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Florian Meyer (am Ball) war noch einer der besten THC-Akteure beim enttäuschenden Saisonauftakt am Sonntag in Cloppenburg. Foto: Christoph PieperDer THC Westerkappeln hat seinen Auftakt in der Weser-Ems-Liga ordentlich vergeigt. Der Auftsteiger war beim Ex-Landesligisten TV Cloppenburg am Sonntag ohne Chance.

Von Uwe Wolter

Timo Halstenberg, Spielertrainer des THC Westerkappeln, musste seine Meinung nach dem ersten Spiel seiner Handball-Truppe in der Weser-Ems-Liga revidieren. „Der TV Cloppenburg II ist ganz klar der Meisterschaftsfavorit. Von dem, was da sonst noch in der Liga rumläuft, kann vielleicht noch Bissendorf mithalten“, erklärte Halstenberg nach der 18:35-Auftaktniederlage seine Mannschaft am Sonntagnachmittag in Cloppenburg. Die Gäste hatte er vor dem Spiel nicht unbedingt auf der Rechnung der Favoriten gehabt.

Die haben so stark geharzt, da kriegten wir den Ball gar nicht von den Fingern.

Timo Halstenberg

„Cloppenburg war uns körperlich und technisch klar überlegen“, musste Halstenberg neidlos anerkennen. „Zehn Ballverlust durch technische Fehler pro Halbzeit sind einfach zu viel.“ Und 18 Tore seien einfach zu wenig, „wir sind im Angriff eigentlich stärker“. so Halstenberg.

Hinzukam ein weiteres Manko, mit dem THC in Cloppenburg zu kämpfen hatte. „Die haben so stark geharzt, da kriegten wir den Ball gar nicht von den Fingern“, ärgerte sich der THC-Coach. „Zu Hause können wir das nicht trainieren, da herrscht striktes Harzverbot. Da müssen wir eben eine andere Taktik ausprobieren.“

Von Beginn an war der THC beim Landesligaabsteiger ins Hintertreffen geraten. Mit 9:3 führten die Cloppenburger schon, als sich der THC wieder herankämpfen konnte (12:9). Doch zur Pause lagen die Cloppenburger wieder mit sechs Treffern (15:9) vorne. Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte. Gleich den ersten Ballverlust nutzte der TVC zum 16:9. Danach ließen die Gastgeber nicht mehr viel anbrennen.

„Uns fehlten auch ein paar Alternativen, wie Janek Budweg und Henrik Schlösser. Aber auch mit ihnen hätten wir wohl nichts geholt“, meinte Halstenberg. Alles in allem sei es ein Sonntag zum Vergessen gewesen. Lediglich Florian Meyer und Tormann Daniel Kellermeier hätten aus eine schwachen Mannschaft herausgeragt. „Jetzt müssen wir daraus die Lehren ziehen, und es am kommenden Sonntag in eigener Halle besser machen“, forderte der THC-Coach mit Blick auf die Heimpremiere gegen den TuS Wagenfeld.

► Tore: Meyer (5), Schröer (4/3), Kolek (3), Wessels (2), Schausten (2), Halstenberg (1) und Schwab (1).

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