Niederlage beim Aufsteiger

Auch vier Tore von Timo Halstenberg konnten die 28:31-Auftaktniederlage des THC gegen TSV Quakenbrück nicht verhindern.Foto: (Sonja Möller)Mit einer 28:31 (14:12)-Niederlage ist der THC in die neue Saison gestartet. Beim TSV Quakenbrück gelang es den Handballern um Kapitän Manuel Schröer nicht, einen engagierten Aufsteiger in Schach zu halten.

Der THC erwischte einen schlechten Start und lief in den ersten 20 Minuten einem Rückstand hinterher. Die Hausherren spielten mit offensiver Deckung und fanden damit einen wunden Punkt beim THC. „Für uns sehr unangenehm“, betonte Trainer Holger Helmich. Die Quakenbrücker hielten die Gäste so geschickt auf Distanz. Das Problem: Die Westerkappelner schafften es nicht, sich ohne Ball in der Tiefe zu bewegen und dann auf Tormöglichkeiten zu lauern. „Wir haben der Deckung meistens Einzelaktionen mit Ball angeboten“, erkannte Helmich das Manko. Mit diesem Mangel an Flexibilität rannten die THCler der Quakenbrücker Führung hinterher. Dennoch war die erste Halbzeit ausgeglichen. In Minute 20 gelang Henning ten Brink mit seinem Tor zum 9:8 erstmals die Führung, die die Gäste bis kurz vor dem Seitenwechsel auf 14:11 ausbauten. Es sah nach einer Wende aus. Doch als sich Schulte und Co. bereits mit drei Toren Vorsprung in der Kabine sahen, nutzten die Quakenbrücker ihre Chance. „Ein unnötiges Tor über Rechtsaußen“, kommentierte Holger Helmich das 14:12 mit Pausenpfiff. Trotzdem: Der THC war zuversichtlich, das Spiel erfolgreich beenden zu können. Kommen sollte es dann ganz anders: Der Gastgeber drehte die Partie und ging in Minute 40 mit 19:16 in Führung. „Alle taktischen Vorgaben waren damit über den Haufen geworfen“, erzählte Helmich. Es galt, die Zähne zusammenzubeißen und die Partie abermals zu wenden.

Und tatsächlich: Manuel Schröer gelang der 21:21-Ausgleich (46.). Hoffnung keimte erneut auf, dabei blieb es aber. Denn mit dem 24:27 waren die Hausherren kurz drauf erneut davongezogen. Und mit ihnen die Kraftreserven des THC. Da konnte auch ein Time-out nicht mehr helfen. Die Niederlage war besiegelt.

„Klar haben wir einige Chancen ausgelassen“, fand der THC-Trainer einen Ansatzpunkt, doch verloren ging die Partie an anderer Stelle: „Wir müssen uns als Mannschaft verbessern und gezielt an der Abstimmung arbeiten. Das muss jeder erkennen.“

Sein Debut im THC-Trikot gab Dirk Suppelt, dem aber die offensive Deckung des Gegners nicht lag. Seine fünf Treffer erzielte er, als das Spiel schon gelaufen schien. Fabian Praus profitierte von seiner neuen Position auf der linken Angriffsseite, ließ aber wie alle noch Steigerungspotenzial erkennen.

Wie man als junge Mannschaft erfolgreich sein kann, zeigten die Quakenbrücker in ihrer ersten Landesklasse-Partie. „Wir haben gegen eine sympathische Mannschaft verloren, die 60 Minuten an sich geglaubt hat und das Maximum aus ihren Möglichkeiten gemacht hat“, zollte Helmich dem Gegner Respekt.

Verloren ist aber noch nichts. Der THC ist in der Findungsphase, das war vor Anpfiff schon klar. „Es gilt jetzt, dass wir uns auf der rechten Seite verbessern. Wir müssen uns außerdem besser einspielen und gezielt die Torchancen nutzen.“ Besonders den Abschluss aus erster und zweiter Welle gelte es zu suchen. Hinzu komme das Tempospiel. Diverse Erkenntnisse also, die Holger Helmich aus der Partie beim Aufsteiger gezogen hat. Für seine Mannschaft hat er trotzdem aufmunternde Worte parat: „Kopf hoch, das nächste Spiel kommt bestimmt.“

Westerkappeln: Schröer (5), Rieger (3), Halstenberg (4), Praus (5), ten Brink (6), Suppelt (5).
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