Ein starkes Team mit Gästen und Begleiterinnen.Die Radprofis sprechen bei der in Kürze stattfindenden Lombardei-Rundfahrt von der „Tour der fallenden Blätter“, passend zum Herbst.
Die THCler Michael Hamer, Monika Helmich, Hans-Hermann Koch, Jörn Kuhlenbeck, Detlev Lammers, Martin Loreck, Friedel Meyer, Thorsten Reichelt und Ralf-Gunther Schmidt hatten am letzten Wochenende mit dem „Herbstroller“ eine zweitägige Tour und konnten dabei schon die herbstliche Natur genießen.
Als Gäste waren Angelika Berger, Helmut und Margarethe Höcker aus Bawinkel dabei und begleitet/betreut wurde das Team von Angelika Meyer und Margitta Reichelt.

Per Rad ging es zuerst nach Osnabrück, um dann mit der NordwestBahn Bad Oeynhausen anzusteuern und somit schnell das bekannte Trainingsgebiet zu verlassen. Kaum hatte man den Zug verlassen setzte leichter Nieselregen ein, der zum Glück aber warm war. Die ersten Kilometer nach Rinteln wurden in einer Gruppe zurückgelegt. Hierbei konnte jeder seine Form testen und sich dann für eine der von Friedel ausgearbeiteten Routen entscheiden; 126 Kilometer (825 HM) relativ kurz und flach, oder 156 Kilometer (1.645 HM) etwas länger und knackiger.
Der 1. Gruppe unter der Führung des erfahrenen Guides Michael schlossen sich Angelika B., Margarethe, Monika und Ralf-Gunther an. Sie steuerten auf schönen Wegen entlang der Weser das Zwischenziel in Holzminden an und trafen dort wie geplant Angelika M. und Margitta.

Martin, Jörn, Helmut und Thorsten (v.l.) bei der Abnahme zum  „Trail-Diplom“.Bei Detlev (re.) hat der Pannenteufel zugeschlagen.Die 2. Gruppe mit Detlev, Friedel, Helmut, Jörn, Martin und Thorsten wählte die etwas knackigere Tour. Durch das Auetal ging es in Richtung der Bückeberge und schon wurde allen klar, das wird heute kein „Ponyreiten“. Spätestens in Haddessen im „Süntel“ wurde das zur Gewissheit. Die Gruppe kam von der geplanten Strecke ab und fuhr (!) auf die „Hohe Egge“, die mit 440 Metern höchste Erhebung mit dem „Süntelturm“. Die Wegbeschaffenheit wurde immer schlechter je höher man kam, aber keiner der Gruppe wollte zurück. Nach 5 Kilometern war man am Scheitelpunkt angekommen und nach weiteren 3 Kilometern bei Unsen wieder auf asphaltierter Strecke. Kommentare wie: „Das waren meine langsamsten Kilometer mit dem Rennrad“ bzw. „Die Passage zeigt und fördert den Charakter“ sagen alles.

Zwischenstopp nach der Offroadpassage beim „Lebensretter“ in Bad Pyrmont.Schnell ging es auf direktem Weg nach Hameln, denn der Magen knurrte und in den kleinen Orten gab es zum Leidwesen der Radler keine Bäckerei.
Direkt am Rathaus wurde eine Pause eingelegt und die Entscheidung gefällt, auf das Treffen mit den anderen Radlern in Holzminden zu verzichten und das „Hotel Klosterkrug“ in Marienmünster ohne Umwege anzusteuern. Kurz vor Bad Pyrmont schlug dann bei Detlev auch noch der Pannenteufel zu. Aber schnell war der Schaden behoben. Wie ursprünglich auch vorgesehen war man um 16:55 Uhr pünktlich am Hotel und wurde von der schon geduschten 1. Gruppe empfangen.
Alles will wieder gerichtet sein!Kurze Radpflege mit einem Gartenschlauch und fast alles war vergessen.
Der Tag klang mit einem hervorragenden Essen und netten Gesprächen aus. Schnell war die Regenfahrt mit der Sonderprüfung zum „Trail-Diplom“ vergessen!

Das Benediktinerkloster „Abtei Marienkloster“.Sonntag sah die Welt beim Start zur Rückfahrt schon wieder ganz anders aus. Die Wolkendecke riss schnell auf und die Teilnehmer bekamen das hügelige Weserbergland zu Gesicht. Auf direktem Weg ging es über Steinheim, Bad Meinberg und vorbei an Lage gen Heimat. Kurz hinter Fissenknick gab es dann ein „Knack“. Hans-Hermann und Detlev nutzen gutgelaunt die „Speichenpause“.Speichenbruch bei Jörn, für ihn war die Fahrt damit vorbei. Jetzt zeigte sich die Qualität des Betreuerteams. Schnell waren Angelika und Margitta da und nahmen Jörn mit auf die Rückreise. Das Weserbergland, ein Paradies für Radsportler.Es sollte die einzige aufregende Aktion an dem Tag bleiben. Noch ein kurzer Verpflegungsstopp in Leopoldshöhe und schon war man wieder auf bekanntem Terrain. Bei leichtem Schiebewind erreichte man Westerkappeln schon um 16:15 Uhr und damit deutlich früher als geplant. Die Teilnehmer hatten da insgesamt 284 Kilometer auf dem Tacho.Michael führt das Feld an, Windschattenfahrt suboptimal!
Nach der lockeren Rückfahrt hatten Angelika B. und Margarethe die Idee, den Rückweg nach Bawinkel noch per Rad anzugehen. Nach gefahrenen 136 Kilometern noch mal 50 dazu, eine stolze Leistung!