THC-Radler bezwingen „Königin der Alpenstraßen“

Der Weg ist das Ziel. Die kehrenreiche Anfahrt zum „Stilfser Joch“.

Die THCler mit Gastfahrer warten auf den Startschuss. Ralf-Gunther Schmidt, Ralf Kretzschmar, Friedel und Ulrich Meyer (v.r.) sind in Gedanken schon auf dem „Dach der Tour“.

 

 

Der kleine Skiort Nauders (A) am Reschenpass war für Radsportler am 22.06. wieder einmal der Nabel der Welt. Dort fand der 15. „Dreiländergiro“ statt. Eine Veranstaltung, die die Radsportler durch Österreich, Italien und die Schweiz führt.



Vom THC gingen Angelika Meyer, Friedel Meyer, Ulrich Meyer, Ralf-Gunther Schmidt und Hans-Peter Schüro an den Start.

 

 

Hans-Peter Schüro, Angelika Meyer, Ralf-Gunther Schmidt und Friedel Meyer nach einer tollen Leistung im Ziel.

Die Radsportler konnten sich zwischen zwei Strecken (134 KM mit 2.020 HM; 168 KM mit 3.300 HM) entscheiden. Das erste Teilstück ging für alle Teilnehmer vorbei am Reschensee durch das Obervintschgau bis nach Schluderns (I). In Glurns war dann die Streckenteilung. A. Meyer und H.-P. Schüro wählten die kurze Strecke und somit den direkten Weg nach Sta. Maria im Münstertal.

Der Blick auf Sta. Maria und den Anstieg zum „Ofenpass“.



Die anderen THCler fuhren ein Tal weiter, um in Prad den Anstieg zum „Stilfser Joch“ (2.757 m) in Angriff zu nehmen. Eine Herausforderung der besonderen Art. Auf 26 Kilometern waren 1.842 Höhenmeter zu bewältigen, und das mit Steigungen bis zu 16 Prozent. Nach 48 Haarnadelkehren waren die Radsportler auf dem „Dach der Tour“ und wurden mit einem grandiosen Blick auf den „Ortler“ (3.905 m) und die ihn umgebenden Gletscher für die Schinderei beim Aufstieg belohnt. Die Abfahrt nach Sta. Maria war aufgrund des schlechten Straßenbelags kein Vergnügen. Ein Teilstück von 2,6 Kilometer war nur geschottert und forde

rte höchste Aufmerksamkeit von den Sportlern.

 

Angelika Meyer und Hans-Peter Schüro beim Anstieg zum „Reschenpass“.

Umso schöner dann am Ende der Abfahrt der Blick in das Münstertal und auf die Straßenführung in Richtung „Ofenpass“ (2.149 m), der zweiten Herausforderung des Tages. Der Pass bekam seine Schwierigkeit durch die enorme Hitze in der Mittagszeit. Hier verloren die Radler viele Schweißtropfen und Körner. Die Verpflegungsstation auf dem Pass wurde daher auch von keinem ausgelassen.

 

Angelika Meyer und Hans-Peter Schüro beim Anstieg zum „Reschenpass“.

Die lange Abfahrt nach Zernez war eine Entschädigung für die vorangegangenen Anstrengungen. Die Radler waren jetzt im Unterengadin und fuhren entlang des Inn bis zum Grenzort Martina. Dort hieß es dann noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, um mit der „Norbertshöhe“ den letzten Anstieg über 6 Kilometer mit einer Durchschnittssteigung von 6,2 Prozent zu meistern. Oben angekommen konnten die Radler dann den Blick auf Nauders genießen.


Zwei Besonderheiten sind erwähnenswert:

Beim Start sprach der Pfarrer von Nauders mit „Ich segne alle die hier am Start sind. Aber davon nur jene, die heute ohne Dopingmittel antreten. Ohne EPO, aber mit Gottes Segen“ deutliche Worte.


Bei der Zieleinfahrt begrüßte der Moderator alle Finisher mit Namen. Nach den Strapazen ein besonders schöner Moment für die Teilnehmer.


Die THCler waren sich beim Abendessen im „Hotel Maultasch“ einig, dass sich die Tour in das Dreiländereck gelohnt hat. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.