Bald schon beim THC? Für Matthias Reiser nicht undenkbar.Foto: (Sonja Möller)Als der THC am Dienstagabend gegen den Bundesligisten TV Emsdetten antrat, war es für Matthias Reiser ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Der Westerkappelner schüttelte Hände, wechselte hier und da ein paar Worte und besuchte seine ehemaligen Mitspieler in der Kabine. Doch hoppla, hatte sich der 24-Jährige etwa in der Tür geirrt? Zielsicher steuerte er auf die Umkleide des TVE zu und verschwand darin. Alles hatte aber seine Richtigkeit:

Matthias Reiser zog es nach seinem letzten B-Jugend-Jahr beim THC in Richtung Emsdetten - und Zweite Bundesliga. Dort eroberte er sich einen Stammplatz in der ersten Sieben, bevor es ihn zur Saison 2007/08 beruflich nach Süddeutschland und in die dortige Regionalliga verschlug. Seit Februar ist der 24-Jährige nun wieder zurück in seiner Heimat. Die zweite Saisonhälfte spielte er direkt beim TVE zu Ende. Jetzt ist der Rechtsaußen auf der Suche nach einem neuen Verein. An seine Zeit beim THC erinnert sich Matthias Reiser noch gut: „Ich war einer der Jungs, die auf der Tribüne getrommelt haben. Da stand Balu schon im Tor“, plaudert er über vergangene Tage. „Balu“ hütet übrigens immer noch das THC-Gehäuse und heißt eigentlich Jens Barlag. „Ich kenne noch viele von früher. Mit Jan-Marten Schulte und Manuel Schröer habe ich zum Beispiel zusammen gespielt.“ Diese kämpfen noch heute um Punkte für den THC. Und wer weiß? Vielleicht können sie ihren früheren Mitspieler bald wieder regelmäßig in der Kabine begrüßen: „Ich würde zwar gerne weiter professionell spielen“, betont Matthias Reiser, der zurzeit Wirtschaftsingenieurswesen studiert. Die Sympathien für den Verein, der ihm die ersten handballerischen Gehversuche ermöglicht hat, sind aber geblieben. Nach dem TVE-Spiel war Reiser voll des Lobes für die Westerkappelner: „Die Jungs haben sich im Blick auf den Klassenunterschied heute super geschlagen. Jeder war motiviert, engagiert und gewillt.“

Matthias Reiser hat es wohl so gut gefallen, dass er sich durchaus vorstellen kann, erneut Teil der THC-Mannschaft zu werden: „Wenn ich keinen passenden Verein finde, hätte ich schon Lust, wieder hier beim THC zu spielen“, sagte er. Dann sah er ein bekanntes Gesicht und war schon wieder weg.
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