16 Beinpaare strampeln am Frühsommertag 3.453 Kilometer

Eine ganze Region steht zu der Veranstaltung

Aufstellung in der Startzone

Da kommt Freude auf

Ingo Bünemann, Florian zur Mühlen und Hans-Peter Schüro (v.l.)  am „Ziel ihrer Träume“.

Lohn der Arbeit. Angelika Meyer, Ralf-Gunther Schmidt und Friedel Meyer (v.l.) mit isotonischem Getränk!

„Morgenstund hat Gold im Mund“

Tankstelle für Radsportler

Eine Panne gehört zum Radsport

So muss das Ziel zu erreichen sein!

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nachdem die international besetzte Radrundfahrt in den letzten zwei Jahren total verregnet war, konnten die Radsportler des THC in diesem Jahr einen wunderschönen Frühsommertag genießen. In der beginnenden Morgendämmerung machten sie sich auf den Weg, um pünktlich 05:56 Uhr mit 600 anderen Radsportlern die Strecke in Angriff zu nehmen. Insgesamt starteten 15.000 Radler zu der Rundfahrt, die seit 1947 ununterbrochen im niederländischen Bolsward durchgeführt wird.

 

Teilnehmer:
Hendrik, Ingo und Jan Bünemann, Dirk und Helga Conrad, Frank Ehrhardt, Stefan Hübner, Markus Koester-Vette, Frank Maiwald, Angelika und Friedel Meyer, Uwe Moldenhauer, Ralf-Gunther Schmidt, Hans-Peter Schüro, Detlef Winter, Florian zur Mühlen
 

Interessant ist die Veranstaltung insbesondere durch die Vielfalt der Räder. Da es keine Wettkampfveranstaltung ist, war am Start alles vertreten: Rennrad, Liegerad, Tandem, Hollandrad und Tretroller. Somit wird der Radsport hier einmal anders dargestellt. Nicht die Geschwindigkeit zählt, der Erlebnischarakter und die Geselligkeit stehen im Vordergrund. Viele der Teilnehmer sind kostümiert und zeigen auf diese Weise den Spaß an der Veranstaltung.

 

 
Nordschleife (137 Kilometer):

Witmarsum, Kimswerd, Harlingen, Franeker, Tzummarum, Vrauwenparochie, Holwerd, Dokkum, Birdaard, Leeuwarden, Dronrijp, Winsum, Kubaard, Hichtum, Bolsward.

 

Südschleife (97 Kilometer):
Nijland, Sneek, Ijlist, Spannenburg, Sloten, Balk, Oudemirdum, Mirns, Stavoren, Hindeloopen, Workum, Parrega, Bolsward.
 
Begleitet vom Applaus tausender Zuschauer und den Klängen diverser Musikkapellen ging es zuerst auf die 137 Kilometer lange Nordschleife entlang der Nordsee zum Wendepunkt Dokkum. Hier herrschte ein Flair wie bei der „Tour de France“. Die THCler fanden direkt in der Fußgängerzone ein nettes Café und stärkten sich mit Kuchen und Cappuccino. Sie genossen in der Mittagssonne die Atmosphäre der besonderen Radsportveranstaltung.
Mit Rückenwind ging es dann zurück zum Startort Bolsward. Die Jungendlichen Hendrik und Jan Bünemann sowie Frank Maiwald hatten hier ihr Ziel erreicht. Besonders beeindruckend die Leistung von Jan, war es doch seine erste längere Radtour. Aber mit der Unterstützung von Vater und Bruder meisterte er die Tour ausgesprochen gut.
Für die anderen THCler war das Wetter Ansporn genug, um auch noch die Südschleife über weitere 97 Kilometer in Angriff zu nehmen. Sie ist geprägt durch die „Sneeker Seenplatte“ und führte die Sportler bis ans Ijsselmeer. Dank der überall präsenten Polizei hatten die Radsportler immer freie Fahrt und wurden nur zweimal durch geöffnete Zugbrücken gestoppt. Bei den vielen Wasserstraßen in den Niederlanden kein Wunder.
Ab Oudemirdum ging es dann direkt am Ijsselmeer entlang durch so schöne Orte wie Stavoren und Hindeloopen. Jetzt bekamen es die Radsportler mit den „holländischen Bergen“, dem Wind zu tun. Angespornt durch die in den Städten herrschende Volksfeststimmung wurden die letzten 65 Kilometer aber auch noch locker abgespult. Nicht selten hörten die THCler dabei anerkennende Bemerkungen wie: „Oh, welch eine gute geschlossene Formation“.
Gemeinsam erreichte die Gruppe das Ziel Bolsward und genoss die letzten 500 Meter, die wie bei der „Tour de France“ abgesperrt waren. Eine Maßnahme, die bei der Masse an anfeuernden Zuschauern auch erforderlich war.
Am Ziel wurden die Teilnehmer mit der Medaille „Elfsteden Rijwieltocht Bolsward“ ausgezeichnet. Spätestens da waren Anstrengung und Müdigkeit verflogen und der Gedanke an eine Teilnahme im nächsten Jahr keimte auf. Einhellig waren sich die THCler einig: hier muss man zum „Wiederholungstäter“ werden.