Die Handballminis, hier eine Szene von einem Handball-Spielfest, hat Werner Härle zehn Jahre lang betreut. „Man muss den jüngeren Trainern auch Chancen geben. Außerdem haben die eine bessere Handballausbildung genossen als ich und können den Kindern ein ganz anderes Training bieten“, sagt Werner Härle und begründet so seinen Rücktritt. Er hört auf. Nach 40 (!) Jahren als aktiver Handballer und Judoka, sowie als Trainer in beiden Sportarten, möchte er jetzt ein wenig kürzer treten.


Der heute 68-Jährige ist Gründungsmitglied des THC Westerkappeln, der ebenfalls seit 40 Jahren besteht. „Damals haben wir noch Feldhandball gespielt“, erinnert sich Härle an die Anfänge des Vereins. Er ist damals aus Lengerich nach Westerkappeln gezogen. In Lengerich war er als Judoka aktiv, weshalb man ihn auch beim THC als Trainer einsetzen wollte. „Ich kannte viele gute Konditionsübungen vom Judo. Die kann man beim Handball natürlich auch anwenden“, erzählt Härle. Dabei blieb es aber nicht. Am 25. Juni 1975 gründete Härle die Judoabteilung des THC. Der Beginn des Judosports in Westerkappeln war mit großen Schwierigkeiten verbunden. Zwar fand die Abteilung in der Schulturnhalle eine geeignete Übungsstätte, jedoch stand keine Judomatte zur Verfügung.

In dieser Situation erinnerte sich Werner Härle seiner guten Beziehungen zur Judoabteilung des TV Lengerich. Er schaffte es, dass dem THC leihweise eine Matte zur Verfügung gestellt wurde, die Woche für Woche mit einem Bulli aus Lengerich geholt werden musste. Nur so konnten die THC-Judokas ihre ersten Fallübungen in Westerkappeln machen.

Heute, 35 Jahre nach der Gründung, hat sich die Judoabteilung des THC erfolgreich etabliert. Hier wird Werner Härle dem THC auch weiterhin als Trainer zur Verfügung stehen. Natürlich mit aktiver Beteiligung. „Ich muss den Kindern ja auch zeigen, wie die Übungen funktionieren und kann nicht nur danebenstehen.“, erklärt er.

Beim Handball trainierte er lange die Damenmannschaft. In den letzten zehn Jahren, war er dann ausschließlich für die Minis verantwortlich. Jeden Mittwoch hat er den ganz kleinen Handballern das Fangen und Werfen spielerisch beigebracht.

„Das hat immer gut gepasst“, sagt Härle. „Ich konnte von 16 bis 17 Uhr die Handballer in der Grundschulhalle trainieren und direkt im Anschluss mit Judo weitermachen.“ Zuletzt musste er mit den Handball-Minis jedoch in die neugebaute Zweifachhalle. „Da war das mit den verschiedenen Trainingszeiten schon schwieriger zu koordinieren.“ Auch aus diesem Grund tritt er nun ein wenig kürzer.

Den Kontakt zu den Handballern werde er aber auf keinen Fall verlieren. „ Ich schaue mir regelmäßig die Spiele der 1. Herren an“, erzählt Härle. Schließlich sind einige seiner damaligen Minis heute junge Erwachsene. „Es ist schon spannend zu sehen, wie die Jungs sich entwickelt haben.“

Bei seiner letzten Trainingseinheit überreichte ihm Birgit ten Brink als erstes kleines Dankeschön vom Vorstand einen Blumenstrauß.

Ein Nachfolger als Trainer der Minis hat sich schon gefunden. Nach den Ferien wird Frauke Helmich das Training leiten. Sie würde sich über neue Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren sehr freuen. Das Training findet jeden Mittwoch von 15 bis 16 Uhr in der Dreifachsporthalle statt. Los geht es wieder am Mittwoch, 14. April

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