekanntes Gebiet. Gleich in Engter hatte man mit dem „Evinghauser Berg“ den ersten und auch einzigen Knackpunkt zu bewältigen. Die Fahrt durch das Naturschutzgebiet „Ochsenmoor“ und auf dem Damm des „Dümmers“ kann als Naturschauspiel bezeichnet werden. Die Segelstellung der Surfer ließ das Herz der Radler höher schlagen. Ostwind war angesagt.

 

Nach der Rast in Lembruch ging es weiter über Nebenstrecken und durch diverse Moore, um bei Heiligenloh in den „Naturpark Wildeshauser Geest“ einzufahren. Jetzt änderte sich auch das Streckenprofil. Die flachen Passagen wurden durch eine wellige Landschaft abgelöst. In Harpstedt hatten Angelika und Martina für die zweite Rast einen guten Bäcker ausfindig gemacht.

Gestärkt wurden dann die letzten Kilometer in Angriff genommen. Die Einfahrt in die Großstadt Bremen verlief problemlos, und so erreichte die Gruppe nach 153 Kilometern am frühen Nachmittag das Ziel. Die Unterkunft war für viele eine Überraschung. Friedel hatte das „Seemannsheim“ gebucht, eine in 1854 gegründete und damit die älteste Seemannsmission Deutschlands. Hier trafen somit Radler und alle Seebären aufeinander.

 

Nach einer kurzen Pause war die Stadtbesichtigung angesagt. Über die Weserpromenade erreichte man schnell das Zentrum mit dem Rathaus im Stil der Weser-Renaissance, den „Bremer Stadtmusikanten“ und dem „Bremer Roland“. Die Radsportler genossen die ausgelassene Stimmung auf dem Marktplatz, hatte doch „Werder Bremen“ den „FC Schalke 04“ mit 5:1 bezwungen. Der Gang durch die Böttchergasse, der heimlichen Hauptstraße Bremens sowie ein Besuch des „Schnoorviertels“ rundeten den erlebnisreichen und sportlichen Tag ab.

 

13.04.

Stationen

KM

HM

Fahrzeit

Brokhuchting, Tannen, Delmenhorst, Ganderkesee, Birkenheide, Havekost, Haidhäuser, Brettorf, Neerstedt, Westrittum, Amelhausen, Großenkneten, Sage, Garrel, Amerika, Staatsforsten, Cloppenburg, Sevelten, Elsten, Warnstedt, Hemmelte, Essen, Quakenbrück, Groß Mimmelage, Nortrup, Ankum, Ueffeln, Neuenkirchen, Westerkappeln

168

435

06:32:25

 

Für die Rückfahrt hatte Meyer eine „Westroute“ ausgearbeitet.

Um 8:50 Uhr saßen die Radler „im Sattel“. Der frühe Start hatte den Vorteil, dass die Straßen noch wie leergefegt waren. So kam die Gruppe gut durch die Vororte von Bremen. Aber die Radler spürten auch gleich ihren ständigen Begleiter für die Rückfahrt, nämlich den Gegenwind.

Vorbei an Ganderkesee ging es durch die „Oldenburger Geest“ zur ersten Station nach „Großenkneten“, dem Geburtsort von Stefan Remmler (Da, da, da….). Die Kulturfreaks in der Gruppe drängten auf eine Gedenkminute.

Über Cloppenburg ging es dann in südlicher Richtung auf Quakenbrück zu. In Warnstedt verließ man die geplante Route, um ein Regengebiet zu umfahren. Das glückte auch, und so konnte man in Quakenbrück die Frage der Betreuerinnen, „Seid ihr nass geworden?“, verneinen.

Die Stadt war bei einsetzendem Nieselregen fast menschenleer. Die erhoffte Begegnung mit den „Drachen“ fand somit nicht statt.

Nach einer kleinen Stärkung ging es über Nortrup weiter in bald bekanntes Terrain.

Die letzten Kilometer waren trotz der „Ankumer Höhe“ nur noch ein Schaulaufen für die Radsportler.

Traditionell wurde der „Frühjahrsroller“ nach 321 Kilometern im „Eiscafé Dolomiti“ mit einer Sonderportion „Spaghettieis“ abgerundet. Hier fand Abteilungsleiter Axel Münch mit, „Zwei Tage in dieser Form unterwegs zu sein ist wie eine Woche Urlaub!“, die richtigen Worte. Er bedankte sich vor allem bei Angelika und Martina für die aufgebrachte Geduld mit den Radlern und bei Friedel für die hervorragend ausgearbeitete Tour.

Einige Radler sprachen Friedel trotz der gerade erst beendeten Tour auf den Höhepunkt der Saison, die viertägigen Etappenfahrt auf die „Schwäbische Alb“ an. Friedel versprach kurzfristig die Ausschreibung auf den Weg zu bringen, machte aber deutlich, dass die Tour mit rd. 640 Kilometern aufgrund des Streckenprofils (rd. 7.000 HM) wesentlich schwerer wird.

