?Mir fehlen die Worte?

Auch Timo Halstenberg, hier beim Wurfversuch, konnte dem THC trotz seiner vier Tore am Samstag keine wesentlichen Impulse geben. (Foto: Sonja Möller)Die Talfahrt des THC Westerkappeln geht scheinbar ungebremst weiter. Mit 23:32 (13:16) verlor das Team von Holger Helmich am Samstagabend gegen die TSG Burg-Gretesch. Die sechste Niederlage im siebten Spiel ist auch für den THC-Coach schwer einzuordnen: ?Mir fehlen die Worte. Ich habe dafür keine Erklärung?, distanzierte sich Helmich klar vom Auftritt seiner Sieben. Was sollte er auch sagen? Seit Wochen schafft es seine Mannschaft weder, die technischen Fehler abzustellen, noch hunderprozentige Chancen ins Tor zu werfen ? und nicht daneben. Die Niederlage gegen die TSG war da nur ein weiterer Tiefpunkt.

Das Verhalten der Hausherren, sich klaglos in die Niederlage zu fügen, verwunderte. Statt sich mit aller Kraft dagegen zu stemmen, sahen sie manches Mal tatenlos zu, wie die TSG einschoss. ?Das ist zu einfach?, versuchte THC-Schlussmann Jens Barlag seine Vorderleute noch wachzurütteln. Vergebens. Selbst in Überzahl gelang es seinem Team nicht, den eigenen Kasten sauber zu halten. In Minute elf provozierten ten Brink und Co. durch ihre Spielweise zwei Zeitstrafen gegen Burg-Gretesch. Anstatt aber beim Stand von 6:6 in Führung zu gehen, erzielten die Gäste in doppelter Unterzahl zwei Tore. ?Nach diesen zwei Minuten steht es 6:8 gegen uns. Ich bin sprachlos?, sagte Helmich. Mit überhasteten Abwürfen kamen Pötter und Co. nicht weiter. Der gegnerische Torwart wehrte sicher ab. Aber war der TSG-Schlussmann tatsächlich zu gut oder die Würfe der Gastgeber einfach zu schlecht? ?Wir haben den Torwart auch schön beworfen. Es bringt ja nichts, aus dem Nichts draufzuhämmern?, polterte Helmich weiter. ?Das 23:32 hat nicht Burg-Gretesch erzielt. Das ist das Ergebnis unserer ausgelassenen Chancen.? Stattdessen verwandelte die TSG eiskalt. So konnten sich die Gäste sogar beim Stand von 14:22 (43.) erlauben, Möglichkeiten zu vergeben. Da war das Spiel bereits entschieden. Die Helmich-Mannen kämpften sich zwar nochmal auf 20:25 heran (50.). Fünf Minuten später hieß es aber bereits 20:30.

Die Niederlage allein der Offensive anzulasten, wäre jedoch falsch. Die Burg-Gretescher zeigten den Hausherren, was effektives Abwehrverhalten ist: ?Mein Spieler wirft ja nicht direkt in die Arme des gegnerischen Torwarts, sondern der Abwehrspieler zwingt ihn dazu. Da müssen wir auch hinkommen?, betonte Helmich. Neun Tore kassierte seine Mannschaft allein über Außen.

?Wir sind nicht im Rhythmus, aber bei 2:10 Punkten muss ich erwarten können, dass jeder alles gibt, mit aller Macht kämpft und sich gegen die Niederlage stemmt?, nimmt der THC-Trainer seine Spieler in die Pflicht. ?Jedes individuelle Fehlverhalten lässt sich erklären, aber jemand muss auch mal sagen, das und das war schlecht.?

Die THC-Spieler haben jetzt einige Tage Zeit, sich die Worte ihres Trainers zu Herzen zu nehmen. Am kommenden Samstag geht es zum TV Georgsmarienhütte 2. Diese Mannschaft hat vor einer Woche ebenfalls ihr Spiel verloren ? gegen Burg-Gretesch.

THC Westerkappeln: Barlag, Cutik, Schröer (7), ten Brink (5), Schulte, Twiehaus, Halstenberg (4), Pötter (4), Giese, Rieger (1), Praus (2), Kellermeier, Finke.

Spielfilm: 0:1, 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:4, 6:4, 6:6, 6:8, 7:9, 8:9, 8:10, 9:10, 10:10, 10:14, 13:14, 13:16, 13:22, 14:22, 16:23, 17:24, 19:24, 20:25, 20:30, 21:31, 22:32, 23:32.
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