Am Ende zählt nur der Sieg

Manuel Schröer erzielte kurz vor der Pause drei Treffer in Folge und brachte den THC damit in Dodesheide auf die Siegerstraße. (Foto: Uwe Wolter)

Am Ende stand der zweite Saisonsieg, über das „Wie“ redet schon bald keiner mehr. Denn alles andere als glanzvoll war der 26:19-Erfolg des THC Westerkappeln im Kellerderby der Handball-Landesklasse Weser-Ems am vergangenen Samstag beim SSC Dodesheide. Dafür war er enorm wichtig. Doch um den Klassenerhalt zu schaffen, ist in den verbleibenden acht Spielen noch harte Arbeit nötig. Das zeigte jedenfalls die Begegnung in Dodesheide.

Die Partie stand auf sehr schwachem Niveau. Die Westerkappelner fanden zunächst gegen die stark ersatzgeschwächten Gastgeber nicht den richtigen Rhythmus. Jan-Nicolas Pötter wurde vom SSC in Manndeckung genommen. Die dadurch sich ergebenden Freiräume konnte der THC aber nicht nutzen. „Beiden Mannschaften war anzumerken, um was es ging“, merkte hinterher THC-Coach Holger Helmich an. So war das Spiel zusätzlich von vielen Fehlschüssen gekennzeichnet. Nach 20 Minuten war beim Stande von 6:6 noch alles offen. Dann aber wendete sich das Blatt zu Gunsten der Gäste. Manuel Schröer hatte in dieser Phase seine stärksten Szenen und erzielte drei Treffer in Folge. Binnen weniger Minuten war der THC auf 13:8 davongezogen. Zur Pause führte die Helmich-Sieben mit 15:10 und hatte die Vorentscheidung erzwungen.

Die zweite Halbzeit war geprägt durch zahlreiche verpasste Tormöglichkeiten. „Reihenweise wurden hundertprozentige Torchancen ausgelassen“, schüttelte Holger Helmich verständnislos den Kopf. „Da hätten wir etwas für die Tordifferenz machen können.“ Der Fünf-Tore-Vorsprung blieb so aber konstant. Dodesheide war nicht in der Lage, die Schwächen im Abschluss seitens des THC zu nutzen. Dann schwächten sich die Gastgeber auch noch selbst, als zwei Spieler wegen Meckerns Zeitstrafen aufgebrummt bekamen. Doch Nutzen konnte der THC daraus kaum ziehen. „Das hat mich sehr geärgert, dass wir in dieser Phase den Sack nicht zugemacht haben“, kritisierte Westerkappelns Trainer. So musste THC-Keeper Lutz Kreienbrock dreimal in Eins-gegen-Eins-Situationen sein ganzes Können aufbieten. „Gehen diese Dinger rein, dann kippt das Spiel“, war Helmoich froh, einen starken Torhüter in seinen Reihen zu haben. So fuhr der THC am Ende mit 26:19 einen klaren und auch verdienten Sieg ein.

„Das war wichtig. Unsere mitgekommenen Zushauer haben uns toll unterstützt. Das war teilweise ein Heimspiel“, freute sich Helmich über die treuen Fans. Ein Lob gab es auch für Tim Rattay, der insgesamt acht Tore erzielte. „Der Tim hat sein bestes Saisonspiel gemacht“, so der Coach. „Jetzt müssen wir uns auf Dinklage am kommenden Wochenende vorbereiten. Denn da wollen wir für die unglückliche Hinspielniederlage Revanche nehmen“, blickt Helmich auch gleich voraus. Der TV Dinklage ist am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) zu Gast in Westerkappeln.

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