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Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Nach der Niederlage am Freitagabend gegen den SSC Dodesheide schworen sich die THC-Handballer am Sonntag auf den nächsten Gegner aus Georgsmarienhütte ein. Es hat offensichtlich geholfen, denn es folgte ein 27:19-Sieg.Foto: (Christoph Pieper) Zwei völlig unterschiedliche Gesichter - fast wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde - zeigte der THC Westerkappeln am vergangenen Wochenende. Der Wunsch nach einer vollen Tribüne blieb THC-Trainer Holger Helmich am Sonntagnachmittag unerfüllt. Der Wunsch nach einem Sieg über den TV Georgsmarienhütte 2 glücklicherweise nicht.
Mit einer couragierten Mannschaftsleistung konnte der THC Westerkappeln die Gäste aus Georgsmarienhütte mit 27:19 (16:11) besiegen und so einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Die bittere 19:26 (9:13)-Niederlage gegen den SSC Dodesheide zwei Tage zuvor schien wie vergessen.Vor Selbstbewusstsein strotzend, waren die Helmich-Schützlinge von Anwurf an das spielbestimmende Team. Jan-Nicolas Pötter eröffnete den Torreigen in der ersten Minute, wurde dann allerdings oftmals gänzlich aus dem Angriffsspiel des THC herausgehalten, da der TV Georgsmarienhütte ihn von Beginn an in Manndeckung nahm. Zudem erlitt Florian Finke einen Schlag ins Gesicht, wobei er sich am Auge verletzte und fast die ganze erste Halbzeit verpasste. So standen die restlichen THC-Akteure an diesem Nachmittag mehr denn je in der Pflicht ihre Mannschaft auf die Siegerstraße zu führen und sie machten ihre Sache gut. Durch Treffer von Timo Halstenberg und Dirk Suppelt und einer guten Defensivleistung mit einem starken Jens Barlag zwischen den Pfosten gingen die Westerkappelner schnell mit fünf Toren in Führung. Diesen Vorsprung konnten sie auch bis zur Halbzeit halten und hätten ihn sogar noch ausbauen können, mussten jedoch nach Unkonzentriertheiten das ein oder andere vermeidbare Gegentor hinnehmen.


So ging es also bei einem Spielstand von 16:11 in den zweiten Spielabschnitt, in dem der THC wieder klar dominierte. Die Unkonzentriertheiten wurden abgestellt und in der Offensiver arbeiteten die Westerkappelner gut weiter, so dass der Sieg in diesem Spiel zu keiner Zeit gefährdet war und mit 27:19 auch in der Höhe völlig verdient war.

Zum Spielende gab es dann noch einige Aufregung auf dem Spielfeld. Nach einer Rangelei zwischen Pötter und seinem Gegenspieler kam es zu einer Rudelbildung am Mittelkreis, bei der einige Spieler nur mit Mühe wieder beruhigt werden konnten. Als sich die Gemüter schließlich wieder abgekühlt hatten konnten sich die Protagonisten allerdings wieder freundschaftlich verabschieden.

„Das Spiel am Freitag gegen Dodesheide war sicherlich eine schlechte Vorlage auf den zweiten Teil des Wochenendes“, meinte Trainer Helmich. Ein Gutes habe das Spiel aber gehabt. „Dirk Suppelt ht sein erstes Tor nach seiner schweren Knieverletzung gemacht“, so der THC-Coach. „Und Tobias Coquette hat nach seinem Intermezzo in Münster auch wieder sein erstes Tor für den THC erzielt.“ Ansonsten war das Spiel am Freitag, ganz im Gegensatz zum Sonntagsspiel, gekennzeichnet von unerklärlichen Fehlern. „Das ist wohl nur dem hohen Druck und der Ausgangssituation zuzuschreiben“, sagte Helmich. Immerhin habe die Mannschaft aber bis zum Ende gekämpft.

Der THC richtet nun den Blick auf die verbleibenden Spiele im Abstiegskampf, in der Gewissheit, dass die Mannschaft mit einer Wiederholung der Leistung vom Sonntag noch lange nicht abzuschreiben ist.

Tore gegen GM-Hütte: Pötter (7), Halstenberg (6), Suppelt (5), Kamphues (3), ten Brink (2), Rieger (2) und Coquette (2).

Tore gegen Dodesheide: Finke (4), Pötter (4), ten Brink (2), Halstenberg (2), Coquette (2), Suppelt (2), Grewe (1), Rieger (1) und Kamphues (1).
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