THC gegen TVE 20:44

Im Freunschaftsspiel in der Dreifachsporthalle machten es die THCler (gelbe Trikots) dem fünf Klassen höher spielenden Bundesligisten aus Emsdetten nicht leicht. Am Ende hatten die Gäste aber doch die bessere Kondition, während bei den Gastgebern die Kraft nachließ.Sie haben 60 Minuten am Limit gespielt, sind trotz des übermächtigen Gegners ruhig geblieben. Die Westerkappelner hatten am Dienstagabend im Freundschaftsspiel gegen den TV Emsdetten (TVE) ja nichts zu verlieren. Das stimmt schon. Wie gut es dann aber tatsächlich lief, damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. 20 Treffer versenkte der THC gegen den fünf Klassen höher spielenden Bundesligisten, der letztendlich souverän mit 44:20 (22:12) gewann.
Dabei lief für den TVE anfangs alles nach Plan: Ruckzuck stand es 6:0 für die Gäste. „Da dachten die wohl schon, das gehe jetzt von selbst“, vermutete Timo Halstenberg grinsend. Dem war nicht so. Denn nach einer Glanzparade von Jens Barlag war es der Rechtsaußen, der dem Bundesligisten prompt die ersten drei Gegentore bescherte (7., 8., 9.). Gut 300 Zuschauer peitschten die Helmich-Sieben weiter nach vorne, die nach Henning ten Brinks Treffer auf drei Tore verkürzte (4:7) und dem Gegner auf den Fersen blieb. Der TV Emsdetten dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben, als er sich nicht absetzen konnte: „Beim 11:15 habe ich auch gedacht, Donnerwetter“, war Henning ten Brink selbst mächtig überrascht.

Slapstick Einlage: Nachdem THCler Timo Halstenberg die Stelle mit dem Hintern trocken gewischt hatte, rutschte ein TVE-Spieler zur Gaudi der 300 Zuschauer bäuchlings hinterher.„Verdammt schnell und anstrengend“, fand Jan Nicolas Pötter die Spielweise und wischte sich erstmal den Schweiß aus dem Gesicht. „Da wird nicht diskutiert. Die ziehen das durch. Da kannst du auch mal zupacken. Alle sind fair und freundlich.“ Der 19-Jährige bekam gleich ein Lob vom gegnerischen Trainer: „In Eins-gegen-Eins-Situationen und physisch war deren Siebener sehr gut“, pickte sich Lars Walther gezielt Pötter (Trikotnummer Sieben) heraus. Der Bundesligist war auch einer kurzen Slapstick-Einlage nicht abgeneigt: Als der Hallenboden an einer Stelle nass war, robbte Timo Halstenberg sitzend darüber. Sehr zur Freude der Zuschauer. Die TVEler schmunzelten und ein Emsdettener rutschte spontan bäuchlings hinterher.
Von Anspannung keine Spur. „Wir haben uns vorgenommen, bei Fehlern nicht zu meckern. Ausrichten konnten wir sowieso nichts“, berichtet Manuel Schröer. Dieses Wissen ließ die Gastgeber befreit aufspielen. Torhüter Jens Barlag vereitelte einige hundertprozentige Chancen. Am Ende zog der TVE das Tempo an, während bei ten Brink und Co. die Kraft nachließ. „Die Grundfitness ist eine andere. Die haben in der Vorbereitung so viele Einheiten, wie ich in der ganzen Saison“, kannte THC-Coach Holger Helmich den Grund und glaubt: „Wenn wir die positive Grundstimmung von heute beibehalten, gehen wir gut gerüstet in die Saison.“
Das Spiel zum 40-jährigen Bestehen des Turn- und Handballclubs, es war das erwartete Highlight. Und vielleicht nicht der letzte Auftritt des TVE in der Dreifachhalle: „Wir kommen gerne wieder“, kündigte Lars Walther an.
THC Westerkappeln: Barlag, Cutik, Kellermeyer – Schröer (5), ten Brink (3), Schulte (1), Praus, Finke (1), Coquette, Halstenberg (4), Pötter (5), Rieger (1), Tüpker, Gröne, Wiemann.
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