Zeitstrafen bringen den THC aus dem Tritt

Fabian Praus (rechts) traf dreimal gegen die Reserve des TV Cloppenburg, musste aber dennoch eine knappe 28:29-Niederlage hinnehmen.Foto: (Sonja Möller)So recht wussten die THC-Handballer nicht, was sie nach der 28:29 (19:13)-Niederlage gegen den TV Cloppenburg II tun sollten. Sich freuen, weil sie gegen einen starken Gegner über 60 Minuten voll um den Sieg mitgespielt hatten? Oder sich doch lieber ärgern, weil sie so dicht dran waren am Punktgewinn, letztendlich aber mit leeren Händen dastanden.

THC-Trainer Holger Helmich entschied sich für die positive Seite: „Meine Hochachtung an die Mannschaft. Alle haben super gekämpft. Das Spiel stand bis zum Schluss auf Messers Schneide.“

Damit übertrieb Helmich keineswegs. Denn was zuvor wohl niemand erwartet hätte, trat ein. Der THC erwischte am Sonntagnachmittag einen Bilderbuchstart und drückte dem Spiel von Beginn an den Stempel auf. Trotz einer körperlich intensiv geführten Partie - „das war ein Spiel mit Haken und Ösen“ - führten die Hausherren nach 15 Minuten bereits 10:5. „Der Wechsel zwischen Abwehr und Angriff hat super funktioniert“, lobte Helmich, ahnte jedoch bereits beim 17:13 (29.), dass „sich das Blatt jederzeit wenden könnte.“ Danach trafen aber noch Dirk Suppelt und Sebastian Heins für die Gastgeber, während Cloppenburg verwarf. Halbzeitstand: 19:13.
„In der Kabine haben wir uns vorgenommen, genau so weiter zu machen“, erzählte Helmich. Doch stattdessen kassierte sein Team drei Zeitstrafen hintereinander. „Damit haben wir uns keinen Gefallen getan.“ Das Blatt wendete sich, der TV Cloppenburg II holte von 19:15 auf 20:18 auf.

Die Gastgeber gerieten derweil unter Stress und leisteten sich Abstimmungsfehler. Einen Vorwurf wollte Helmich seinen Mannen aber nicht machen: „Fehler passieren nun mal. Cloppenburg hat auf Rückraum rechts einen der besten Spieler der Liga.“ Und den hatten die THCler immerhin in Halbzeit eins im Griff.

Die Hausherren hielten dem Druck des Gegners aber auch nach dem Seitenwechsel lange stand. Doch dann scheiterte erst Manuel Schröer beim 25:25 frei vom Kreis (53.). Im Gegenzug gelang den Gästen erstmals die Führung (54.). Danach glichen die Westerkappelner zwar wieder aus, ließen aber auch einige Möglichkeiten liegen: So scheiterte Sebastian Heins frei auf Rückraum rechts beim Stand von 26:26. Danach warf Manuel Schröer beim 27:28 an den Pfosten. Die Gäste versenkten erneut und Heins konnte mit dem 28:29 nur noch Ergebniskorrektur betreiben.

Die Niederlage war ärgerlich, aber nach Meinung des THC-Coachs nicht weiter tragisch: „Das ist kein Grund, sauer zu sein oder den Kopf in den Sand zu stecken“, resümierte Helmich. „Fehler passieren nun mal. Wir schauen uns die jetzt im Training an, und dann geht es weiter.“

Tore: Schröer (7), Suppelt (5), ten Brink (3), Halstenberg (3), Pötter (3), Praus (3), Finke (2), Heins (2).
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