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Starke Abwehrleistung

Timo Halstenberg kommt hier frei zum Wurf. Mit zwei Treffern war er am Sieg seines THC Westerkappeln gegen Nordhorn beteiligt. (Foto: Sonja Möller);desc=Timo Halstenberg kommt hier frei zum Wurf. Mit zwei Treffern war er am Sieg seines THC Westerkappeln gegen Nordhorn beteiligt. (Foto: Sonja Möller)Es waren nicht nur zwei Punkte, die der THC Westerkappeln am Samstag mit seinem 27:24-Sieg gegen die dritte Mannschaft der HSG Nordhorn eingefahren hat. Die heimischen Handballer zeigten zudem ihre vielleicht beste Halbzeit dieser Saison. „In der ersten Hälfte haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte THC-Coach Holger Helmich seine Mannen. Kontinuierlich baute sein Team den Vorsprung aus, ohne dass „das große Zittern“ einsetzte. Besonders in der Anfangsphase prägten Manuel Schröer, Timo Halstenberg und Jan-Nicolas Pötter die Partie. Die Akteure überrollten den Gegner nahezu und erzielten die ersten neun Tore. Maßgeblich daran beteiligt war Henning ten Brink, der als Regisseur den Überblick behielt, seine Mitspieler ruhig dirigierte und abgeklärt die Angriffe einleitete. Mit dem 10:4 gelang ten Brink ein sehenswerter Rückraumtreffer. Für die Mehrzahl der Tore waren aber andere zuständig: Manuel Schröer behielt mit seinen eiskalt verwandelten Siebenmetern selbst in kritischen Phasen die Nerven und erzielte insgesamt zehn Treffer. Weitere sechs versenkte Jan-Nicolas Pötter, der sich außerdem als Teamspieler auszeichnete. Er zog den Gegner auf sich und öffnete so Räume für sein Team.

Ausschlaggebend für den Erfolg war allerdings die klasse Abwehrleistung: „Über weite Strecken waren wir in der Deckung diszipliniert“, freute sich Holger Helmich. In der Defensive redeten alle miteinander. Einer wusste, was der andere tat. So bildeten die THC-Handballer oft eine unüberwindbare Kette, die die Nordhorner fast zur Verzweiflung und zu Fehlwürfen trieb.

 

Nach dem Seitenwechsel wirkte der Gastgeber nicht mehr ganz so souverän und die Nordhorner kamen besser ins Spiel. In der 40. Minute gab es einen Torwartwechsel bei den Hausherren. „Das Spiel hätte an diesem Punkt kippen können“, war sich Helmich über die mögliche Konsequenz im Klaren. Doch Ersatzmann Lutz Kreyenbrok präsentierte sich in bester Spiellaune und wehrte sofort einige schwer zu haltende Bälle ab.

Das Manko der THC-Spieler lag in der Chancenverwertung. „Wir haben hundertprozentige Möglichkeiten leichtfertig vergeben“, monierte Helmich. Das Pech an den Händen kleben hatte Nicolas Bollmann: Der 22-Jährige vergab drei erstklassige Möglichkeiten, machte dann aber das wichtige 24:19 in der 49. Minute. Kurz darauf knickte Jan-Nicolas Pötter um und musste verletzt vom Feld. Ein herber Rückschlag für die verletzungsgeplagte Heimsieben. Tim Rattay fehlte krank, Tobias Coquette laborierte noch an einer Knieverletzung und Florian Finke war Grippe-geschwächt.

Nach Pötters Verletzung wirkte der THC unsortiert. Die Gäste witterten ihre Chance und kamen bis auf zwei Tore heran. In dieser Phase bewiesen die Helmich-Mannen den unbedingten Siegeswillen: Einen Abpraller nahm Jan-Marten Schulte zweimal wieder auf und donnerte ihn dann eiskalt in die Maschen. Diesem wichtigen Tor ließ Manuel Schröer über rechts kurz danach das 26:22 folgen. Trotz einer hektischen Schlussphase und einer Zwei-Minuten-Strafe für Henning ten Brink brachte der THC den Vorsprung über die Zeit.

Mit dem 27:24-Sieg behält der heimische Vertreter der Landesklasse Weser-Ems mit dem zwölften Tabellenplatz den direkten Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen. „Wir sind seit fünf Spielen in Folge nicht komplett“, beschreibt Helmich sein größtes Problem, die Verletztenmisere. „Wenn die fehlenden Leute dazu kommen, kann ein Spieler auch mal zehn Minuten pausieren und Kraft tanken“, weiß er. „Das ist im Moment nicht möglich.“

Tore: Schröer (10), Pötter (6), H. ten Brink (4), Bollmann (2), Schulte (2), Halstenberg (2), J. ten Brink (1).

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