Ärgerliche Niederlage gegen Spitzenreiter

Niklas Tüpker (Mitte) startete sein Comeback im Trikot des THC Westerkappeln gegen Burg Gretesch mit einer NiederlageFoto: (Christoph Pieper)Die Handballer vom THC Westerkappeln mussten am Sonntagnachmittag eine erneute Heimniederlage hinnehmen. Mit einem denkbar knappen 24:26 musste sich die Helmich-Sieben in der Dreifachsporthalle dem Tabellenführer aus Burg Gretesch geschlagen geben. Was auf den ersten Blick wie ein achtbares Ergebnis gegen einen Aufstiegsaspiranten aussieht, relativiert sich bei genauerer Betrachtung des Spielverlaufs.

Zwar liefen die Westerkappelner in den ersten Minuten einem Rückstand hinterher, fanden im Laufe der ersten Halbzeit aber immer besser in die Partie. Mit dem aus Münster zurückgekehrten Niklas Tüpker hatte THC Trainer Holger Helmich gegen den Titelaspiranten eine weitere Option im Rückraum zur Verfügung. Einige gut herausgespielte Offensivaktionen, sowie wichtige Paraden von Torwart Daniel Kellermeyer ließen den THC das Spiel drehen. Mit einem 15:12 Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Was danach passierte, konnte Holger Helmich dann nicht mehr verstehen. „Ich kann mir nicht erklären, wie man in der Kabine gewisse Sachen abspricht, die dann überhaupt nicht umgesetzt werden“, machte er seiner Mannschaft einen Vorwurf. „Ein Spiel dauert 60 Minuten, das wurde uns heute zum Verhängnis.“ Wie ausgewechselt kommt seine Mannschaft aus der Kabine und überlässt dem Gegner zunehmend mehr die Oberhand in dem Spiel. „Wir machen dabei immer wieder die gleichen Fehler“, musste Helmich zugeben. Überlegt herausgespielte Offensivaktionen waren immer weniger zu sehen, Torerfolge wurden zur Seltenheit.


Nach mehr als fünf Minuten markierte Kapitän Manuel Schröer das 16. Tor für den THC, kurz danach steht es schon 17:17, die Führung war dahin. „Und dann werfen wir teilweise blind und unüberlegt aufs Tor und vergessen, dass auch der Gegner eine Verteidigung und einen Torwart hat“, schimpfte Helmich. Dazu komme die fehlende Cleverness in der eigenen Defensive. „Wir lassen uns da fünfmal durch den gleich Ablauf durcheinander bringen und schenken dem Gegner die Tore.“ Helmichs Kapitän Manuel Schröer sah das ähnlich. „Ich kann nicht verstehen, wie wir uns jedes mal wieder selber schlagen können“, gab er zu.

Auch in der Schlussphase schafften es die Westerkappelner nicht noch einmal auf den Ausgleich zu drängen. „Am Ende spielen wir dann kopflos“, analysierte Helmich „und sehen dann, wie der Stress auf die Spieler wirkt.“ Gemeint ist die grobe Unsportlichkeit von Dirk Suppelt, der zweieinhalb Minuten vor Schluss eine handfeste Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler anfing und so eine Rudelbildung auf dem Spielfeld auslöste. Die fällige rote Karte wird wohl eine Sperre nach sich ziehen. „Er ist der älteste Spieler bei uns. Das darf ihm nicht passieren“, kommentierte Helmich kurz.

Das Wesentliche bleibt schließlich das Endergebnis. Die 24:26-Niederlage schmerzte, vor allem „weil wir gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion immer auf Augenhöhe sind“, sah Helmich durchaus Potenzial in seiner Mannschaft. Im Training sollen die bekannten Fehler jetzt intensiv bekämpft werden, um dann beim nächsten Spiel wieder als Sieger aus der Halle gehen zu können.

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