Team hat Willen gezeigt

Rene Köhler war micht acht Treffern maßgeblich am THC-Erfolg beteiligt. Foto: Christoph PieperMit einem überzeugenden 26:22 besiegten die Westerkappelner Handballer in eigener Halle die Zweitvertretung der HSG Grönegau-Melle. Damit gab der THC die rote Laterne in der Regionsoberliga wieder ab

„Eine Woche ist genug“, dachten sich wohl die Handballer des THC Westerkappeln und gaben am Sonntag die rote Laterne in der Regionsoberliga wieder ab. Mit einem überzeugenden 26:22 besiegten die Westerkappelner in eigener Halle die Zweitvertretung der HSG Grönegau-Melle. Der Zusatz „Zweitvertretung“ soll die Qualität des Gegners auf keinen Fall vermindern. Die zweite Mannschaft der HSG kam nämlich als durchaus ambitionierter Tabellenzweiter in die Dreifachsporthalle an der Osnabrücker Straße. Doch schon von Beginn an sahen die Zuschauer eine THC Mannschaft, die sich von der statistischen Überlegenheit des Gegners nicht beeindrucken lassen wollte.

Schon nach einigen Minuten hatte sich die Mannschaft von Vertretungstrainer Markus Kröner eine komfortable Führung herausgespielt, die sie zu keinem Zeitpunkt der Partie wieder abgegeben werden sollte. „Heute hat man den eindeutigen Willen der Jungs gesehen, dieses Spiel zu gewinnen“, lobt Kröner den Einsatz seiner Mannschaft. Der Vertreter des im Urlaub weilenden etatmäßigen Trainers Holger Helmich sei „hochzufrieden“ mit der gezeigten Leistung. Dabei nahm Kröner kleine Veränderungen an der Aufstellung vor. Sarioscha Butzke rückte wieder in die Mannschaft. „Sari hat glaube ich 20 Jahre im Tor gespielt und jetzt meint er, er müsse aufs Feld“ scherzt Kröner. „Aber er ist für unsere Defensive enorm wichtig, da er mit den anderen Verteidigern super zusammenspielt und uns so einige Gegentore erspart bleiben.“ Vor allem die starke Abwehrleistung habe zum Sieg verholfen. „Das Spiel haben wir heute hinten gewonnen“ resümiert Kröner. „Da interessiert es auch nicht, ob der gegnerische Kreisläufer alleine 5, 10 oder 15 Tore machen konnte“, fügt er hinzu.
Doch auch in der Offensive spielte der THC bisweilen besser als in den vergangenen Wochen. Die frühe Führung schien Selbstvertrauen zu geben und führte zu konsequenteren Abschlüssen als zuletzt. Die 14:9 Pausenführung entstand folgerichtig.

Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Westerkappelner die Oberhand. Nach 3 schnellen Treffern in Folge wechselte Melle seinen Torwart. In den folgenden Minuten schien es dann, als trete beim THC das altbekannte Problem wieder auf. Mehrere Würfe landeten am Pfosten oder in den Armen des Torhüters. „Heute konnten wir es uns zum Glück leisten einige Chancen nicht zu nutzen“, war Kröner später erleichtert. Ein wichtiges Tor von Sarioscha Butzke zum 18:13 ließ die Westerkappelner Sicherheit zurückkehren.
Und dann klappte es auch vorne wieder. Mit einigen guten Spielzügen und einer Portion Glück hielten sie den Gegner aus Melle konstant auf einem vier bis fünf Tore Abstand. Daniel Kellermeyer konnte im THC Tor einige gute Paraden für sich verbuchen und war einer der Gründe dafür, dass seine Mannschaft bei der letzten Auszeit eineinhalb Minuten vor Schluss schon jubeln konnte. Die letzten 90 Sekunden waren dann nur noch Formsache und am Ende leuchtete ein 26:22 auf der Anzeigetafel.
Für den Sonntagabend bedeutete dieses Ergebnis lediglich zwei Pluspunkte und den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz. Für das Selbstvertrauen der THC Handballer dürfte der Sieg dahingegen ungleich wertvoller sein.

Tore: Köhler (8), Finke (5), Gröne (4), Butzke (2), Schröer (3), Rieger 32), Grewe (1)

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