Spiel- und Sportfest des THC Westerkappeln

Der Sonntag stand anlässlich des THC-Jubiläums ganz im Zeichen eines großen Spiel- und Sportfestes, zu dem alle kleinen und großen Mitglieder eingeladen waren. Foto: Dietlind Ellerich Der Sonntag stand beim THC Westerkappeln aus Anlass des 50-jährigen Bestehens ganz im Zeichen eines großen Spiel- und Sportfestes. Und der ganze Verein war in Bewegung.



„Ich weiß überhaupt nicht, wo mir der Kopf steht“, sagt Werner Schröer sozusagen im Vorbeigehen. Und bevor er den Stoßseufzer ausgesprochen hat, ist der Vorsitzende des Turn- und Handballclubs (THC) Westerkappeln auch schon wieder weg, verschwindet irgendwo in der Menschenmenge in den beiden Sporthallen und auf dem Platz davor. Keine Frage, Jubiläumsfeiern sind anstrengend, hat man doch bereits im Vorfeld jede Menge zu planen und zu organisieren. Das war zum 50-jährigen Bestehen des THC nicht anders, doch es hat sich gelohnt.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines großen Spiel- und Sportfestes, zu dem alle kleinen und großen Mitglieder eingeladen waren. Ob wirklich alle kamen, lässt sich bei einem Event dieser Größenordnung kaum feststellen. Fakt ist, dass es drinnen und draußen rappelvoll war und sich die Gäste die Klinken in die Hand gaben.

Schon am Vormittag herrschte in der Zweifachhalle ein Trubel, über den sich die THC-Jugendwartin Marlies Schubert-Kiesewetter , der Vorsitzende Schröer und das Team der AWO-Kita riesig freuten.

Kibaz lautete das Zauberwort, das für Kinderbewegungsabzeichen steht. Das landesweite Sportangebot feiert in diesem Jahr ebenfalls einen runden Geburtstag. Seit fünf Jahren ziehen Sportvereine, Kitas und Schulen an einem Strang, um Kinder frühzeitig spielerisch für den Sport zu begeistern.

Rund 60 Kinder ließen sich das nicht zweimal sagen und tummelten sich mit viel Spaß und Engagement auf dem Parcours mit seinen insgesamt zehn Stationen, die die AWO-Kita als bewegungsfreundlicher Kindergarten und der THC als kinderfreundlicher Sportverein aufgebaut hatten. Die Kids, die danach immer noch nicht genug hatten, konnten sich in der Zweifachhalle an den Geräten austoben.

Nebenan in der Dreifachhalle stellten sich im fliegenden Wechsel die Vereinssparten vor. Das Highlight des Nachmittags, auf das die Organisatoren seit Wochen hingefiebert hatten, war der Auftritt der Tänzer der „Patsy & Michael Hull Foundation“ aus Osnabrück. Sie stellten eindrucksvoll unter Beweis, wie gut Inklusion durch Tanz und Bewegung gelingen kann.

Selten war die Westerkappelner Sporthalle so voller Stimmung und Lebensfreude wie während der Vorführungen der verschiedenen Formationen mit Menschen mit und ohne Behinderungen zwischen fünf und 60 Jahren. Ob große Formationen, Small Groups, Solotänzer oder bei den Partytänzen gemeinsam mit den THC-Sportlern, schöner kann man Inklusion nicht erleben. Das war auch den Zuschauern auf der Tribüne, die die Moderatorin Birthe Klumpe nicht zum Mitmachen hatte bewegen können, die eine oder andere La-Ola-Welle wert.

Wer gerade nicht das bunte Geschehen in der Halle mit Tänzen, Ehrungen und Einblicken in die verschiedenen Sportarten verfolgte, versuchte sich draußen auf dem Parcours, den die Radsportabteilung aufgebaut hatte, oder an der Torwand. Spaß auf der Hüpfburg, bei netten Gesprächen oder beim Essen, beim Kinderschminken oder an der Button-Maschine im Dauermodus war inklusive.

Langeweile? Fehlanzeige! Da kann man sich Vorsitzender auch mal fragen, wo einem der Kopf steht.

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