„Einstellung hinterfragen“

Dennis Wesseler (Mitte) kann sich hier einmal gut durchsetzen. Am Ende aber zog der THC am Freitagabend gegen GM-Hütte mit 31:33 den Kürzeren.Foto: (Christoph Pieper)Jetzt geht der Blick nach unten. Die Handballer vom THC Westerkappeln verlieren das Kellerduell gegen den TV Georgsmarienhütte 2 am Freitagabend mit 31:33. Es war, wie so oft in dieser Saison, eine knappe Niederlage für die Helmich-Sieben, was bleibt, sind trotzdem zwei Minuspunkte und der Vorletzte Tabellenplatz.
Schon von Beginn an war beiden Mannschaften anzumerken, wie wichtig dieses Spiel der Regionsoberliga im Kampf gegen den Abstieg war. Zunächst konnte der THC auch leichte Vorteile und eine zwei Tore Führung für sich verbuchen, im Laufe der ersten Halbzeit wurden die Gäste dann aber stärker. Schon zu diesem Zeitpunkt stand THC-Trainer Holger Helmich gestikulierend an der Linie und forderte lautstark mehr Präsenz in der Defensive. „Ich hab im Moment nicht das Gefühl, dass die Mannschaft wirklich geil darauf ist, einen gegnerischen Angriff zu zerstören“, sah Helmich seine Defensive zu brav.
Auch deshalb fiel in der Dreifachsporthalle am Freitagabend wieder ein altbekanntes Problem auf. Der THC bekommt zu viele einfache Gegentore. Zuweilen wünschten sich die Zuschauer möglicherweise einen Jens Barlag im Tor zurück, der vielleicht mal einen wichtigen Ball gehalten hätte. Die neue Nummer eins Daniel Cutic hatte oftmals keine Chance zur Ballabwehr. Hier gab der Trainer aber auch seiner Defensive die Schuld. „Der Gegner bekam viel zu oft gute Wurfwinkel vor dem Tor. Da hat man als Torwart kaum eine Chance.“

In der zweiten Halbzeit drehten die Gastgeber dann noch einmal auf und erarbeiten sich eine gute Torchance nach der nächsten. Allerdings ohne großartigen Erfolg, denn allzu oft landeten die Würfe nur am Holz des Tores, oder den Gliedmaßen des starken Gegnerischen Torhüters. Nichtsdestotrotz konnte sich Georgsmarienhütte nicht wirklich absetzen. „Die Moral in der Truppe stimmt“, sagte Helmich nach dem Spiel. „Letzte Woche in Eicken sind wir untergegangen, heute haben wir aber zu keinem Zeitpunkt den Kopf verloren.“

In einer Auszeit kurz vor Schluss forderte der THC-Trainer dann ein schnelles Tor und eine darauf folgende schnelle Balleroberung um den zwei Tore Rückstand noch auszugleichen. Weder aus dem einen, noch aus dem anderen wurde etwas und es blieb am Ende beim 33:31 für Georgsmarienhütte. Eine bittere Niederlage für den THC, Helmich betrieb Ursachenforschung. „Ich glaube wir sind konditionell noch nicht stark genug, das wirkt sich letztlich auch auf die Konzentration aus und am Ende verlieren wir die Spiele.“ Das ließ aus seiner Sicht nur einen Schluss zu. „Jeder Einzelne muss seine Einstellung vielleicht noch einmal hinterfragen und im Zweifelsfall müssen wir einfach noch mehr und härter trainieren.“ „Und dann“, so beendete Helmich seine Analyse „kommen wir da unten auch wieder raus.“

THC: Cutic, Wesseler (3), Rieger, Grewe(1), Schulte, Gröne (4), Finke (8), Schröer (2), Rogoznica, Suppelt (8), Köhler (5)
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