Pures Chaos: THC gibt Spiel aus der Hand

Manuel Schröer (links) erzielt drei Tore für den THC. Trotz klarer Pausenführung verloren die Westerkappelner am Ende gegen den SV Eversburg mit 18:20. Foto: Luisa DerhakeBeim ersten Ligaspiel der Herren des THC Westerkappeln geschah so viel, wie bei anderen Begegnungen während der ganzen Saison nicht.

Als die Handballer am Sonntag mit einer 18:20-Niederlage gegen den SV Eversburg mit gesenkten Köpfen das Feld verließen, konnte keiner von ihnen glauben, was sich in den letzten 60 Minuten abgespielt hatte.

Nach einer 14:7-Führung zur Pause vergaben sie Tor um Tor ihren Vorsprung und verspielten in letzter Minute den Sieg. Ungenutzte Chancen, Fehlpässe und Unkonzentriertheiten prägten ihre Aktionen in den letzten 30 Minuten. Übermütig wollte der THC zu schnell, zu viel und brachte sich so selbst in Bedrängnis. „Es ist nun mal eine sehr junge Truppe“, sagte Spielertrainer Timo Halstenberg, „sie müssen noch viel lernen, es mangelt an Erfahrung und der nötigen Ruhe. Wir gehen noch viel zu überhastet ran.“

Doch nicht nur diese Misere brachte die Teams und die gesamte Halle zum Brodeln. Insgesamt zwei rote Karten, zehn Zeitstrafen und vier gelbe Karten sorgten für mächtiges Chaos und eine angespannte Stimmung während der ganzen Partie. Laut und ruppig verliefen besonders die ersten zwanzig Minuten. Heinz-Jürgen Packnick, Trainer der Eversburger sah Mitte der ersten Halbzeit rot, sein Spieler Julian Beinlich folgte ihm keine zwei Minuten später auf die Bank. Der Kader der Gäste minimierte sich selbst, selten sahen die Zuschauer eine komplette Sieben auf dem Feld. Motiviert und flott konnten die Halstenberg-Mannen während dieser Zeit noch punkten und Abstand zum Gegner gewinnen.

Wie ausgewechselt traten sie dann aber nach der Pause auf: Zwölf Mal verwarf Westerkappeln über rechts außen. Ein Taktikwechsel war angestrebt, „doch wir konnten nicht abschließen“, ärgert sich Halstenberg. Eine kompakte Abwehr der Gäste und die eigene Hitzigkeit machte es dem THC schwer und er verlor durch zahlreiche Fehler an Boden. Mit nur vier erzielten Treffern konnte das Spiel nicht gewonnen werden. Der 18:18-Ausgleich fiel in der 58. Minute. Eversburg übernahm in der letzten Minute unter einer offenen Manndeckung die Führung und baute ein paar Sekunden vor Abpfiff zum 18:20 aus. „Wir können auf jeden Fall etwas mitnehmen und daraus lernen. Trotz unserer starken Truppe ist kein Spiel ein Selbstläufer“, zog Halstenberg aus dem Spiel die Bilanz.

► Tore:Göcke, Schwab (je 1), Kiesewetter, Kolek, Meyer, (je 2) , Schröer (3), Halstenberg (7)

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