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Kopf aus der Schlinge gezogen

Henning ten Brink erzielte zehn Tore beim THC-Sieg über SV Grenzland Twist.

Die Handballer des THC Westerkappeln haben ihre jüngste Erfolgsserie in der Landesklasse fortgesetzt. Am Sonntag bezwangen die den bisherigen Spitzenreiter SV Grenzland Twist mit 36:35 (15:19) und feierten damit den vierten Sieg in Folge. „Ein dickes Kompliment an die Truppe für ihren Kampfgeist“, strahlte Trainer Holger Helmich nach dem Schlusspfiff.

Dabei hatte es zur Pause noch nach einem klaren Erfolg der Gäste ausgesehen. Zwar startete der THC, der nach den Ausfällen von Nico Bollman, Jens ten Brink, Tim Rattay und Jens Barlag nur elf Spieler zur Verfügung hatte, gut ins Spiel und führte zunächst mit 2:0. Doch schnell folgte der Ausgleich, und nach der ersten Zwei-Minuten-Strafe für Ron Twiehaus (8.) lagen die Gastgeber mit 3:5 und nach 15. Minuten mit 6:9 zurück. Diesen Rückstand konnte der THC bis zur 20. Minute aber wieder auf 10:11 verkürzen. Was anschließend folgte, schien jedoch bereits eine Vorentscheidung zu bringen. Durch geschickte 1:1-Angriffssituationen gelang es dem Gegner, hintereinander drei zwei-minuten-würdige-Fouls durch die Gastgeber zu provozieren, was dazu führte, dass diese sechs Minuten in Unterzahl spielen mussten. Diese Situation nutzten die Twister eiskalt aus und führten kurz vor der Pause mit 19:14, ehe Westerkappeln noch um ein Tor verkürzen konnte.

In der Kabine forderte Trainer Holger Helmich von seinen Spielern für den zweiten Durchgang mehr Tempo nach Ballgewinn in der Deckung, ein geduldigeres Warten auf gute Torwurfgelegenheiten und ein besseres Einstellen auf das Kreisläuferanspiel des Gegners im Mittelblock.

Das zeigte nach dem Seitenwechsel zunächst Wirkung, als die THCler nach einem Tempogegenstoß durch Manuel Schröer und einer gelungenen Körpertäuschung von Jan-Nicolas Pötter den Rückstand auf 21:23 verkürzten. Was sich aber dann bei einer Zwei-Minuten-Strafe für Twist abspielte, brachte den THC-Trainer schier zur Verzweiflung. Statt diese Überzahlsituationl zu nutzen, kassierte sein Team drei Tore und lag wiederum mit 21:26 zurück. Spätestens jetzt war jeder in der Halle davon überzeugt, dass dieses Spiel nicht mehr zu drehen sein würde.

Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Insbesondere die Tore von Henning ten Brink und Christoph Giese braschten den THC wieder heran. Entscheidend unterstützt wurde die Aufholjagd durch die Disqualifikation des Twister Kreisläufers. So war nach 50 Minuten der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, als unter dem Beifall der Zuschauer beim 29:29 der Ausgleich geschafft war.

Die letzten zehn Minuten waren dann an Spannung kaum zu überbieten. Der THC legte vor, Twist glich aber immer wieder aus. Timo Halstenberg war es schließlich vorbehalten, praktisch mit dem Schlusspfif den Siegtreffer zu erzielen.

„Besonders hervorzuheben ist heute sicher die Angriffsleistung von Henning ten Brink, der trotz 35-minütiger Manndeckung immer wieder in wichtigen Situationen die Tore erzielt hat“, betonte Holger Helmich. „Dennoch hat sich im Hinblick auf die Tabellensituation nichts Entscheidendes geändert, da auch die HSG Friesoythe gewonnen hat.“ Als Tabellenneunter hat Westerkappeln weiterhin nur vier Punkte Vorsprung auf den Zwölftplatzierten, der ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Für den THC trafen: H. ten Brink (10), Schröer (7), Pötter (7), Coquette (5), C. Giese (3), Halstenberg (2), J.-M. Schulte (1), Finke (1).

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