Gruppe am „Martinianleger“ an der Weserpromenade
Empfang durch den bekanntesten Vertreter der Stadt
Absolutes Muss für die „Flüssigkeitsbalance“
Nur der frühe Vogel fängt den Wurm
Die guten Seelen des Radsportwochenendes
Fröhlicher Start zur Rückfahrt
Etwas „Paris-Roubaix“ in der Nähe von Brettorf
Formationsflug Richtung Heimat  
„Was uns wohl bei der Etappenfahrt erwartet?“  

 

16 Beinpaare strampeln am Frühsommertag 3.453 Kilometer

Eine ganze Region steht zu der Veranstaltung

Aufstellung in der Startzone

Da kommt Freude auf

Ingo Bünemann, Florian zur Mühlen und Hans-Peter Schüro (v.l.)  am „Ziel ihrer Träume“.

Lohn der Arbeit. Angelika Meyer, Ralf-Gunther Schmidt und Friedel Meyer (v.l.) mit isotonischem Getränk!

„Morgenstund hat Gold im Mund“

Tankstelle für Radsportler

Eine Panne gehört zum Radsport

So muss das Ziel zu erreichen sein!

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nachdem die international besetzte Radrundfahrt in den letzten zwei Jahren total verregnet war, konnten die Radsportler des THC in diesem Jahr einen wunderschönen Frühsommertag genießen. In der beginnenden Morgendämmerung machten sie sich auf den Weg, um pünktlich 05:56 Uhr mit 600 anderen Radsportlern die Strecke in Angriff zu nehmen. Insgesamt starteten 15.000 Radler zu der Rundfahrt, die seit 1947 ununterbrochen im niederländischen Bolsward durchgeführt wird.

 

Teilnehmer:
Hendrik, Ingo und Jan Bünemann, Dirk und Helga Conrad, Frank Ehrhardt, Stefan Hübner, Markus Koester-Vette, Frank Maiwald, Angelika und Friedel Meyer, Uwe Moldenhauer, Ralf-Gunther Schmidt, Hans-Peter Schüro, Detlef Winter, Florian zur Mühlen
 

Interessant ist die Veranstaltung insbesondere durch die Vielfalt der Räder. Da es keine Wettkampfveranstaltung ist, war am Start alles vertreten: Rennrad, Liegerad, Tandem, Hollandrad und Tretroller. Somit wird der Radsport hier einmal anders dargestellt. Nicht die Geschwindigkeit zählt, der Erlebnischarakter und die Geselligkeit stehen im Vordergrund. Viele der Teilnehmer sind kostümiert und zeigen auf diese Weise den Spaß an der Veranstaltung.

 

 
Nordschleife (137 Kilometer):

Witmarsum, Kimswerd, Harlingen, Franeker, Tzummarum, Vrauwenparochie, Holwerd, Dokkum, Birdaard, Leeuwarden, Dronrijp, Winsum, Kubaard, Hichtum, Bolsward.

 

Südschleife (97 Kilometer):
Nijland, Sneek, Ijlist, Spannenburg, Sloten, Balk, Oudemirdum, Mirns, Stavoren, Hindeloopen, Workum, Parrega, Bolsward.
 
Begleitet vom Applaus tausender Zuschauer und den Klängen diverser Musikkapellen ging es zuerst auf die 137 Kilometer lange Nordschleife entlang der Nordsee zum Wendepunkt Dokkum. Hier herrschte ein Flair wie bei der „Tour de France“. Die THCler fanden direkt in der Fußgängerzone ein nettes Café und stärkten sich mit Kuchen und Cappuccino. Sie genossen in der Mittagssonne die Atmosphäre der besonderen Radsportveranstaltung.
Mit Rückenwind ging es dann zurück zum Startort Bolsward. Die Jungendlichen Hendrik und Jan Bünemann sowie Frank Maiwald hatten hier ihr Ziel erreicht. Besonders beeindruckend die Leistung von Jan, war es doch seine erste längere Radtour. Aber mit der Unterstützung von Vater und Bruder meisterte er die Tour ausgesprochen gut.
Für die anderen THCler war das Wetter Ansporn genug, um auch noch die Südschleife über weitere 97 Kilometer in Angriff zu nehmen. Sie ist geprägt durch die „Sneeker Seenplatte“ und führte die Sportler bis ans Ijsselmeer. Dank der überall präsenten Polizei hatten die Radsportler immer freie Fahrt und wurden nur zweimal durch geöffnete Zugbrücken gestoppt. Bei den vielen Wasserstraßen in den Niederlanden kein Wunder.
Ab Oudemirdum ging es dann direkt am Ijsselmeer entlang durch so schöne Orte wie Stavoren und Hindeloopen. Jetzt bekamen es die Radsportler mit den „holländischen Bergen“, dem Wind zu tun. Angespornt durch die in den Städten herrschende Volksfeststimmung wurden die letzten 65 Kilometer aber auch noch locker abgespult. Nicht selten hörten die THCler dabei anerkennende Bemerkungen wie: „Oh, welch eine gute geschlossene Formation“.
Gemeinsam erreichte die Gruppe das Ziel Bolsward und genoss die letzten 500 Meter, die wie bei der „Tour de France“ abgesperrt waren. Eine Maßnahme, die bei der Masse an anfeuernden Zuschauern auch erforderlich war.
Am Ziel wurden die Teilnehmer mit der Medaille „Elfsteden Rijwieltocht Bolsward“ ausgezeichnet. Spätestens da waren Anstrengung und Müdigkeit verflogen und der Gedanke an eine Teilnahme im nächsten Jahr keimte auf. Einhellig waren sich die THCler einig: hier muss man zum „Wiederholungstäter“ werden.