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So geschlossen wollen sich die Radsportler auch 2012 wieder zeigen.Auf die Handballer des THC Westerkappeln warten entscheidende Wochen. Sowohl die Damen als auch die Herren kämpfen um den Klassenerhalt in ihren Ligen. Über die aktuelle Situation sprachen wir mit Trainer Holger Helmich

Quo vadis, THC? Vor einem Jahr kämpfte der THC Westerkappeln in der Regionsoberliga noch um Platz eins und hat am Ende nur knapp den Aufstieg verpasst. Nun stehen die THC-Handballer am Scheideweg. Es droht der Abstieg in die Regionsliga. Nur drei Spiele trennen die Mannschaft noch von diesem Szenario. Auch die Damen müssen in ihrer Liga, ebenfalls die Regionsoberliga, um den Klassenerhalt bangen. Steht der Handball in Westerkappeln vor einem Scheideweg? Darüber sprach Uwe Wolter mit THC-Trainer Holger Helmich.

Herr Helmich, haben Sie sich schon mit dem Gedanken abzusteigen vertraut gemacht?

Holger Helmich: Warum sollte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Gedanken des Abstiegs vertraut machen. Zurzeit haben wir es selber in der Hand nicht abzusteigen. Meine gesamte Konzentration gilt der Vorbereitung der Mannschaft auf unsere letzten drei Spiele. Es gibt keinen Grund zu resignieren.

Wie konnte es soweit kommen, nachdem der THC vor einem Jahr noch oben mitgespielt hat? War der personelle Aderlass zu groß?

Helmich: Uns (mir) war klar, dass es eine schwierige Saison werden könnte. Selbstverständlich waren die personellen Veränderungen groß. Üblicherweise sind für höherklassige Vereine nicht die „Mitspieler“ interessant sondern die Leistungsträger. Darüber hinaus hat unser Torwart Nummer eins der letzten Saison aufgehört und ein Deckungsspieler, der eine tragende Rolle gespielt hat. Aber: Wir haben in dieser Saison mehrere unglückliche Niederlagen hinnehmen müssen, schauen Sie sich unser Torverhältnis an, das ist einen Punkt wert. Von der Spielstärke und –anlage gehören wir ganz klar in die Klasse. Und beim jetzigen Kader hatten wir noch mit einigen Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen.

Es stehen noch drei Spiele aus. Unter anderem das Spiel beim Tabellenzweiten in Bramsche. Dort dürften die Trauben recht hoch hängen. Zudem stehen wohl die „Schicksalsspiele“ gegen die direkten Konkurrenten in Osnabrück und zum Schluss zu Hause gegen Ankum. Wo sehen Sie da noch Chancen?

Helmich: Vor jedem Spiel ist die Ausgangslage für beide Mannschaften gleich, es steht zu Beginn 0:0 und die Spielzeit beträgt 60 Minuten. Wollen wir mal sehen, zu was meine Jungs in den letzten drei Spielen in der Lage sind.

Wenn man sich die Seniorenmannschaften ansieht - die Erste steht unten, den Damen droht der Abstieg, die Dritte dümpelt im Tabellenkeller der Regionsklasse herum, die Zweite ist im August aufgelöst worden -, könnte man meinen, in Westerkappeln gehen handballerisch so langsam die Lichter aus. Täuscht diese Momentaufnahme, gibt es Hoffnung - vielleicht im Nachwuchsbereich - für die Zukunft?

Helmich: Das Stichwort haben Sie selber gegeben, schauen Sie in den Jugendbereich. Ich denke man würde den Aktiven und den Trainern vor den Kopf stoßen, wenn man sagen würde, dass in Westerkappeln die Lichter ausgehen. Im Seniorenbereich durchschreiten wir ein Tal, wenn es uns aber gelingt unseren Jugendlichen klarzumachen, dass es auch ein großer Reiz sein kann, selbst etwas zu (er)schaffen und zu erarbeiten, ist mir vor der Zukunft der Handballabteilung des THC nicht Bange. Anders sieht es aus, wenn die Jugendlichen mit „Pseudovorteilen“ und „Pseudo-Sportlichem Anreiz“ geködert werden und sich dann ins gemachte Nest setzen und sonnen. Häufig wird die eigene Situation dabei nicht ausreichend reflektiert. Wenn Sie die zweite und dritte Mannschaft ansprechen, so ist es aus meiner Sicht ein normaler Prozess, dass Spieler aufhören – sei es aus Alters- oder beruflichen Gründen. Wir waren in einigen Jugendjahrgängen zu schwach besetzt, um ausreichend Jugendliche bzw. junge Erwachsene in den Seniorenbereich zu transportieren. Das sieht hoffentlich in den kommenden Jahren ganz anders aus, wenn man sich die Anzahl der Jugendlichen anschaut, die derzeit bei uns im älteren Jugendbereich aktiv sind. Und auch bei den ganz Kleinen sorgen wir grade mit unseren Werbemaßnahmen der jüngsten Vergangenheit für stetigen Nachwuchs. Und da genau müssen wir meiner Ansicht nach auch ansetzen.

Sollte es wirklich zum Abstieg kommen, wie geht es dann weiter beim THC?

Helmich: Dann greifen wir mit dem Personal, was für die nächste Saison zusagt, in der Regionsliga wieder voll an.

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