THC-Herbstroller (v.l.) Detlev Lammers, Jörn Kuhlenbeck, Frank Westerfelhaus, Ralf-Gunther Schmidt, Martin Loreck, Friedel Meyer und Angelika MeyerWenn die Kirmesfeste in unserer Region gewesen sind, die Blätter der Bäume sich bunt färben und die Landwirte die Felder schon wieder gepflügt haben, dann führt die Radsportabteilung ihren „Herbstroller“ durch.
In diesem Jahr machten sich Jörn Kuhlenbeck, Detlev Lammers, Martin Loreck, Friedel Meyer, Ralf-Gunther Schmidt und Frank Westerfelhaus auf den Weg nach Helminghausen, einem kleinen Ort im „Naturpark Diemelsee“. Betreut und logistisch begleitet wurden sie von Angelika Meyer.
Per Rad ging es im Frühnebel zuerst nach Osnabrück, um dann mit der Westfalenbahn Altenbeken anzusteuern und somit schnell das bekannte Trainingsgebiet zu verlassen. Die Fahrt war kurzweilig, denn die Radler mussten sich u.a. für eine der drei von Friedel ausgearbeiteten Routen (171km/1.900HM – 144km/1.600HM – 116km/1.300HM) entscheiden. Nach kurzer Diskussion entschied man sich für die mittlere Tour, mit der Bemerkung „wenn das nicht reicht, umrunden wir noch kurz den „Diemelstausee“ und kommen so auch auf 164 Kilometer“.

Ideale Straßenverhältnisse für die THClerIn Altenbeken angekommen wurden die Gesichter länger, es hatte geregnet und die Straßen waren nass. Gleich griff ein Alternativplan, für eine kleine Stärkung wurde vor dem eigentlichen Start das Café Mertens angesteuert.
Dann ging es los, auf überwiegend ruhigen Straßen durch das „Oberwälder Land“ kam man zuerst nach Beverungen und damit an die Weser. Bis dort hatte man schon drei knackige Anstiege zu bewältigen. Zum Glück regnete es nicht, nur das „Wasser von unten“ wurde von den Radlern bemängelt. Aber da hatte man schnell einen Schuldigen ausgemacht und alles war gut!
Entlang der Weser ging es dann 11 Kilometer auf dem einzigen längeren Flachstück nach Bad Karlshafen, dem Mündungsort der „Diemel“. Weseridylle am Dreiländereck Bad KarlshafenFür die Radler war sie bis zum Ziel wie ein roter Faden. Für eine Pause war es noch zu früh, und so ging es weiter durch den „Staatsforst Karlshafen“, 6,8 Kilometer und auf dem Teilstück störten nur 4 Autos die beschauliche Ruhe!

In Trendelburg knurrte den Teilnehmern dann nach rd. 70 Kilometern doch der Magen. Der richtige Zeitpunkt für eine Rinderkraftbrühe, zwei Radler (??) hielten auch „Leberkäs mit Spiegelei und Pommes“ für angebracht. Gut gestärkt ging es dann bei stets besser werdendem Wetter immer entlang der „Diemel“ bis Warburg. Obwohl das nur 29 Kilometer waren, war der Stopp hier ein Pflichtprogramm. Begrüßt wurden die Radler in dem schönen Städtchen von einem Lehrgangskollegen von Friedel. Ein kurzer Cafébesuch mit Cappu und Kuchen, dann ging es auf die letzten rd. 47 Kilometer.
Martin Loreck (r.) und Friedel Meyer nach der BergwertungDie hatten es aber noch in sich, besonders der knackige Anstieg in Marsberg (15%) dürfte den Teilnehmern in Erinnerung bleiben. Aber die Stimmung war gut und Kräfte waren auch noch vorhanden. So wurde der vorletzte Anstieg hinter Giershagen sogar noch für eine „Bergwertung“ genutzt!
Ab Padberg konnte man es dann (fast) rollen lassen und die Radler wurden bei schon einsetzender Dämmerung von Angelika vor dem „Gasthof zum Diemeltal“ empfangen.

Frank Westerfelhaus (l.) und Jörn Kuhlenbeck checken die Weltlage„Mist“ ist nicht gleich „Mist“Zum Ablauf des Abends ist nicht viel zu sagen, denn die THCler waren nach der „welligen Tour“ (6:58 Std.; 162 km; 1.908 HM) doch etwas geschafft. Aber bereits mit dem Abendessen begann die Regeneration. Die gereichte Nahrung in fester und flüssiger Form war super und alle waren sich in der Beurteilung einig:
„Eine Fuhre Mist muss nicht Mist sein!“

Nach einem guten Frühstück saß man Sonntag um 09:00 Uhr wieder auf dem Sattel. Ein Gruppenfoto am „Diemelsee“ und sofort standen zwei kräftige Steigungen mit bis zu 13 Prozent auf dem Programm. Schnell war man warm, bei leichtem Hochnebel auch nicht schlecht. Nach 8 Kilometern war aber der schwierigste Streckenabschnitt auch schon geschafft und bei Rösenbeck (B7) hatte man die „Briloner Hochebene“ erreicht. Ab da ging es leicht bergab bzw. flach u.a. durch das „Almetal“ nach Weine. Der kleine Anstieg nach Heddinghausen wurde von den THCler kaum wahrgenommen und nach 71 Kilometern war man in Langenberg (B55). Hier hatte Angelika für den Zwischenstopp das „Café Zur Linde“ gefunden, das eine Weiterfahrt schwermachte. Für die THCler keine ThemaKein Wunder, denn der schöne Biergarten war bei herrlichem Sonnenschein wie eine Oase und das Kuchenbüfett ließ keine Wünsche offen.

Aber man musste trotzdem weiter und die Zeit drängte, denn Frank wollte noch seiner Bürgerpflicht nachkommen und vor 18:00 Uhr im Wahllokal sein. Gestärkt und gut gelaunt wird der letzte Abschnitt in Angriff genommenDafür hatten seine Sportkameraden Verständnis und so ging es flott weiter über Oelde und Warendorf zur letzten kurzen Rast in Glandorf. Eine letzte Rast in GlandorfEin Spaghettieis zur Stärkung und auf zum letzten kleinen Hügel, dem „Malepartus“ in Lienen. Nach den bis dort zurückgelegten Kilometern war das für die THCler aber nur noch ein Sandhaufen!
Pünktlich war man zurück in der Heimat (5:56 Std.; 161 km; 935 HM) und Martin zog ein Fazit, dem keiner widersprach:
„Das war ein super Wochenende mit zwei schönen Touren. Bergig fahren macht deutlich mehr Spaß als Flachetappen, ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“