Beim strauchelnden Favoriten

Kapitän Manuel Schröer (rechts) reist mit dem THC zur HSG Grönegau-Melle.Foto: (Sonja Möller)Als Holger Helmich noch selbst Handball spielte, da gehörte die HSG Grönegau-Melle der Oberliga an. „Da bin ich schon Mal zu einem Spiel gefahren und habe mir das von der Tribüne aus angeguckt“, erinnert sich der THC-Trainer gerne zurück. Die HSG war damals eine Marke. Über zehn Jahre ist das jetzt her. Seit dieser Saison sind die Meller in der Landesklasse Süd angekommen. Morgen gastiert deswegen Helmichs THC beim einstigen Oberligisten. Anwurf ist um 17 Uhr.

Die HSG Grönegau-Melle legte als einer der Aufstiegsfavoriten einen unerwartet schlechten Saisonstart hin. Eine Niederlage, ein Sieg und ein 24:24-Remis gegen die TSG Burg-Gretesch am vergangenen Spieltag stehen bei den Hausherren zu Buche und dürften ihnen die Laune verhagelt haben. „Die sind heiß auf die Punkte. Gerade zu Hause“, erwartet Helmich einen ambitionierten Gegner, gegen den er mit seiner Mannschaft antreten muss. Dessen Spieler sind derweil guten Mutes, hat es doch am vergangenen Sonntag mit dem ersten Saisonsieg geklappt. Doch trotz aller Euphorie wissen Halstenberg und Co., dass sie in Melle ein schweres Spiel erwartet. Dafür fällt Ron Twiehaus wegen einer Fingerverletzung ebenso aus wie Sebastian Heins. Der Einsatz von Maximilian Wiemann ist noch unsicher. Der Neuzugang laboriert an einer Fußverletzung.

Wenn der THC gegen die HSG Melle spielt, ist das nicht unbedingt ein Duell auf Augenhöhe. Tritt die Helmich-Sieben aber ähnlich geschlossen wie gegen den SV Quitt-Ankum auf, kann sie den Größenunterschied minimieren. Und sich vielleicht sogar in die Reihe derer eingliedern, die dem großen Favoriten als nächstes ein Beinchen stellen. Mit Blick auf das Heimspiel gegen den Spitzenreiter TV Bissendorf-Holte II am kommenden Wochenende sicher ein nützlicher Motivationsschub. Das glaubt auch Helmich: „Bei einem Sieg könnten wir aufatmen.“
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