Vollbesetzter Schulungsraum des THC Westerkappeln. 30 Stimmberechtigte Jugendliche wählten den Jugendvorstand Foto: Reinhard BollmannEgal ob Schützenverein oder Sportverband – in vielen Clubs gibt es immer weniger neue, junge Mitglieder. Der THC Westerkappeln will diesem Trend entgegenwirken und hat am Samstag den ersten Jugendvorstand des Vereins ins Leben gerufen.

Von Araann J. Christoph

Egal ob Schützenverein oder Sportverband – in vielen Clubs gibt es immer weniger neue, junge Mitglieder. Der THC Westerkappeln will diesem Trend entgegenwirken und hat am Samstag den ersten Jugendvorstand des Vereins ins Leben gerufen. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Jannis Busemann (20 Jahre) gewählt. Zweite Vorsitzende wurde Franziska Bornstein (14 Jahre). Jasmin Beverförden (19 Jahre) wurde zur Kassiererin gewählt. Einstimmig wurden auch Aileen Gewohn (21 Jahre) als Vertreterin für die Öffentlichkeitsarbeit und Mika Hoffeld (13 Jahre) als Vertreter für Internes ins Amt gewählt. Der Vorstand hat seine Arbeit aufgenommen.

Zwei Jahre lang soll er nunmehr die Interessen der jugendlichen Mitglieder in den verschiedenen Sparten vertreten. So erhofft sich der THC, wieder mehr junge Sportler für den Verein zu begeistern und den Jugendlichen gleichzeitig eine Stimme zu geben, erläuterte Ann-Kathrin Rieger, Kassiererin des Gesamtvorstands. „Es geht in erster Linie darum, dass ihr euch einbringt“, sagte Rieger.

Rund 600 Mitglieder zählt der Verein insgesamt, etwa die Hälfte davon sind Jugendliche und junge Erwachsene, erzählte Vereinsvorsitzender Werner Schröer. Die Zahl der Jugendlichen stagniere zwar, jedoch bemerke auch der Verein die Auswirkungen von Ganztagsschulen, sagte Rieger weiter.

Etwa 30 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene waren der Einladung für die Jugendvorstandswahlen gefolgt. Wahlberechtigt waren alle im Alter zwischen zehn und 26 Jahren. Gewählt werden konnten Sportler zwischen zwölf und 26 Jahren.

Dem Vorstand steht auch ein eigenes Budget in Höhe von 1000 Euro zu, mit dem er seine Ideen umsetzen kann, erläuterte Rieger. Ebenso werden die beiden Vorsitzenden an den Versammlungen des Gesamtvorstands teilnehmen dürfen, um dort ihre Ideen einzubringen. So könnten die Jugendlichen etwa Vorschläge zu neuen Sportarten oder dem sogenannten E-Sport, also sportlichen Wettkämpfen mit Computern, vorbringen. Aktuell sind die Sportarten Handball, Radsport, Selbstverteidigung, Judo, Gesundheitssport und Gymnastik beim THC vertreten.

Julian Lagemann vom Kreissportbund Steinfurt und Vorsitzender der Sportjugend, stellte auch die Bedeutung des Jugendvorstands heraus. Diese Art Gremium gäbe es schon seit Langem auf Kreisebene. Der Jugendvorstand habe auch die Möglichkeiten, seine Ideen an die Politik zu bringen, sagte er. So könnten sich die jungen Sportler auch bei den hiesigen Politikern Gehör verschaffen. „Die Arbeit im Verein ist wichtig und wertvoll“, sagte er.

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