Keine rosigen Aussichten


Für den THC, hier mit Jan-Niklas Rieger, geht die Saison gleich mit einem schweren Auswärtsspiel in Burg Gretesch los.Foto: (Christoph Pieper)In der vergangenen Saison blickten die Handballer des THC Westerkappeln noch nach oben und hatten bis kurz vor Saisonende Ambitionen, um die Meisterschaft mitzuspielen. Doch Meister wurde am vergangenen April der SV Quitt Ankum. Zwar kassierten die Ankumer die beiden einzigen Niederlagen in der Serie gegen den THC, doch das reichte den Westerkappelnern nicht, um am Ende Ankum wirklich zu gefährden, denn die Mannschaft von Trainer Holger Helmich leistete sich den einen oder anderen ärgerlichen Ausrutscher.
In die bereits ohne den THC gestartete neue Saison - der THC selbst bestreitet erst am Sonntag (Anwurf 16.45 Uhr) bei der TSG Burg Gretesch sein erstes Meisterschaftsspiel - gehen die Westerkappelner ohne große Ambitionen. „Die Mannschaft muss sich nach den personellen Veränderungen erst noch finden, sagt Trainer Holger Helmich, der daher nicht erwartet, dass die Mannschaft erneut um den Aufstieg wird mitspielen können. Favoriten sind aus Westerkappelner Sicht andere. Dazu zählt in erster Linie auch der erste Punktspielgegner des THC. „Aus meiner Sicht dürfen wir nicht mit zu großen Erwartungen ins Spiel gehen, Gretesch ist nicht unbedingt die Mannschaft, die wir schlagen müssen.“, so Helmich.

Im Gegensatz zu dem THC hat Landesligaabsteiger Burg Gretesch bereits zwei Spiele in der neuen Saison absolviert und diese auch klar gewonnen. „Es wird also sehr schwer werden. Gretesch hat eine Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern und peilt sicher den Wiederaufstieg an“, erwartet Helmich vom Auftaktgegner.

Der THC musste einen kräftigen personellen Aderlass hinnehmen. Timo Halstenberg, Jan-Nikolas Pötter, Jens Barlag, Ron Twiehaus, Niklas Tüpker haben den Club in Richtung anderer Clubs verlassen oder aufgehört. Mit Dennis Wesseler und Carsten Schulze rückten zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Kader der ersten auf. Da wird deutlich, dass der THC ganz sicher kleinere Brötchen wird backen müssen. Schließlich sind die Abgänge ja durchaus Hochkaräter gewesen. „Nach den zahlreichen Abgängen kann es für uns eigentlich nur heißen, die Klasse zu halten, um den Jugendlichen, die vielleicht im nächsten Jahr nachrücken eine Perspektive zu geben“, unterstreicht dies der THC-Trainer.

Und für das erste Spiel am Sonntagnachmittag sieht es personell gleich alles andere als rosig aus. „Leider hat sich Niels Gröne unter der Woche verletzt und fällt zumindest für das erste Saisonspiel aus. Carsten Schulze ist privat verhindert. Der Kader ist also bereits im ersten Spiel arg dezimiert“, sagt Helmich. Die Situation beim THC ist also gleich vor dem ersten Spiel schon richtig angespannt. Klar, dass unter diesen Umständen die THCler nur als krasser Außenseiter zu einem der ambitionierten Titelanwärter reisen. Die Niederlage in Grenzen halten, dürfte die Devise daher für Holger Helmich und seiner jungen Truppe heißen. Die Punkte zum Klassenerhalt müssen in der neuen Saison wohl gegen andere Mannschaften geholt werden.
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