Der THC Westerkappeln, am Ball Sarioscha Butzke, musste sich Titelfavorit TuS Bramsche mit 24:33 geschlagen geben. Foto: Christoph PieperAm Ende beschreibt das Ergebnis auch den Spielverlauf ganz gut. Die Handballer vom THC Westerkappeln mussten sich am Samstagabend dem TuS Bramsche 2 mit 24:33 geschlagen geben und sich eingestehen, dass es in dieser Saison noch nicht zum Aufstieg reicht.

„Die Bramscher sind einfach technisch und konditionell besser als wir“, sagte Axel Berger, der Cheftrainer Holger Helmich am Wochenende an der Linie vertrat. „Es war mir schon fast klar, dass Bramsche heute gewinnt“, gab er nach dem Spiel zu. „Die hatten einige Spieler dabei, die letzte Saison noch Landesliga gespielt haben und technisch einfach besser sind als wir.“

In der Tat zeichnete sich der Gästesieg schon zu Beginn der Begegnung in der Westerkappelner Dreifachhalle ab. Bramsche begann engagiert, setzte den THC sofort unter Druck und konnte folgerichtig in Führung gehen. Die Westerkappelner Handballer machten dagegen frühzeitig Bekanntschaft mit einer sattelfesten Bramscher Defensive. Trotzdem konnten sie mehrere Offensivaktionen mit einem Torerfolg abschließen. „Die erste Halbzeit hat mir gut gefallen“, hatte Berger ein kleines Lob über. Allerdings zeigten auch die Bramscher ihre Offensivqualitäten und konnten ihre Führung bis zur Halbzeit auf fünf Tore ausbauen (10:15).

Die Pause hatte auf Westerkappelner Seite offenbar Wirkung hinterlassen. Nach dem Wechsel spielte die THC-Sieben zunächst konzentriert auf, kam sogar auf zwei Tore an Bramsche heran. Dann begannen die Kräfte jedoch zu schwinden. Wiederholt wurden Bälle in aussichtsreichen Kontersituationen mit unkonzentrierten Pässen her geschenkt und fanden sich prompt im eigenen Gehäuse wieder. Der TuS fand dagegen wieder in die Spur zurück, agierte oft mit gefährlichen Einläufern und stellte seinen alten Vorsprung wieder her. Diese spielerische Qualität konnte der THC am Samstag nicht auf das Parkett bringen, konnte den Rückstand nicht verkleinern und lief dem Tus zunehmend hinterher.

„Und dann fehlt bei einigen Spielern leider die Motivation“, sprach Berger die hängenden Köpfe seiner Spieler an. Zehn Minuten vor Schluss, so schien es, hatten einige Akteure die drohende Niederlage schon akzeptiert. Bramsche zog zeitweise auf zehn Tore davon und hatte am Ende keine Mühe mehr, den Auswärtssieg perfekt zu machen und damit die Tabellenspitze zu verteidigen. Den letzten Treffer erlaubte der Gast dem Gastgeber, so dass am Ende ein 24:33 auf der Anzeige leuchtete. „Ich bin aber nicht unzufrieden“, sagte Berger. „Die Jungs haben sich besser verkauft, als im Hinspiel. Jetzt gilt es einfach, das heutige Spiel abzuhaken und es nächste Woche wieder besser zu machen.“

THC:Kellermeier, Wuschte, Butzke (1), Wessler (1), Gröne, Riege, Finke (5), Schröer (2), Kröner (1), Suppelt (4), Laters (3), Köhler (7)

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