Stefan Hübner, Achim Marin, Stephan Kotschi und Jürgen Hehemann (v.r.) im Moab des OstensIhr jährlicher MTB-Sommerroller führte die THC´ler Jürgen Hehemann, Stefan Hübner, Stephan Kochi und Achim Marin dieses Mal nach Christ Himmelfahrt drei Tage in die alte Bergbaustadt Thale im Ostharz als Ausgangspunkt ihrer Tagestouren.
Die erste Tour, der „Teufelmauerritt“, führte die Mounties ins hügelige, nordöstliche Harzvorland. Im trockenen Wetterschatten des Harzes liegt hier eine durch Erosion des Sandsteins entstandene Landschaft, die geprägt ist durch skurrile, windschiefe und oft kahle Steintürme und Hänge, deren Hügelrücken und Abbruchkanten an Mauern bzw. von Riesen geschaffene Skulpturen erinnern. Auf immer wieder neuen Singletrails führte der Weg vorbei an Felsformationen mit klingenden Namen wie „Teufelmauer“, „Thekenberg“, „gläserner Mönch“ oder „Hamburger Wappen“, so dass schnell klar wurde, warum dieses MTB-Revier in Anlehnung an die Felsformationen im US-Bundesstaat Utah auch als das Moab des Ostens bezeichnet wird.

Stefan Hübner genießt die „Bodetal-Panorama-Tour“Die zweite Tour, die „Talsperrenrunde“, folgte dann dem Lauf des Flüsschens Bode in die Tiefen der Wälder des Unterharzes, um dann auf einsamen Wegen die Rappbodetalsperre im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt zu umrunden. Die Bode, die die Mounties am Vortag auf dem Weg in die Weltkulturerbestadt Quedlinburg noch friedlich-lieblich begleitet hatte, zeigte nun in den Bergen ein ganz anderes, wildes Gesicht. In dutzenden Schleifen hat ihr Wasser ins Gelände eine teilweise enge Schlucht gefräst, die alpine Dimensionen erreicht. Fast 300 Meter hoch ragen die Wände am Ausgang des Canyons steil in die Höhe. Für Material und Mounties waren insbesondere die Abfahrten auf den steinigen und zum Teil verblockten Wegen entlang des Bodetals eine technische Herausforderung und ein Highlight zugleich.

Stephan Kotschi nimmt jedes HindernisAusklingen ließen die Mounties am letzten Tag ihren Sommerroller mit einer „Bodetal-Panorama-Tour“, die die Mounties auf die das Bodetal einrahmenden Berge zum „Hexentanzplatz“ und zum Aussichtspunkt Schöneburg führte. Die morgendliche Kletterpartie wurde immer wieder mit atemberaubenden Blicken ins das Bodetal und auf Thale belohnt.
Achim Marin und Jürgen Hehemann (v.r.) auf dem Trail entlang der BodeNach 150 Kilometern Wegstrecke und um die 3000 Höhenmetern ohne technischen Defekt und fast ohne Sturz – nur Achim kollidierte mit einem Reh - stand das Fazit der Mounties fest: Thale und das Bodetal sind eine Reise wert.