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Leidenschaft allein reicht nicht
Was mit Leidenschaft, Willen und Kampfgeist alles möglich ist, zeigte der THC am Samstag im Spiel gegen die HSG Osnabrück. Zwar verloren die Mannen von Holger Helmich mit 29:31, die Partie stand aber bis zum Schluss auf der Kippe. „Wir haben drei Siebenmeter vergeben und die HSG ist komplett angetreten. Meine Mannschaft war eindeutig auf Augenhöhe“, stellte sich Helmich hinter seine Spieler.

Von Beginn an entwickelte sich ein flottes Hin und Her, bei dem sich beide Seiten nichts schenkten: Die Westerkappelner erkämpften sich in der zehnten Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung, den sie zuerst erfolgreich verteidigten: Aus einem 5:3 wurde ein 7:5 und 8:6. Allerdings zeigte sich schon in dieser Phase das Problem des THC: „Wir leiden darunter, in entscheidenden Situationen zu hektisch abzuschließen. Wir müssen abgezockter werden, wenn wir zum Beispiel eine Sechs-gegen-Vier-Situation haben.“ Statt die Führung auszubauen, bekamen die Gäste Oberwasser.
Trotz der vergebenen Chancen behielt der THC die Situation unter Kontrolle und konnte Dank eines stark parierenden Jens Barlag das Spiel offen halten. Zur Halbzeit stand es 12:13 für die Hausherren. Noch war nichts verloren.

Nach dem Seitenwechsel offenbarten sich beim THC wieder Probleme im Abschluss: Die Tempolangpässe von Barlag bekamen die Gastgeber nicht unter Kontrolle. „Wir haben viel investiert und der Gegner hat die Tore gemacht“, analysierte Helmich. Leichte Ballverluste und vergebene Chancen ermöglichten den Gästen, auf 23:19 davon zu ziehen.

Doch so leicht gaben sich die THC-Mannen nicht geschlagen: Mit einem Doppelpack von Florian Finke, einem Treffer von Tobias Coquette und einem sehenswerten Tor von Jens ten Brink waren die Gastgeber plötzlich wieder dran am Punktgewinn. Beim 23:24 blieben noch sieben Minuten. Die Halle tobte.

Die Kontrahenten lieferten sich eine packende Schlussphase. 30 Sekunden vor dem Abpfiff stockte den Zuschauern der Atem, als Jens ten Brink das 29:30 warf. Doch mehr war nicht drin. Ein paar Sekunden vor dem Abpfiff fiel das 31:29 für die Osnabrücker, die damit ihre Siegesserie fortsetzen.

Rückhalt der Westerkappelner war stets Manuel Schröer. Er erzielte allein elf Treffer für die Gastgeber. „Manuel hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, spendete Helmich deswegen ein Extra-Lob. „Rückraum rechts ist nicht seine Stammposition, doch dort hatten wir Personalprobleme.“ Der 24-Jährige sprang ein und erfüllte seinen neuen Aufgabenbereich ausgezeichnet. Ein ums andere Mal versenkte er das Leder im Netz und behielt auch in schwierigen Situationen die Nerven.

Am Kreis machte Florian Finke einen guten Job. Er brachte in Durchgang zwei immer wieder neue Akzente.

Der heimische Vertreter in der Landesklasse Weser-Ems steht mit 2:8-Punkten auf dem 14. Tabellenplatz. „Das ist aber nicht das, was wir können. Wir sind ein gleichwertiges Mitglied dieser Klasse und werden die nötigen Punkte zum Verbleib sammeln“, war THC-Coach Helmich trotz der Niederlage zuversichtlich. „Der Charakter im Team stimmt. Wir verbessern uns kontinuierlich.“

Die nächste Chance zum Punktesammeln haben seine Spieler in zwei Wochen. Dann gastiert der SSC Dodesheide in Westerkappeln. Auf das lokale Derby freut sich Tim Rattay schon jetzt: „Da brennt die Hütte.“

Für den THC trafen: Schröer (11), Coquette (4), Finke (4), J. ten Brink (4), Pötter (2), Halstenberg (2), H. ten Brink (1), Bollmann (1).

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