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Glück hat nur der Gegner

Manuel Schröer (rechts) verwarf nach einer guten Leistung den entscheidenden Siebenmeter für den THC (Foto: Sonja Möller)"Manuel ist sicher der tragische Held, aber so ist das Leben. Erst fehlt Glück, dann kommt das Pech dazu", sagte Holger Helmich beinahe gelassen nach der Niederlage gegen BW Lohne. "Heute haben alle alles gegeben. Wenn wir die ganze Saison über so gespielt hätten, wären wir nicht in dieser Situation."

Zuvor hatte die Helmich-Sieben trotz der Ausfälle von Jan-Nicolas Pötter, Christoph Giese und Tobias Coquette einen couragierten Auftritt gezeigt. Gegen einen Gegner, der den heimischen Handballern alles abverlangte, bissen sich die Gastgeber durch. Eine erste Duftmarke setzten Manuel Schröer mit einem souveränen versenkten Siebenmeter zum 1:1 (2.). Im Gegenzug parierte Jens Barlag einen Lohner Strafwurf, und Jan Niklas Rieger schoss vom Kreis das 2:1. Die Hausherren kämpften und konnten mit zwei Toren 3:1, 6:4 und 7:5 in Führung gehen (9). BW Lohne kam dann aber wieder zum 8:( Ausgleich und zog 13:10 vorbei. Ein Spielentscheidender Faktor war sicher das langsame Rückzugsverhalten der THCler.

Selbst nach eigenen Torerfolgen war der Gegner blitzschnell vor dem Westerkappelner Gehäuse und traf. "Von 13 Gegentoren in der ersten Halbzeit haben wir sieben durch erste oder zweite Welle bekommen", analysierte Helmich. Die Hausherren bäumten sich auf: Nicolas Bollmann traf vom Kreis zum 14:15 Anschluss (26.), Jan Niklas Rieger schoss den Ausgleich eine Minute später. Und wie schon so oft in dieser Saison war es Jens Barlag, der mit seinen Glanzparaden sein Team im Spiel hielt. Mit 17:16 ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel war erst mehr Dampf im THC Spiel. Die Gastgeber schossen sich eine Vier-Tore-Führung heraus (40.). "Aber das Spiel schritt nicht so voran, dass die Führung gereicht hätte". schwante Helmich bereits da Unheil. Die Gäste glichen tatsächlich aus und schafften in den letzten zwei Minuten das 33:31. Dann der finale Siebenmeter, der Sieg für den BW Lohne und ein tragischer Held mit Rückrat, der sich von seinen Gegnern mit Handschlag verabschiedete.
Damit steht der THC zwar uneinholber auf dem viertletzten Tabellenplatz. Doch erst am kommenden Wochenende steht fest, wie viele Mannschaften aus der Landesliga und somit auch aus der Landesklasse absteigen. Am Sonntag tritt der THC bei BV Cloppenburg an.
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