Nicht abgebrüht genug

Florian Finke traf am Samstag vier Mal gegen Spitzenreiter HSG Osnabrück. Am Ende musste der THC aber eine 20:25-Niederlage akzeptieren. (Uwe Wolter)Am Ende war gegen den Spitzenreiter kein Kraut gewachsen. ?Eines kann man der Mannschaft nicht vorwerfen: die zur Verfügung stehenden Spieler haben 60 Minuten alles versucht?, suchte Holger Helmich, Trainer der Handballer des THC Westerkappeln, nach positiven Eindrücken nach der 20:25-Niederlage gegen den HSG Osnabrück. Und noch etwas Positives gab es zu vermelden. Nach langer Verletzungspause hat Fabian Prauss endlich wieder die ersten Minuten spielen können. ?Hoffentlich ist er jetzt über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei, so dass wir uns weiter einspielen können und er sein Potential bei uns einbringen kann?, sagte Helmich.

Das Spiel des THC gegen den Tabellenführer aus OSnabrück war am Samstagabend von einer ?sehr robusten Deckungsarbeit geprägt? (Helmich). Die Gäste erwischten in der Westerkappelner Sporthalle den besseren Start und führten nach sechs Minuten mit 4:1. Diesen Drei-Tore-Vorsprung hielten die Osnabrücker auch in der Folgezeit. Der THC verpasste wegen seiner hinlänglich bekannten Siebenmeterschwäche (?Zwei von vier Strafwürfen wurden in den ersten zehn Minuten wieder verworfen?, so der THC-Coach) eine bessere Ausgangslage.
Nach 20 Minuten lag die HSG mit 9:5 vorne. Dann wurden die Hausherren aber stärker und verkürzten auf 8:9 innerhalb weniger Minuten. Als die Osnabrücker dann sogar zwei Zeitstrafen bekamen, geriet der zuvor gute THC-Lauf aber wieder ins Stocken. ?Im Angriff wurde überflüssiger Weise auf der Außenposition bei schlechtem Winkel abgeschlossen?, ärgerte sich am Spielfeldrand Trainer Holger Helmich. Und statt selbst Tore in Überzahl zu schießen, gelang dies den ?reduzierten? Gästen. Am Ende der ersten Hälfte hatten sich die Osnabrücker wieder einen Vier-Tore-Vorsprung (12:8) herausgespielt. ?Ein bisschen mehr Abgebrühtheit bei zweifacher Überzahl hätte eine Halbzeitführung für uns bedeuten können?, bemängelte der THC-Coach wohl nicht zu Unrecht zur Pause.

Und im zweiten Durchgang setzte sich das wieder so fort. Die HSG baute ihren Vorsprung zunächst auf fünf Tore aus. Noch einmal aber kämpfte sich der THC auf 12:14 heran. Doch Unzulänglichkeiten in der Deckung bestraften die Gäste mit einem erneuten Ausbau ihrer Führung. Zehn Minuten vor Ende war die Partie beim Stande von 14:20 aus THC-Sicht gelaufen. ?Es spricht aber für die Moral der Mannschaft, dass es die Osnabrücker nicht geschafft haben, in den letzten Minuten den Vorsprung noch weiter zu erhöhen?, erklärte Holger Helmich nach Spielschluss.

Die Treffer für den THC erzielten: Pötter (6), ten Brink (5), Finke, Halstenberg und Bollmann (2).
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