Während der Vorbereitung waren Sabine und Tom noch guter Dinge.Die THCler Sabine und Tom Heiber haben im Januar Startplätze für das alle vier Jahre stattfindende Super-Brevet London-Edinburgh-London ergattert und sich (soweit es ein normaler Berufsalltag zulässt) umfangreich und akribisch darauf vorbereitet:
Es wurden „Kilometer gefressen, Schlafentzug erprobt, Strategien geplant / verworfen / neu geplant usw.“
Nun ist es soweit, am Sonntag 30. Juli starten im Zeitraum vom 5:00 bis 18:00 Uhr etwa 1.500 Radsportler aus mehr aus 50 Ländern auf diese „Reise durch England und an die eigenen Grenzen“.
Einer dieser Randonneure wird auch Tom sein. 

Moment mal! Waren das nicht gerade noch Sabine und Tom die an den Start gehen wollten? Ha, hier kommen wir zu „Planung ist das halbe Leben“, denn nicht alles ist planbar.
Jetzt muss Tom das Abenteuer alleine angehen.Nachdem S
abine sich in der Vorbereitung nicht durch eine hartnäckige Bronchitis, wiederkehrende Rückenprobleme und unerwartet viele Dienstreisen hatte aus der Bahn werfen lassen, musste sie sich nun der schwersten aller Randonneursprüfungen schon vor dem Start stellen: „zu wissen, wann Eifer und Ehrgeiz enden müssen und der Verstand siegen muss“.
Nachdem massive Sitzprobleme schon die letzten Vorbereitungswochen deutlich beeinträchtigt hatten zeigten auch die letzten Tests: schmerzfrei fahren geht kaum länger als zwei Stunden!
Extrapoliert man das nun auf geschätzte 75h im Sattel (mehr oder minder nonstop), kann jeder Radsportler schnell 1+1 zusammenzählen. Seit Dienstag ist es leider amtlich und offiziell, es geht nicht. Schöne Schei...., aber alternativlos.
Hut ab vor dieser Entscheidung und gleich noch einmal „Hut ab die Zweite“. Sabine bleibt der Veranstaltung erhalten und wird nun als freiwillige Helferin dem Veranstalter an zwei Kontrollstellen behilflich sein. Sie wird u.a. die müden Fahrer mit Verpflegung, Schlafstätte, guten Worten usw. unterstützen. Auch das ist ein Tag- und Nachtjob und verdammt aufreibend.

Planung ist das halbe Leben! Das sollte zum „Überleben“ reichen!Somit sind auch für Tom fast alle Planungen (gemeinsame Fahr- und Schlafstrategie, gemeinsam ausgeklügelte Punkte für das vom Veranstalter transportierte Gepäck) hinfällig geworden und es gilt zu improvisieren. Aber auf so einer langen Distanz ist jede Planung eh nur gültig bis sie über den Haufen geworfen wird!
Geblieben ist der Startzeitpunkt: Um 12:30 Ortszeit wird Tom als Fahrer Y17 auf die 1.430 km lange Reise gehen und hoffentlich irgendwann zwischen Donnerstagabend und Freitag in der Früh wieder gesund in London ankommen. Ob er würdig die Farben des THC vertritt kann man prüfen im live-tracking der Veranstalter-Homepage https://londonedinburghlondon.com/tracking-rider/.
Wer neben nackten Informationen, die es auf der Homepage zu Genüge gibt, einmal einen kleinen Einblick in das „Leben und Leiden der Fahrer“ haben möchte, findet einige bewegte Bilder aus 2013 unter http://www.madegood.com/london-edinburgh-london/

Die erste Hürde ist genommen. Tom ist auf der Insel angekommenGood luck Tom und Sabine! Das wünschen die Radsportler/innen des THC Westerkappeln, die von einem erfolgreichen Verlauf des Abenteuers überzeugt sind!
Kommt gesund und mit vielen tollen Erlebnissen „im Gepäck“ zurück! Wir werden Euch begleiten, die Daumen drücken und freuen uns schon auf den Bericht nach dem erfolgreich verlaufenen Abenteuer.