THC-Spielertrainer Timo Halstenberg (mitte) brachten die Schiedsrichter-Entscheidungen beim 29:29-Remis gegen Bissendorf regelrecht auf die Palme. Foto: Luisa DerhakeJetzt hat die bislang makellose weiße Weste des THC Westerkappeln doch noch den ersten, wenn auch kleinen, Flecken abbekommen. Ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres mussten sich die Regionsoberliga-Handballer gegen den TV Bissendorf-Holte III mit einem 29:29 (16:10) Unentschieden begnügen.

Dennoch dürfen sich die Männer von Spielertrainer Timo Halstenberg über eine erfolgreiche, aber noch nicht ganz abgeschlossene Hinrunde freuen. In neun Spielen blieb der THC ungeschlagen, gewann vom Saisonstart weg acht Begegnungen in Folge – bis Sonntag. Mit 17:1 Punkten geht der THC als Spitzenreiter ins neue Jahr.

„Leider hat es mit dem Weihnachtsgeschenk nicht ganz geklappt“, trauerte Timo Halstenberg dem mögliche neunten Sieg nach. Zwischenzeitlich führten die Westerkappelner schon mit neun Toren Vorsprung. Mit 16:10 für den THC ging es am Sonntagnachmittag in die Pause.

„Wir haben die Angriffe sehr gut ausgespielt und konnten so gut wie jeden Angriff zielführend abschließen. In der Deckung haben wir gut gearbeitet und Simon Röwer im Tor stand wiedermal wie eine Wand“, sagte Halstenberg. Doch in der zweiten Halbzeit lief einiges schief.

Dann kam die zweite Halbzeit. „Ich habe bewusst eigentlich nie eine Schiedsrichterleistung erwähnen wollen, denn ich weiß, da gibt es einen großen Mangel an Schiedsrichtern. Auch dieses mal fällt es mir nicht leicht aber das war ein persönliches Ding in diesem Spiel“, erregte sich der Westerkappelner Coach über das Geschehen im zweiten Durchgang. „Mitte der zweiten Halbzeit fing ein Schiedsrichter an sich durch zweifelhafte Pfiffe in den Vordergrund zu stellen, es hagelte Zwei-Minuten-Strafen und eine Rote Karte nach drei Zeitstrafen, die keine waren“, beklagte sich Halstenberg. „Und dabei tat mir sein Schiedsrichterkollege auch noch leid. Musste er sich doch auf dem Spielfeld seine eindeutig richtigen Entscheidungen überstimmen lassen. Mitten auf dem Spielfeld fingen die beiden an zu diskutieren. Da merkte man schon, dass es persönlich gegen uns ging“, nahm Halstenberg einmal in Rage kein Blatt vor dem Mund. „Letztendlich dürfen wir uns bei so einer Führung aber nicht mehr den Sieg nehmen lassen. Somit bleibt nur zu sagen. nach vorne blicken und weitermachen.“

Bis zum nächsten Spiel im neuen Jahr dürfte beim THC der Ärger wieder verraucht sein. Am 11. Januar kommt es in der heimischen Dreifachhalle (16.30 Uhr) zum Nachbarschaftsderby gegen Aufsteiger HSG Lotte. Die HSG verlor ihr Spiel am Sonntag in Ankum mit 27:33.

► Tore: Schröer (8), Kolek (5), Halstenberg (4), Schausten (4), Meyer (3), Berger (2), Wesseler (1), Schwab (1) und Coquette (1).

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