Westerkappeln verpasst beim Final Four nur knapp das Finale

Auch im Spiel um Platz drei zwischen dem THC (in der Mitte Dirk Suppelt, bedrängt von zwei Lotteranern, links Benjamin Wagner, rechts Mathias Pentermann) und der HSG Lotte zu. Dier Westerkappelner siegten am Ende mit 30:26. Foto: Luisa DerhakeSchnelligkeit, Ausdauer und Kraft zeichnen die Herrenhandballmannschaft des THC Westerkappeln aus. Mit diesen Stärken belohnte das Team von Spielertrainer Timo Halstenberg ihren Coach mit dem dritten Platz beim Regionspokal. Der THC war am Samstag und Sonntag Gastgeber des „Final Four“ sowohl bei den Herren als auch bei den Damen.

In zwei Spielen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, passte sich der THC jedoch nur dem an, was von ihm am Wochenende verlangt wurde. Zu sehen war großer Sport beim Halbfinale einerseits, Larifari-Handball beim Spiel um Platz drei andererseits.

„Da wäre ganz klar mehr drin gewesen“, ärgerte sich der Trainer. „Mehr drin“ heißt in diesem Fall mindestens ein klar verdienter zweiter Platz, wenn nicht mehr. Als der THC am Samstag beim Halbfinale auf den TV Georgsmarienhütte traf, fehlte den Westerkappelner letztens Endes nur das Quäntchen Glück. Mit 30:31 (12:16) verloren sie eine Partie, die auf sehr hohem Niveau ausgetragen wurde. Die Halstenberg-Mannen überzeugten mit dem, was sie sich vor der Saison so hart erarbeitet hatten. Enttäuscht mussten sie sich aber in den letzten Sekunden geschlagen geben. Doch der Trainer sah es sportlich: „Das war eine grandiose Leistung. Genau solche Spiele fordern und fördern die Jungs.“

Weder fordernd noch förderlich war dementgegen das Spiel gegen die HSG Lotte. Zwar reichte es zum 30:26 (16:14)-Sieg, brachte den Coach aber an seine nervlichen Grenzen. Die Gäste reisten nur mit einer kleinen Truppe an und spielten einen „Kaffeefahrten-Handball“. „Die haben uns eingelullt. Auf dem Feld stimmte nichts – keine Absprache, totales Chaos. Wir haben uns mitreißen lassen und haben nicht an dem angeknüpft, was wir am Vortag gezeigt haben“, bemängelte Halstenberg, blickte aber nach vorne: „Das müssen wir ganz schnell abhaken. Nächste Woche geht die Saison los und wir haben ein klares Ziel.“ Mit dem Aufstieg vor Augen will er seine Mannschaft in die höhere Liga bringen. Besonders die Torhüter Daniel Kellermeier und Simon Röwer heimsten sich schon an diesem Wochenende ein dickes Lob ein. Mit zahlreichen Paraden von mehreren „Hundertprozentigen“ stärkten sie ihrem Team den Rücken. „Wenn wir uns so wie die beiden auf das berufen, was wir können, wird‘s klappen“, ist Halstenberg zuversichtlich. „Auf geht’s!“

Pokalsieger wurde am Sonntagabend der THC-Bezwinger TV Georgsmarienhütte nach einem 27:25-Ednspielsieg gegen die HSG Osnabrück, Die Osnabrücker waren kampflos ins Finale eingezogen, da die HSG Lotte am Samstag nicht angetreten war. Parallel wurde in Westerkappeln die Damen-Endrunde ausgetragen. Den Pokal durfte der TV Bohmte (24:23 im Finale gegen SSC Dodesheide) mitnehmen.

 Die Tore im Spiel um Platz 3:THC:Kiesewetter (4), Halstenberg (6), Gröne (5), Schröer, Göcke, Suppelt ( je 3), Schwab und Meyer (je 2), Laters und Kolek ( je 1);Lotte:Torbecke, Kockmann (je 2), Brönstrup (3),Wagner (5), Budweg (6), Pentermann (9)

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