Nur ein Tor fehlt

Henning ten Brink (hier am Ball) erarbeitete sich jeden seiner neun Treffer, konnte aber nichts Zählbares für sein Team in Westerkappeln behalten.Foto: (Sonja Möller) Nur ein Tor fehlte dem THC Westerkappeln am Sonntagnachmittag zum eigentlich verdienten Punktgewinn gegen die HSG Grönegau-Melle. Obwohl die Männer von THC-Trainer Holger Helmich fast im gesamten Spiel führten, wurden sie für ihren engagierten Auftritt nicht belohnt: Am Ende hieß es 39:40 (20:19). Dabei drückte der THC der Partie von Anfang an den Stempel auf: Jan-Nicolas Pötter schoss die Hausherren im Alleingang zur 4:3-Führung (7.), die Henning ten Brink und Timo Halstenberg auf 6:3 ausbauten. Spätestens da dürfte der HSG klar geworden sein, dass sich die Westerkappelner nicht erneut vorführen lassen. Zur Erinnerung: In Melle gab es eine 25:40-Klatsche für den THC.
Im Angriff lief es gut. Timo Halstenberg spielte erstmals auf Rückraummitte und sorgte stets für Gefahr. Er traf allein elf Mal. Zudem prägten Jan-Nicolas Pötter (12 Tore) und Henning ten Brink (9) die Partie. Über 8:4 und 10:6 zog der THC auf 12:7 (17.) davon,, ließ den Gegner bis zur Pause aber auf 20:19 herankommen. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir dem Spiel auch in Durchgang zwei den Stempel aufdrücken können“, sah sich Helmich von seinem Team positiv überrascht. Die THCler dachten gar nicht daran, einen Gang zurück zu schalten. Beim Stand von 30:26 war das Spiel minutenlang unterbrochen: Der Meller Yannik Grottendieck blieb nach einer Abwehraktion liegen und musste im Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. (Anmerkung: Nach Auskunft vom Trainer aus Melle war es glücklicherweise nur eine Prellung und Yannik konnte das Krankenhaus bereits am Sonntag wieder verlassen)
Die Schlussminuten waren nichts für schwache Nerven. Zehn Sekunden vor dem Ende donnerte Timo Halstenberg den Ball zum erlösenden 39:39 in die Maschen. Doch quasi mit der Schlusssirene traf Melle zum 40:39.

„Wir haben eben ein Tor weniger geworfen“, resümierte Timo Halstenberg scheinbar gefasst und fügte trotzig an: „Aber die Niederlage war unverdient.“ Dem schloss sich Henning ten Brink an, der vor allem den vergebenen Zählern hinterher trauerte: „Das wären zwei Bonuspunkte gewesen.“

Derweil fiel die Bilanz des THC-Trainers positiv aus: „Wir haben gegen den Landesliga-Absteiger mit unserem letzten Aufgebot bis zum Schluss mitgehalten. Das war ein gutes Spiel.“ Helmich standen nur zehn Spieler zur Verfügung. Und die haben gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. „Das sollte uns Mut machen.“

Tore: Pötter (12), Halstenberg (11), ten Brink (9), Grewe (3), Finke (3), Praus (1).
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