Tim Rattay (rechts) verlor mit dem THC das wichtige Spiel in Friesoythe. Er selbst traf dreimal. (Foto: Uwe Wolter)THC spielt sich weiter in die Krise

Schon beinahe wie zwei Absteiger präsentierten sich am Samstag die Handballgegner von der HSG Friesoythe und dem THC Westerkappeln. Das Team von THC-Coach Holger Helmich war nach Friesoythe angereist um dort im ersten Spiel des neuen Jahres zwei wichtige Punkte gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf einzufahren. Doch der THC knüpfte da an, wo er schon im alten Jahr aufgehört hatte und unterlag den Hausherren mit 30:33-Toren.

„Das ganze Spiel stand auf schwachem Niveau“, kritisierte Holger Helmich nach Abpfiff. „Trotz der 30 Tore haben wir im Angriff gar nicht ins Spiel gefunden.“ Tore oder gefährliche Situationen hätten sich nur aus Einzelaktionen ergeben. Im ersten Durchgang konnte Nicolas Pötter hier und da für Gefahr im Angriff sorgen, im zweiten Durchgang war er dann aber völlig abgemeldet. Dafür machte Jens ten Brink mehr von sich reden.

Die Gäste aus Westerkappeln gerieten gleich zu Beginn des Spiels unter Druck, denn Friesoythe ging mit 3:1 und 4:2 in Führung. Nach zehn Minuten schaffte der THC aber den 5:5-Ausgleich. Tor um Tor wurde im weiteren Spielverlauf erzielt., „Aber Friesoythe hat immer vorgelegt“, so Helmich. Dennoch lag der THC in der 20. Minute erstmals beim 11:10 in Führung. Zur Pause jedoch waren die Gastgeber mit 17:15 vorne.

„Es wurde nicht zusammen gespielt und die Tormöglichkeiten wurden nicht herausgespielt. Der Gegner stellte sich in der Deckung darauf ein, sich daraus ergebende Räume konnten wir aber nicht nutzen“, stellte Holger Helmich zur Pause fest.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang dem THC sofort ein „Wirkunsgtreffer“. Man merkte, dass sich die Westerkappelner Besserung gelobt hatten. Doch die Wirkung verpuffte schnell wieder. Denn nach 35 Minuten lagen die THCler mit 16:20 hinten. Diesem Rückstand lief die Helmich-Sieben bis zur 45. Minute hinterher. Dann kämpfte sich das Gästeteam aber wieder heran und schaffte sogar den 24:24-Ausgleich. In der Schlussphase wurde die Begegnung aber durch zahlreiche Fouls auf beiden Seiten immer unansehnlicher. Zwei Disqualifikationen waren die Folge.

„Am Ende standen wir nicht unverdient mit leeren Händen dar, wobei die Partie eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte“, gab THC-Coach Holger Helmich zu. „Das was wir nicht wollten, eine Distanz zu den Nichtabstiegsplätzen, ist jetzt eingetreten. Wir müssen jetzt zusammenrücken und uns als Mannschaft präsentieren und aus der Misere herausspielen“, fordert der Trainer für die kommenden Aufgaben. Die erste Gelegenheit dazu ergibt sich bereist zum Rückrundenauftakt am kommenden Wochenende zu Hause gegen Burg Gretesch.

Für den THC trafen: J. ten Brink (8), Schröer (6/4), Pötter (6), Halstenberg (3), Rattay (3), Bollmann (2), H. ten Brink (1), Schulte (1).

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