Das „Kampfgebiet“ der THClerDer „Krusnoton“ ist eine Radsportveranstaltung in Teplice (CZ), bei der 2010 erstmals der Startschuss fiel und Strecken von 110 (1.500HM), 180 (3.500HM) bzw. 250 (4.900HM) Kilometer zurückzulegen sind. In diesem Jahr gingen die THCler Ralf Kaminski, Angelika u. Friedel Meyer sowie Jürgen Rottmann an den Start.

Auf den Radmarathon aufmerksam wurden sie durch einen Bericht im Fachmagazin „Tour“. Da stand u.a. geschrieben:
„größte Veranstaltung für Hobby-Radler in Tschechien; noch nicht überlaufen; Erzgebirge mit heftigen Anstiegen; verkehrsarme Straßen; wunderschöne Landschaften; nicht hoch, aber hochprozentig; anstrengender als der „Ötzi““.
Alles Eigenschaften, die förmlich nach einer Teilnahme schrien.

Jürgen Rottmann, Ralf Kaminski u. Friedel Meyer (v.l.) gut gelaunt am StartSamstag um 7:00 Uhr hatte das Kribbeln für Jürgen, Ralf und Friedel ein Ende, in der Fußgängerzone „Krupská Straße“ wurden ca. 200 RadlerInnen unter Musik und Anfeuerung vieler Zuschauer auf die 250er-Schleife geschickt. Für Angelika ging es zusammen mit den 180ern um 10:00 Uhr los. Das Feld war rd. 800 FahrerInnen stark.
Super Ausschilderung, aber Motivation??

Die ersten 30 Kilometer verliefen recht moderat, wenn man von den kleinen 10-Prozentern im „Böhmischen Mittelgebirge“ absieht. Aber schnell waren die Ausläufer des „Erzgebirges“ erreicht und es ging richtig los.

Friedel hat eine „Synapse“ (Slatka aus Teplice) getroffenIm Roadbook war die Rede von „Die fünf Heiligen“. Es sind die kräftigsten Anstiege der langen Runde, die allein eine Länge von insgesamt 28 Kilometer haben und bei denen der Gesamtanstieg 2.070 Meter (Ø 7,4%) beträgt. Der erste dieser „Heiligen“ kam nach 43 Kilometern bei Jilové, war 4,1 km lang mit einer Durchschnittssteigung von 8,3%. Er riss das Feld auseinander und zeigte den Teilnehmern gleich wo „der Hammer hing“!

Ralf Kaminski (l.) und Jürgen Rottmann auf der Hochebene bei Nové MestoWer will sich da noch verfahren?Weitere Einzelheiten hier zu schildern würde bei den gewonnenen Eindrücken den Rahmen sprengen. Wer Details erfahren möchte, der sollte die Jungs ansprechen.
Stichworte:
„Hammerhart; super Landschaft; traumhafte Ausblicke; gute Straßen (bis auf das Naturschutzgebiet um Nové Mesto); berauschende Abfahrten; klasse Verpflegung“

Etwas muss aber besonders erwähnt werden:
An keiner Kreuzung oder Abbiegung mussten die Radsportler warten. Immer standen dort ausreichend Helfer, die den gesamten Verkehr stoppten, selbst wenn nur ein Radler ankam. Irre, und in Deutschland undenkbar!
Für die Teilnehmer waren das somit ideale Voraussetzungen, um trotz der Anstrengungen einen wunderschönen Sporttag zu erleben.

Die THCler hatten sich zum Ziel gesetzt, die Tour gemeinsam zu bewältigen und Teplice im Zeitlimit von 12:30 Std. zu erreichen. Das haben sie mit einer Nettozeit von 10:56:28,7 Std. erreicht. Trotz ausladender Pausen rollten sie noch mit rd. 30 Minuten „Luft“ gemeinsam über die Ziellinie.
Hier wurden sie von Angelika empfangen, die die Strecke auch gut bewältigt hat.
Die THClerIn Jürgen Rottmann, Ralf Kaminski, Angelika u. Friedel Meyer (v.r.) gutgelaunt im ZielNach einer Stärkung und mit einem Gastgeschenk in der Hand ging es für die Truppe ins Hotel. Der Abend war dann recht kurz!

So kann man es aushalten. Cappu nach dem Frühstück bei bestem Wetter auf der Terrasse.Der Sonntag diente dann ausschließlich der Erholung. Lockerer Spaziergang durch den schönen Park, Besichtigung kultureller Bauten und natürlich die Nachsorge mit Kohlenhydrate standen auf dem Programm. Letzteres war das reinste Vergnügen, auch vor dem Hintergrund des „Preis- Leistungsverhältnisses“.
Schon jetzt steht für die vier THCler fest, das Wochenende „Krusnoton“ in 2018 ist geblockt!