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Noch die Kurve gekriegt

Florian Finke traf in Burg Gretesch vier Mal für die THC-HandballerFoto: (Uwe Wolter)Die Handballer des THC Westerkappeln haben sich doch ein schönes Weihnachtsgeschenk unter den Tannenbaum gelegt. Im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel gewann die Mannschaft von Trainer Holger Helmich beim Tabellenletzten der Landesklasse TSG Burg Gretesch mit 32:29 (14:18).

Der Verlauf der ersten Hälfte war am Sonntagnachmittag fast katastrophal aus Gästesicht. Der THC erwischte einen schlechten Start und lag nach fünf Minuten mit 0:3 hinten. Diesem Rückstand liefen die Westerkappelner bis Mitte der ersten Halbzeit stets hinterher. „In der Deckung haben wir uns schlecht bewegt, so dass Gretesch immer wieder zu einfachen Toren kam“, kritisierte Helmich. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung sogar auf 10:5 aus. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der THC unter anderem drei Siebenmeter verworfen. Schon fast aus der Not heraus, um den Rückstand zu verkleinern, suchten die Westerkappelner immer wieder zu unvorbereitet den Abschluss. Zwar konnte der Rückstand zwischenzeitlich auf 9:11 verkürzt werden und fünf Minuten vor der Pause war der THC sogar mit 12:13 rangekommen, doch dann zog die TSG bis zur Pause wieder auf 18:14 davon. Nach der Pause, in der Helmich offensichtlich die passenden Worte gefunden hatte, trat der THC dann wie verwandelt auf.Spielerisch konnten die Westerkappelner zwar auch weiterhin nicht unbedingt glänzen, aber es wurde gefightet, um die drohende Schlappe abzuwenden. Nach dem 14:19 - kassiert in Unterzahl - traf der THC vier Mal in Folge. „Die taktische Umstellung auf eine 5:1-Deckung und der Torwartwechsel von Jens Barlag zu Daniel Cutik zahlten sich aus“, gab der THC-Coach nach Spielschluss zu. „Cutik hat ein tolles Spiel gemacht und einige aussichtsreiche Wurfsituationen der Gretescher vereitelt“, lobte Helmich seinen Torwart. Mit einer fortan besser stehenden Deckung schaffte der THC beim 23:22 erstmals die Führung in dieser Partie. Der Vorsprung wurde über 28:25 zum 29:26 fünf Minuten vor dem Ende ausgebaut.

In der hektischen Schlussphase kamen die Gastgeber aber noch einmal heran und konnten zum 29:28 bzw. kurz darauf zum 30:29 verkürzen. „Am Ende haben wir aber gemeinsam den Sieg erzwungen“, verdeutlichte Helmich den Siegeswillen seiner Mannschaft. Am Ende siegte der THC auf Grund einer starken zweiten Halbzeit auch verdient mit 32:29.

„Aus unserer Sicht hatte das Spiel mit dem Erfolg ein Happy-End. Zur Pause hatte man noch nicht das Gefühl, hier zu gewinnen. Am Ende haben wir uns endlich mal reingekämpft und das Spiel umgebogen“, bilanzierte Helmich abschließend. „In der Rückserie sollten wir stets eine Leistung über 60 Minuten abrufen wie heute in der zweiten Hälfte.“

Tore: Pötter (11), Suppelt (7), Finke (4), Rieger (3), Schröer (2), Twiehaus (2), Halstenberg (2) und ten Brink (1).
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