„Enttäuscht muss ich nicht sein“

Jan-Nicolas Pötter (links) traf am Sonntagnachmittag sieben Mal. Dennoch verlor der THC Westerkappeln das Spitzenspiel gegen Bramsche mit 24:26.Foto: (Christoph Pieper) „Nein. Enttäuscht muss ich nicht sein“, sagte ein gefasster Holger Helmich, Trainer des THC Westerkappeln nach der bitteren 24:26 Niederlage seiner Mannschaft gegen den TuS Bramsche II. „Die Einstellung hat heute gepasst. Jeder meiner Spieler hat heute alles gegeben und ist an seine Grenze gegangen. Bramsche war am Ende einfach einen Tick glücklicher.“ Ein nüchternes Résumé nach einer mitreißenden Regionsoberliga-Partie, in der keine der beiden Mannschaften die Oberhand gewinnen konnte und Tore zeitweise Mangelware waren.
Zu Beginn scheiterte Timo Halstenberg gleich zweimal in Eins-gegen-Eins-Situationen am gegnerischen Torhüter. Doch auch THC-Tormann Jens Barlag konnte sich auszeichnen, so dass es nach fünf Spielminuten erst 1:1 stand. In Minute sechs machte es Halstenberg im Eins gegen Eins dann besser und brachte seine Farben in Führung. Diese konnten die Westerkappelner zunächst halten, da sie in der Deckung sicher standen und dem flinken Angriffsspiel der Gäste Paroli bieten konnten. „Unser Defensivspiel kann ich heute auch loben“, honorierte Helmich. „Da haben die Jungs gut gearbeitet. Mit einem fitten Bastian Heins hätten wir natürlich noch eine Alternative mehr gehabt, aber wir mussten es nun einmal so nehmen wie es war und haben das Beste daraus gemacht.“ Dafür passte in der Offensive hin und wieder nicht alles zusammen, vor allem im Abschluss haperte es. „Hätten wir unsere 100-prozentigen Chancen genutzt, hätten wir heute gewonnen“, stellte Helmich fest. „Leider haben wir in den entscheidenden Situationen das Tor nicht gemacht. Jetzt müssen wir mit der Niederlage leben.“
Nach einem 11:12-Halbzeitrückstand drehte der THC das Spiel innerhalb von zwei Minuten auf 14:12. In der 35. Spielminute musste Florian Finke den Platz verletzt verlassen, konnte nach einer Verschnaufpause allerdings weitermachen. Die Bramscher konnten zwar immer wieder in Führung gehen, der THC ließ allerdings nicht locker und glich immer wieder aus. Als Manuel Schröer acht Minuten vor Ende der Partie zum 21:21 ausglich, war nicht abzusehen, welche Mannschaft den Platz als Sieger verlassen würde. Auch ein Unentschieden konnten sich viele Zuschauer vorstellen. Damit wollten sich die zahlreich angereisten Fans des TuS Bramsche allerdings nicht begnügen und feuerten ihre Mannschaft in der Schlussphase des Spiels ununterbrochen an. Als die Bramscher dann in der 58. Minute unter großem Jubel auf 25:23 erhöhten und ihr Torwart den Gegenangriff der Westerkappelner abwehren konnte war die Entscheidung gefallen. Nach zwei weiteren Treffern hieß es letztlich 24:26 aus Sicht des THC.

„Eigentlich ist nicht viel passiert“, klärt Helmich noch auf. „Wir haben jetzt fünf Minuspunkte und können die Meisterschaft nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Nichtsdestotrotz spielen wir noch einmal gegen den Tabellenführer aus Ankum und auch gegen Verfolger wie Melle. Wenn wir unsere Spiele gewinnen und Ankum noch einmal Punkte abgibt, ist noch alles möglich. Jetzt muss ich allerdings erstmal gucken wie es den Jungs geht. Einige sind im Moment bestimmt nicht so gut drauf.“ Sprachs und verabschiedet sich.

Tore: Halstenberg (8), Pötter (7), Suppelt (4), Schröer (3), Finke (1), Rieger (1)
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