Endlich: Erster Sieg in fremder Halle 
Ron Twiehaus (links) schied nach der dritten Zeitstrafe zwar vorzeitig aus, dennoch warf das den THC nicht zurück. Mit 31:26 konnte endlich der erste Auswärtssieg gefeiert werden. (Foto: Uwe Wolter)

Der Auswärtsfluch ist gebannt. Die Handballer des THC Westerkappeln feierten am Sonntgabend bei der SG Neuenhaus/Uelesen II ihren ersten Sieg in fremder Halle in der laufenden Saison. Mit 31:26 (12:10) setzte sich das Team von Holger Helmich beim Tabellenvorletzten hoch verdient durch.

Die Gastgegeber waren gegenüber dem Hinspiel nicht wiederzuerkennen. „Das war eine völlig neue Mannschaft“, meinte THC-Coach Holger Helmich. „Sie wollten ihr Heimspiel unbedingt gewinnen.“ Sogar Ex-Bundesligaspieler Martin Lochner wurde gegen die Gäste aus Westerkappeln aufgeboten. Und der 45-jährige Routinier stellte die Helmich-Sieben auch prompt vor einige Probleme.
Die Anfangsphase der Partie verlief aber zunächst ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Auf THC-Seite prägte zu Beginn vor allem Jan-Nicolas Pötter das Spiel, der mehrere Tore erzielte, siebenmeterwürdige Fouls kassierte und der seine Mitspieler am Kreis geschickt anspielte. „Und die Deckung stand nach ein paar Abstimmungsschwierigkeiten wieder sehr stabil“, durfte Holger Helmich feststellen.

Mitte der ersten Hälfte setzten die Gastgeber dann ihre „Wunderwaffe“ namens Lochner ein. Mit Einzelaktionen war er stets gefährlich und schloss auch häufig mit Erfolg ab. Insgesamt sechs Treffer gingen am Ende auf das Konto des Routiniers. „Aber mit zunehmender Spieldauer haben wir uns immer besser darauf eingestellt“, so Helmich. Zehn Minuten vor Schluss hatte Lochner dann genug und verlies entnervt das Spielfeld.

Bis zur Pause aber hielt Neuenhaus noch dagegen, dennoch konnten die Westerkappelner mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabinen gehen.

Sieben Minuten nach Wiederbeginn drohte das Spiel zu kippen. Ron Twiehaus zum zweiten Mal und Henning ten Brink bekamen kurz nach einander eine Zeitstrafe aufgebrummt. „Doch durch zwei Tore in Unterzahl blieb der Vorsprung beruhigend“, freute sich ihr Trainer. Doch dann gab es für Twiehaus die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte. Aber Jan Marten Schulte sprang für ihn nahtlos ein. Die Deckung stand auch weiterhin stabil. Und im Angriff lief auch alles weiter rund. Vor allem Henning ten Brink spielte eine grandiose zweite Halbzeit und traf im zweiten Abschnitt alleine neun Mal. „Endlich ist der Knoten bei ihnm wieder geplatzt“, frohlockte auch Holger Helmich über die Leistungsexplosion.

Nach sechs Toren in Folge baute der THC seinen Vorsprung bis kurz vor Ende auf 30:22 aus. Damit war das Spiel gelaufen. Der Rest war nur noch Ergebniskosmetik.

In Neuenhaus trafen für den THC: H. ten Brink (12/2), Pötter (6), Coquette (4), Bollmann (3), Halstenberg (3), Finke (1), Schröer (1/1), Schulze (1).

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