Regeln für das Training und Tourenfahrten

Um sicherzustellen das der Trainingsbetrieb in allen Gruppen in etwa gleich abläuft, wurden folgende Regeln (alphabetische Sortierung) aufgestellt.

Fahrweise
Für das Fahren im Pulk gibt es bestimmte Regeln:
Es wird maximal in Doppelreihe gefahren. Das ist nach den bestehenden Verkehrsvorschriften erlaubt.
Um richtig im „Windschatten“ fahren zu können, kann die rechte Fahrbahn maximal bis zur Mitte (Mittelstreifen bzw. gedachte Linie) genutzt werden. Das gilt auch bei Führungswechseln.
Bei schmalen Wirtschaftswegen kann unter Berücksichtigung des Verkehrs die ganze Straße genutzt werden.
Der Abstand zum Straßenrand sollte ca. 80 cm betragen, um so genügend Sicherheitsreserven (z.B. überholende Fahrzeuge) zu haben.

Streckenprofile

  1. Ebene
    Bei flachem Streckenprofil fährt die Gruppe zusammen. Das Tempo richtet sich nach dem vermeintlich „schwächsten“ Fahrer.
  2. Anstiege
    Mäßige Anstiege (Hügel
    ) werden im Verband genommen.
    Bei steileren Anstiegen kann der Gruppenleiter das Feld „freigeben“. Er bestimmt den Punkt (Kuppe, Kreisel, u.a.), an dem sich die Gruppe wieder zusammenschließt. Die Weiterfahrt bestimmt nur der Gruppenleiter unter Berücksichtigung einer Regenerationszeit für den zuletzt ankommenden Fahrer.
  3. Abfahrten
    Mäßige Abfahrten
    werden im Verband gefahren. Die Teilnehmer behalten ihre Position bei.
    Steilere Abfahrten werden aus Sicherheitsgründen einzeln gefahren.

    Wie abgefahren wird bestimmt der Gruppenleiter.

Führungswechsel

  1. Einerreihe
    Der führende Fahrer fährt „in den Wind“ heraus und lässt sich möglichst schnell an das Ende der Gruppe zurückfallen.
    Bei Windstille erfolgt der Führungswechsel zum Straßenrand.
  2. Doppelreihe
    Es wird i.d.R. gleichzeitig abgelöst. Die führenden Fahrer scheren nach außen (möglichst versetzt) aus und bilden so für die Gruppe eine Gasse.
    Es kann auch einzeln gewechselt werden.
    Die Führenden lassen sich auch hier möglichst schnell ans Ende abfallen.

Wichtig:

  • Beim Führungswechsel löst sich der führende Fahrer durch zwei bis drei Tritte von
    der Gruppe. Damit schafft er einen gewissen Sicherheitsabstand für das Manöver.
  • Der die Führung übernehmende Fahrer muss im gleichen Tempo weiterfahren damit die Gruppe gleichmäßig weiterrollt. Also nicht ruckartig das Tempo anziehen oder nachlassen.

Gastfahrer
Beim THC ist jeder Fahrer herzlich willkommen.
Er hat sich jedoch an die Regeln und Anweisungen des Gruppenleiters zu halten.

Gruppenleiter
Um die Gruppe optimal führen zu können (Übersicht, Hinweise, Tipps,), sollte der Gruppenleiter die 2. oder 3. Position in der linken Reihe besetzen.
Das hat auch den Vorteil, dass die Teilnehmer nach einem Führungswechsel einen anderen Partner bekommen.
Innerhalb der Gruppe gibt der Gruppenleiter den Ton an.

Die Gruppenleiter wechseln die Gruppen, um so auch den Kontakt zu den anderen Sportlern zu halten bzw. zu bekommen.

Gruppeneinteilung
Hier ist der Sportler gefordert. Er sollte schon vor dem Start wissen, in welcher der nachstehenden Gruppen er an dem Trainingstag fahren möchte.

Gruppe

km/h

Leistungsgruppe

> 30

Ausdauergruppe

28 – 30

Fitnessgruppe

26 – 28

Touringgruppe

< 26

 

Die Durchschnittsgeschwindigkeit bezieht sich auf ein „flaches Streckenprofil“.

Der Gruppenleiter ist dafür verantwortlich, dass die Geschwindigkeit eingehalten wird.
Während der Fahrt können unter Berücksichtigung aller Teilnehmer andere Absprachen getroffen werden.
Ist das Feld für einige Teilnehmer etwas zu schnell, dann sollten diese von dem Begriff „kürzer“ Gebrauch machen. Der Gruppenleiter nimmt dann 2 km/h raus.

Helmpflicht
Für sein Outfit ist der Sportler zuständig.
Aber eines bestimmt der Gruppenleiter:
„Ohne Helm wird die Teilnahme am Training nicht gestattet!“

Unter dem Aspekt der Sicherheit und Gesundheit sollten die Sportler auch Brille und Handschuhe tragen.

Pannen
Bei Pannen oder auch Unfällen bleibt die Gruppe zusammen. Sind die Schäden irreparabel, so entscheidet der Gruppenleiter über die weitere Vorgehensweise. Auf alle Fälle bleibt ein Teilnehmer bei dem Geschädigten.
Die Gruppe macht in den Fällen die Fahrbahn für den fließenden Verkehr frei.

Satteltasche
Um für Notfälle gerüstet zu sein, sollte jeder Teilnehmer folgendes dabei haben:

  • Ersatzschlauch
  • 2 Montierhebel
  • Mini-Luftpumpe
  • Multitool mit Inbusschlüsseln
  • Geld
  • Adresskärtchen mit Blutgruppe
  • Energieriegel
  • Wundcreme
  • Handy (Pflicht) für Gruppenleiter

Selbstverantwortung und Haftungsausschluss der Übungsleiter
Vornehmlich wegen der Teilnahme am Straßenverkehr gehört der Radsport zur Gruppe der „Gefahrensportarten“.
Die Teilnehmer sind für Schäden, die sie sich oder Dritten zufügen, selbst verantwortlich.
Die Selbstverantwortung betrifft insbesondere die Bereiche:

  • Gesundheit (Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schwangerschaft usw.)
  • Material (Rahmenschäden, defekte Bremsen, Felgenrisse usw.)
  • Beachtung der Straßenverkehrsordnung

Diese Bereiche können in der Regel nur vom Sportler selbst beeinflusst werden.

Die Trainings- und vom Verein angebotenen Tourenfahrten werden von Gruppenleitern geführt. Sie haben Fürsorge- und Überwachungspflichten zu beachten, damit den sich ihnen anvertrauten Sportlern möglichst kein Schaden zugefügt wird.
Sie können aber nur haftbar gemacht werden, wenn sie einen Schaden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt haben.

Start
Der Start soll pünktlich erfolgen. Daher sollten die Teilnehmer mindestens 5 Minuten vor dem Termin erscheinen. Damit besteht die Möglichkeit:

  • die Gruppeneinteilung in Ruhe vorzunehmen
  • der Kommunikation mit den anderen Sportlern

Straßenverkehrsordnung (StVO)
Oberste Priorität bei den Ausfahrten hat die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung.
Fahrer die dagegen verstoßen werden vom Gruppenleiter bzw. Übungsleiter vom Trainingsbetrieb bzw. von gemeinsamen Ausfahrten ausgeschlossen.

Streckenführung
Die Gruppenleiter machen vor dem Start Angaben zu

  • Streckenlänge
  • Fahrzeit
  • Streckenprofil

Somit kann sich jeder Teilnehmer auf die Trainingseinheit einstellen und gegebenenfalls aufgrund eigener Vorstellungen die Gruppe wechseln.