Bauchlandung in Bramsche

Auch Jan-Nicalas Pötter konnte trotz seiner neun Treffer die Niederlage in Bramsche nicht verhindern.Die Trauben in der Regionsoberliga für die Handballer des THC Westerkappeln wohl doch höher als manch einer nach dem Abstieg aus der Landesklasse gedacht haben mag. Nach dem erfolgreichen Start mit zwei Heimsiegen, ist der THC nach dem zweiten Auswärtsspiel wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. „Das Ergebnis ist ernüchternd, am Ende sicher zu hoch ausgefallen. Aber die Niederlage ist bei der Leistung vom Sonntag absolut verdient“, beschönigte THC-Trainer Holger Helmich nach dem 25:36 (11:16) beim TuS Bramsche II nichts. „36 Tore darf man sich gegen diese Mannschaft nicht fangen. Aber erst Recht darf man nicht 18 Eins-gegen-Eins Situationen gegen den Torwart verlieren. Wer 18 einhundertprozentige Torgelegenheiten nicht nutzt, der kann am Ende nicht als Sieger den Platz verlassen. Das ist unmöglich“, ärgerte sich Helmich.
Das Spiel am Sonntag entwickelte sich ganz anders als eine Woche zuvor in Burg

Trotz der vielen Fehlwürfe konnte der THC die ersten 20 Minuten der Partie noch ausgeglichen gestalten. Zu diesem Zeitpunkt stand es noch 7:7. Doch sechs klare Chancen blieben ungenutzt. „Man stelle sich vor, wir hätten die im Tor untergebracht. Aber wie heißt es so schön: Hätte, wenn und aber. . .“, so Helmich. Diese Fehler nutzten die Gastgeber aus und legten binnen fünf Minuten bis zum 13:8 vor. Mit 16:11 für Bramsche wurden die Seiten gewechselt.

„In der Halbzeit war klar: Laufbereitschaft, Wille und Kampf in der Deckung und im Angriff die Chancen nutzen“, so die Vorgaben des THC-Trainers. Nach sieben gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit schien es auch so, als könne der THC die Wende einleiten. Aber wiederum fünf Minuten reichten den Bramschern, um von 19:16 wieder auf 23:17 davon zu ziehen.

In dieser Phase schlossen beiden Mannschaften sehr schnell ab. Bramsche wirkte sogar gelegentlich ein wenig überheblich. „Wir hätten selbst in dieser Phase das Spiel noch drehen können, aber wir haben nicht die nötige Ruhe und Abgeklärtheit ins Spiel gebracht und waren bei den Torabschlüssen zu häufig nicht erfolgreich“, meinte Helmich nach Spielschluss. In den letzten zehn Minuten war kein Aufbäumen auf THC-Seite mehr vorhanden und die Mannschaft ergab sich einfach ihrem Schicksal.

Jetzt hat der THC erst einmal zwei Wochen Pause, bevor es am 31. Oktober zu Hause gegen den SV Eversburg wieder weiter geht. „Wir werden die zwei Wochen hoffentlich nutzen um Selbstvertrauen im Training zu erarbeiten, vor allem müssen wir den Glauben in unser Angriffsspiel wiederfinden. Die schlechteren Torabschlüsse müssen wir uns häufiger verkneifen“, forderte Westerkappelns Trainer nach der Bramscher Pleite.

Tore: Pötter (9), Halstenberg (3), Suppelt (3), Schröer (3), Twiehaus (2) und Rieger (2).
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