Manuel Schröer (Mitte) konnte am Sonntag mit seinen elf Treffern die Westerkappelner Niederlage gegen Melle auch nicht weiter in Grenzen halten. Foto: Uwe WolterNach einer noch guten ersten Hälfte aus THC-Sicht – zur Pause lagen die Gastgeber „nur“ mit 15:19 zurück – gab Melle in Durchgang zwei deutlich mehr Gas und siegte mit 42:24.

„Ich denke nicht, dass sie erst in der zweiten Halbzeit ernst gemacht haben. Wir haben in der ersten Halbzeit einfach sehr gut gespielt und Melle alles abverlangt. Das ist uns in der zweiten Halbzeit leider nicht mehr gelungen“, sah THC-Trainer Dirk Suppelt die Sache aus seinem Blickwinkel. „Wir hatte keine Durchschlagskraft im Angriff und dadurch ziemlich viele einfache Gegentore bekommen. So ist es am Ende leider ziemlich deutlich geworden.“

In den Anfangsminuten sah es gleich so aus, als würde es einen Durchmarsch der Gäste aus Melle geben. 5:2 führten diese nach sechs Minuten. 9:5 stand es acht Minuten später. Der THC war noch auf Schlagdistanz und kämpfte sich auch wieder heran. In Minute 17 traf Florian Meyer zum 9:9. Bis zum 13:13 blieb den Hausherren dran, ehe Melle bis zur Pause auf fünf Tore davon zog.

Mit Wiederanwurf war auf Westerkappelner Seite das Pulver offensichtlich gänzlich verschossen. Melle setzte sich mehr und mehr ab. Nach 36 Minuten war die HSG auf zehn Treffer davon gezogen (25:15). Diesen Vorsprung gaben die Gäste in der Folgezeit auch nicht mehr aus der Hand.

„Im Endeffekt ist es ja unsere eigene Schuld. Wir bekommen es aus diversen Gründen nur sehr selten hin unsere beste Sieben auf die Platte zu stellen. In jedem Spiel muss wieder improvisiert und umgestellt werden. Und so wie heute macht es sich dann halt bemerkbar, dass man die Intensität nur 30 Minuten gehen kann“, legte Dirk Suppelt die Finger in die Wunde. „Und was langsam sehr nervig ist, ist der Zustand der Halle. Wir können seit Monaten kaum richtig trainieren, da der Hallenboden in einem katastrophalen Zustand ist. Die Spieler sind nur am Rutschen und dementsprechend auch sehr genervt beim Training“, legte Suppelt nach „Im Endeffekt war Melle sicher die bessere Mannschaft. Aber wenn einige Sachen bei uns besser laufen würden, hätten wir das Ergebnis sicher knapper gestalten können.“

In der Tabelle hat die HSG Grönegau-Melle als ungeschlagenen Spitzenreiter bereits sieben Punkte Vorsprung vor dem Zweiten TSG Burg Gretesch und hat zudem ein Spiel weniger ausgetragen. Der THC belegt zum Jahreswechsel mit 9:9 Punkten Rang sieben. Regulär weiter geht es am 12. Januar 2020 mit dem Heimspiel gegen den TuS Bramsche 2 (16.30 Uhr). Noch keinen neuen Termin gibt es für die unter der Woche verlegte Partie gegen die HSG Haselünne/Herzlake.

THC-Tore: Schröer (11/5), Meyer (4), Wegers (3), Wesseler (3), Gröne (1), Winter (1) und Butzke (1).
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.