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Böse Überraschung in Friesoythe

1. HerrenDas Vorhaben, endlich auch auswärts zu punkten, muss der THC erstmal verschieben. Am Samstag gab es bei der HSG Friesoyte statt Zählbarem eine derbe 21:46 (11:24) Klatsche. „Die haben Katz und Maus mit uns gespielt“, resümierte THC-Trainer Holger Helmich.

Dabei sah zu Beginn für dessen Team alles noch ganz gut aus: Obwohl neben Niels Gröne (Schulterverletzung) mit Jan-Marten Schulte, Ron Twiehaus sowie Sebastian Heins drei Defensiv-Stabilisatoren fehlten, gestalteten die Gäste die Partie ausgeglichen.
Henning ten Brink erzielte direkt zwei Tore von der Rückraum-Mitte. Beim Stand von 2:2 in Minute drei fingen sich die Gäste die erste Packung: 2:5 in 120 Sekunden. „Da wurde mir schon mulmig, aber wir haben eine schöne Antwort gefunden“, sagte Helmich.

Dessen Team glich zum 5:5 aus (9.), was zu Unruhe beim Gegner führte. Henning ten Brinks Wurf ging dann an den Pfosten, Jan-Niklas Rieger vergab einen Tempogegenstoß. Zu diesem Zeitpunkt noch nicht dramatisch, zumal Fabian Praus zum 6:7-Anschluss traf (10.). Doch die Hausherren zogen auf 7:10 davon (15.). Danach vergab der THC drei hundertprozentige Chancen.

Die HSG Friesoyte griff konsequent den Ballführer der Westerkappelner auf der Wurfarm-Seite an und startete etliche Tempogegenstöße - meist erfolgreich. Die Hausherren bauten ihren Vorsprung kontinuierlich von 7:10 (16.) auf 7:17 (22.) zur Halbzeit bis auf 11:24 aus. Mit dem Pausenpfiff bekam dann auch noch Malte Alexy eine Zeitstrafe, was dem THC mit einem Kader von zwölf Mann keine taktische Umstellung erlaubte. Es sollte nicht die einzige Verwarnung bleiben. „Bis zur 41. Minute haben wir quasi durchgängig in Unterzahl gespielt“, erzählte Helmich. Die HSGler vergrößerten den Abstand auf 13:34 (40.) und blieben hungrig. Auf der anderen Seite hingen die Köpfe mit jedem versenkten Tempogegenstoß tiefer.

Die Gastgeber überraschten mit einem neuem Kader, in dem die Hälfte in der Vorsaison noch für den damaligen Absteiger BV Garrel antrat. „Die haben deren besten acht Spieler und ihre besten acht zusammengewürfelt“, sah Helmich einen Gegner, dem er in dieser Form durchaus den Aufstieg in die Landesliga zutraut.
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