Zwischen den Pfosten fühlt er sich wohl: Tom Zanders. Derzeit absolviert der Westerkappelner ein freiwilliges soziales Jahr. Bei der Wespe betreut er die Grundschulkinder und unterstützt die Jugendarbeit. Foto: Ulrike HavermeyerDas Leben ist wie ein Handballspiel: spannend, unvorhersehbar – und am besten in einem gut aufeinander abgestimmten Team zu bestreiten. So, oder doch so ähnlich, sieht das zumindest Tom Zanders.

Der 18-Jährige absolviert, nachdem er im vergangenen Sommer sein Abitur am Mettinger Kardinal-von-Galen-Gymnasium gemacht hat, zurzeit ein freiwilliges soziales Jahr – unter anderem beim Westerkappelner Turn- und Handballclub (THC). Dass er sich ausgerechnet das Handballfeld als seinen Lieblingsplatz ausgesucht hat, ist alles andere als ein Zufall.

„Mit neun Jahren habe ich angefangen Handball zu spielen“, erinnert sich Tom Zanders. Wo? „Natürlich beim THC.“ Der renommierte Verein trainiert schließlich bloß einen Torwurf entfernt von der Grundschule Am Bullerdiek – die zu Zanders Zeiten noch ganz schlicht „Grundschule Stadt“ hieß, und die der sportbegeisterte Schüler vier Jahre lang besucht hat. Eine prägende Kulisse für den kleinen Tom, denn genau hier, unter dem pädagogischen Einfluss von Wandtafel und Wurfkreis, sind offenbar ein paar entscheidende Weichen für seine weitere Biografie gestellt worden.

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, Grundschullehrer zu werden“, sagt Tom Zanders und lässt die Trainingsbälle aus der blauen Sporttasche rollen. Um bei seiner Berufswahl jedoch sicher zu gehen, hat er sich vor dem Studium für das freiwillige soziale Jahr (FSJ) entschieden. „Das gibt mir die Gelegenheit, noch mehr Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit zu sammeln, bevor ich mich endgültig fest lege. Obwohl – “, Tom Zanders lässt seinen Blick durch die Turnhalle schweifen. Nebenan trainiert in lautstarker Begeisterung eine Gruppe Vorschulkinder, Zanders nickt vergnügt: „Eigentlich bin ich mir schon ziemlich sicher, dass das das Richtige für mich ist“, sagt er dann mit entspanntem Lächeln.

 

An 40 Stunden in der Woche engagiert sich der Teamplayer seit September vergangenen Jahres als FSJler für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde: Bei der Westerkappelner Elterninitiative Spielen und Erleben (Wespe) betreut er die Grundschulkinder im offenen Ganztag. Für die Jungen und Mädchen der AWO-Kita organisiert er ein regelmäßiges Bewegungsangebot, und zweimal in der Woche hilft er den benachbarten Realschülern bei den Hausaufgaben.

Aber trotz all dieser Verpflichtungen sorgt Zanders natürlich dafür, dass auch sein Lieblingsplatz nicht zu kurz kommt: Beim THC trainiert er für seinen Verein die männliche D-Jugend. „Die Jungs sind zwischen elf und dreizehn Jahre alt“, erläutert er: „Das ist ein tolles Alter, um mit ihnen zu arbeiten.“ So wichtig ihm das spielerische Heranführen der Vor- und Grundschulkinder an den Sport auch ist, Zanders selbst besitzt, was den Handball angeht, durchaus einigen Ehrgeiz: Mit der männlichen A-Jugendspielgemeinschaft Westerkappeln/Bramsche, die als TuS Bramsche am Spielbetrieb teilnimmt, ist Zanders 2013 Landesmeister geworden. Mit so einem Titel im Gepäck dürfte es für den potenziellen Grundschullehrer wohl künftig ein Leichtes sein, seine Schülerinnen und Schüler kompetent und glaubwürdig zu frischen Taten zu motivieren.

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