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Jubel und Tanz

Die ersten Punkte haben die THC-Handballer endlich eingefahren. Jens ten Brink, der hier beim Wurf gestört wird, traf dreimal. (Foto: Sonja Möller)
Die Szene nach dem Abpfiff fasste das Spiel treffend zusammen: Die Handballer des THC legten sich die Arme um die Schultern und tanzten und jubelten minutenlang im Kreis, während der Gegner mit hängendem Kopf in die Kabine trottete. Mit 28:23 hatten die Mannen von Holger Helmich zuvor den Landesligaabsteiger SG Neuenhaus/Uelsen II in die Schranken gewiesen und die ersten beiden Punkte der Saison eingefahren. „Heute war einer für den anderen da. Wir haben als Team zusammen funktioniert“, waren die THC-Spieler sichtlich zufrieden mit ihrer Leistung.

Das erste Tor der Partie erzielten jedoch die Gästen, die nach zwei fruchtlosen Angriffen des THC das Leder sicher versenkten. Den Hausherren war zu Beginn der Partie die Unsicherheit des 0:6-Punkte-Rückstandes in der Tabelle anzumerken. Sie vergaben einige gute Chancen. Henning ten Brink behielt die Nerven und erzielte die ersten drei Tore.
Die Westerkappelner bauten nach einer Zweiminuten-Strafe gegen die Neuenhauser ihren Vorsprung auf 6:3 aus, konnten jedoch die erneute Überzahlsituation nicht nutzen. Die Gäste glichen zum 6:6 und 7:7 aus, wirkten aber verunsichert. Der Landesliga-Absteiger verlor häufig den Ball oder warf daneben.

Die THC-Spieler erarbeiteten sich mit ihrem bärenstarken Keeper im Rücken einen Drei-Tore-Vorsprung, den sie stetig ausbauten. 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff machte Tobias Coquette das 17:11. Ein komfortabler Vorsprung, für den sich die Hausherren noch nichts kaufen konnten.

Im zweiten Durchgang trieb THC-Torhüter Jens Barlag mit seinen Glanzparaden den Gegner fast zur Verzweiflung. Seine Vorderleute zeigten zudem Moral und den unbedingten Siegeswillen. Jan-Nicolas Pötter setzte sich immer wieder toll aus dem Rückraum in Szene und erzielte insgesamt sieben Tore. Die Mannen von Holger Helmich wollten den Sieg, das war deutlich zu sehen. Zwei Minuten vor dem Ende stand es 28:20. Danach war die Luft bei den Gastgebern raus und die SGN machte noch drei Tore.

Am Sieg änderte sich nichts mehr. Die zwei Punkte waren im Sack. Alle Westerkappelner hatten ein Lächeln auf dem Gesicht. Fast alle: „Ich kann heute nicht zufrieden sein“, monierte THC-Coach Holger Helmich, „Im Umschalten zwischen Abwehr und Angriff müssen wir uns deutlich verbessern. In den letzten zwei Minuten haben meine Spieler bei Tempogegenstößen angefangen zu tricksen, anstatt die hundertprozentigen Chancen erstmal zu versenken. Stattdessen kassieren wir so einfache Tore“, resümierte er kopfschüttelnd. Doch dem Trainer fiel auch einiges Positives auf. Er sah ein deutlich besseres Angriffsspiel seiner Leute. „Wir sind zwar noch nicht da, wo wir 2006 aufgehört haben, aber es wird besser.“ Gut gefiel Helmich Neuzugang Timo Halstenberg, der zum Saisonbeginn aus Lotte gekommen war und einen guten Job auf rechts außen machte.

Ob der Knoten bei den Gastgebern mit dem Sieg gegen den Landesligaabsteiger endgültig geplatzt ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Zwei Heimspiele warten auf den THC. Am Samstag empfängt der heimische Vertreter in der Landesklasse Weser-Ems die HSG Osnabrück.

Für den THC trafen: Pötter (7), H. ten Brink (6), Coquette (5), Halstenberg (3), J. ten Brink (3), Schröer (2), Schulte (1), Bollmann (1).

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