Lennart Schausten traf in Vechta in der letzten Minute zwei Mal und rettete dem THC Westerkappeln noch das Unentschieden. Foto: Reinhard Bollmann Die Schiedsrichter, die am Samstagabend das Spiel des THC Westerkappeln in Vechta (26:26) geleitete haben, und THC-Coach Dirk Suppelt werden wohl so schnell keine Freunde.



„So eine schlechte und nicht objektive Schiedsrichterleistung habe ich schon ewig nicht mehr gesehen“, ereiferte sich Suppelt nach dem Spiel. „Ab Mitte der ersten Halbzeit hatte wir das Spiel eigentlich ganz gut im Griff. Aber ab dem Zeitpunkt wurden die Entscheidungen der beiden Schiedsrichter auch immer komischer.“ Der THC hatte zunächst fast immer mit ein oder zwei Toren geführt. Dann glich Vechta aus. „Wir haben es ab da geschafft eine recht stabile Abwehr zu stellen und ein paar einfache Tore zu erzielen“, so Suppelt. Damit gingen die Gäste nach 30 Minuten doch wieder mit einem Vorsprung (14:12) in die Pause.

„Aus der sind wir aber nicht so gut rausgekommen“, sagte Suppelt. Ab da seien zudem die Entscheidungen der Unparteiischen „nur noch gegen uns gewesen und unsere Köpfe gingen langsam runter.“ Suppelt weiter: „Durch einfache Fehler und viel zu hektische Abschlüsse ermöglichten wir Vechta eine kleine Serie zu starten.“ So führten die Gastgeber nach 44 Minuten mit 23:18. „Dann kam aber irgendwie eine Art jetzt erst recht Reaktion und wir haben uns Tor um Tor wieder ran gekämpft.“ Auch die rote Karte gegen Niels Groene und die Verletzung von Steffen Kiesewetter zehn beziehungsweise acht Minuten vor Schluss brachte die Gäste nicht mehr von ihrem Weg ab.

Zwar ging Vechta per Siebenmeter mit 26:24 (57.) in Führung, aber der THC ließ nicht locker. Doch erst 52 Sekunden vor Schluss traf Lennart Schausten zum 25:26. Vechta gab den Ball schnell wieder ab, Lennart Schausten sagte Danke und traf 14 Sekunden vor Schluss zum 26:26-Endstand.

Nach Meinung von Trainer Dirk Suppelt hat der THC in Vechta einen Punkt liegen gelassen. „Am Ende müssen wir noch zufrieden sein mit dem Punkt und dem Kampfgeist der letzten 15 Minuten. Für einen Sieg haben wir aber wieder selbst viel zu viele einfache technische Fehler gemacht“, ärgerte sich der Coach aber nicht nur über die Schiedsrichter. Nach zwei Spielen bleibt der Aufsteiger weiter sieglos. Die nächste Aufgabe steht erst am 6. Oktober in Burg Gretesch (17 Uhr) an.

THC-Tore: Kiesewetter (9), Meyer (7), Schausten (4), Schröer (2). Groene (2) und Finke (2).
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok